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Wärmebildkameras zum Perimeterschutz

Die Development Bank of Southern Africa (DBSA), eine Bank für die Entwicklung von Südafrika, hat ihre Zentrale zwischen Johannesburg und Pretoria. Aufgabe der DBSA ist es, die sozial-ökonomische Entwicklung im gesamten südlichen Teil Afrikas nachhaltig zu beschleunigen. Die Sicherheitsrisiken für die DBSA sind hoch: Das Gebäude beherbergt jede Menge wertvolle Unterlagen und auch Kunstwerke. Zum Schutz des Gebäudes hat sich die DBSA daher kürzlich entschlossen, ihr Sicherheitsnetzwerk um vier SR-50-Wärmebildkameras von Flir Systems zu erweitern.
Es wird der Bereich rund um die Development Bank of Southern Africa (DBSA) und alle Eingänge kontinuierlich mit herkömmlichen CCTV-Überwachungskameras überwacht. „Tagsüber funktioniert das auch sehr gut. Aber Sicherheit ist nicht nur tagsüber vonnöten, sodass wir uns nach einer guten Lösung auch für völlige Dunkelheit bei Nacht umgesehen haben. Eine komplette Ausleuchtung eines großen Bereiches für die Beobachtung mit CCTV-Überwachungskameras bei Nacht ist oft nicht möglich“, erklärt Jacques du Plessis, Regional Manager von Gauteng of Holbert Boikanyo Technologies, einem führenden Anbieter integrierter Sicherheitssysteme in Südafrika, und als solcher verantwortlich für die gesamten Sicherheitseinrichtungen der DBSA.

Aktive Infrarotbeleuchtung: Eine teure Lösung

Für die nächtliche Überwachung kam daher eine aktive Infrarotbeleuchtung in Frage. Infrarotscheinwerfer strahlen auf den Bereich vor der Kamera ab. Die Infrarotstrahler sind dabei oft rund um die Linse der Kamera positioniert. Die Strahlung wird von Objekten und von Menschen reflektiert und in ein Bild umgewandelt, das auf einem Monitor widergegeben werden kann. „Auch wenn die Anfangsinvestition für die Installation von Infrarotscheinwerfern günstig erschien, haben wir schnell herausgefunden, dass es sich langfristig um eine eher teure Lösung handelt. Allein der Ersatz defekter Infrarotstrahler wäre eine kostenintensive Angelegenheit geworden. Außerdem brauchten wir eine gute Reichweite. Das bedeutet, wir hätten sehr starke Infrarotstrahler einsetzen müssen – und die verbrauchen jede Menge Strom. All das hätte die Gesamtinvestition auf lange Sicht dramatisch verteuert“, führt Jacques du Plessis weiter aus.

Wärmebildkameras

Auf der Suche nach einer Alternative kam der Kontakt mit Tinus Diedericks von Timeless Technologies zustande, dem Vertrieb von Flir Systems in Südafrika. Die Kameras können selbst bei völliger Dunkelheit Bilder erzeugen. Die Anfangsinvestition in Wärmebildkamera-Technologie ist für die Bank zwar höher, aber sie rentiert sich langfristig. Wärmebildkameras verbrauchen nicht viel Strom, und da sie einen ungekühlten Vanadium-Oxid-Detektor enthalten, der keine beweglichen Teile aufweist, sind sie dazu auch wartungsfrei. Einmal installiert, können sie über Jahre zuverlässig arbeiten. „Wärmebildkamerasysteme werden heute längst nicht mehr nur zur Grenzsicherung oder in Ländern mit einem erhöhtem Sicherheitsrisiko eingesetzt“, erklärt Christiaan Maras, Marketing Manager Eurasia bei Flir Commercial Vision Systems. „Häfen, Flughäfen, Kernkraftwerke, Lagergebäude und sogar private Anwesen setzen mittlerweile Infrarottechnologie ein.“ Wärmebildkameras kommen somit für jede Sicherheitsanwendung in Frage, bei der eine lückenlose Überwachung rund um die Uhr gefragt ist. Die klare Sicht bei Nacht und bei allen Wetterbedingungen lässt Anwendern mehr Zeit für die Reaktion auf potenzielle Gefährdungssituationen. Im Bankensektor kommen Wärmebildsysteme nicht nur bei privaten Bankinstituten zum Einsatz, sondern insbesondere auch bei hoheitlichen Stellen wie Landesbanken, Bundesbank, Münzprägestätten und die EZB, da gerade dort durch erhebliche Bargeldmengen auch ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis besteht.

Die Lösung

Angepasst an die Umgebung der DBSA sind insgesamt vier SR-50-Wärmebildkameras von Flir zur Überwachung eingesetzt worden. Sie zeichnen sich durch Leistungsdaten auf mittlere Entfernungen aus und sind damit in der Lage, ein Objekt von der Größe einer Person noch in ca. 800m Entfernung zu erkennen. So überwachen sie den gesamten Bereich neben dem Gebäude und den Parkplatz. Um den Übersichtsbereich zu vergrößern, haben die Sicherheitsbeauftragten die Kameras auf einem standardmäßigen Schwenk-/Neigemechanismus montiert. So kann die Kamera in jede gewünschte Richtung gedreht werden. Das ermöglicht dem Team auch, den kompletten Bereich um die DBSA mit nur vier Kameras vollständig zu überwachen: An jeder Ecke des Gebäudes wurde dafür nur eine Kamera montiert. „Wir setzen die Kameras mittlerweile nicht mehr nur bei Nacht ein – auch tagsüber haben sie sich als sehr nützlich erwiesen. Denn die Wärmebildkameras können auch durch leichten Nebel hindurchsehen und werden von störenden Sonneneinstrahlungen nicht geblendet.“

Die Installation

Die Bilder der insgesamt vier SR-50-Wärmebildkameras werden auf einem großen Bildschirm in einem Kontrollraum ausgeworfen. Von dort aus kann auch der Schwenk-/ Neigekopf, auf dem die SR-50-Systeme installiert sind, in jede gewünschte Richtung gedreht werden. Wenn etwas Ungewöhnliches entdeckt wird, kann sofort ein Team mit Hunden zur auffälligen Ecke ausrücken. Der nächste Schritt zum Schutz der DBSA wird die Montage eines Video-Bewegungsmelde-Systems, Video Motion Detection (VMD), sein. Die Bilddaten der Wärmebildkameras sind dafür geeignet. Sobald eine Bewegung angezeigt wird, wird automatisch ein Alarm ausgelöst.

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