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Vorteile von Gel-Kabel-
Verbindungsgarnituren

Mechanischer Schutz, Isolation und Abdichtung in einem Arbeitsschritt – vieles spricht für die Verwendung von Gel-Kabel-Verbindungsgarnituren. Neben der Gießharztechnik oder der Installation von Schrumpfschläuchen, stellen die mit einem hochelastischem Silikongel gefüllten Polypropylenschalen eine nicht nur neuartige, sondern auch effektive und zeitsparende Alternative für den Elektroinstallateur im Niederspannungsbereich dar. Welche Vorteile der Elektroinstallateur bei der Verwendung der Gel-Kabelverbindungsgarnituren hat, wo sie eingesetzt werden und welche Schutzklassen die Garnituren erfüllen, erklärt Ralf Losen, Geschäftsbereichsleiter Elektroprodukte bei Mankiewicz Resins.

Die Formschalen sind aus schlagfestem modifizierten Polypropylen (PP) gefertigt und mit einem Filmscharnier verbunden. Das farbige Polypropylen schützt die gesamte Garnitur effektiv vor UV-Strahlen, die zusammen mit anderen Einflüssen Kabel porös und brüchig werden lassen. (Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

Die Formschalen sind aus schlagfestem modifizierten Polypropylen (PP) gefertigt und mit einem Filmscharnier verbunden. Das farbige Polypropylen schützt die gesamte Garnitur effektiv vor UV-Strahlen, die zusammen mit anderen Einflüssen Kabel porös und brüchig werden lassen. (Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)


Schnell, einfach und effektiv – das sind die meistgenannten Argumente, die für die Verwendung von Gel-Kabelgarnituren im Niederspannungsbereich sprechen. In der Elektroinstallation eignen sie sich besonders zur schnellen Reparatur von defekten Kabeln und Verbindungen. Zudem sind sie ein Garant für wasserdichten Schutz von Kabelverbindungen und werden zur Reparatur schadhafter Stellen im Kabelmantel eingesetzt. Die Produkte sind entweder als Verbindungs- oder Abzweiggarnitur einsetzbar, werden in drei verschiedenen Größen angeboten und decken alle gängigen Leiterquerschnittsbereiche ab. Im Gegensatz zu Gießharz- und Warmschrumpfprodukten sind Gel-Kabelgarnituren nur für Kabelquerschnitte bis 16mm² einsetzbar. Die Gelschalen selbst sind aus einem modifizierten Polypropylen (PP) gefertigt und erfüllen die Norm DIN EN 606954-2-11 (entspricht VDE 0471-2-11). Das farbige Polypropylen schützt die gesamte Garnitur effektiv vor UV-Strahlen, die zusammen mit anderen Einflüssen wie z.B. Erdalkalien Kabel porös und brüchig werden lassen.
 (Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

(Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

Schnell, einfach und effektiv

Die Vorteile von Gel-Kabelverbindungsgarnituren liegen auf der Hand: Muss der Monteur bei der Verwendung von Schrumpfschläuchen oder Gießharz-Verbindungsgarnituren nach dem elektrischen Verklemmen der Kabel noch weitere Arbeitsschritte einplanen, ist die Verarbeitung einer Gel-Garnitur zeitsparender und weniger arbeitsintensiv: Im ersten Schritt wird die Kabelverbindung mit Schraub- oder Quetschverbindern durchgeführt, danach wird die Verbindung in die Gelschale eingelegt und die Schale geschlossen bis diese einrastet. Mit den beiden beiliegenden Kabelbindern wird die Schale zusätzlich gegen versehentliches Öffnen gesichert. Der Elektroinstallateur benötigt kein Spezialwerkzeug mehr und auch das Gehäuse an sich muss nicht weiter bearbeitet werden. Im Vergleich zur Gießharztechnik ist kein Mischen von Harz und Komponentenkleber nötig – zudem erspart sich der Anwender im Vorfeld das Befüllen der Garnitur und muss auch nicht die Aushärtung beider Komponenten abwarten. Nach der Installation kann die Kabelgarnitur sofort in Betrieb genommen werden. Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu Gießharz- und Schrumpfprodukten sind Gel-Kabelgarnituren mit Hinblick auf die Montagezeit die kostengünstigste Lösung für den Niederspannungsbereich.

 (Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

(Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

Zuverlässig und robust

Gel-Kabelgarnituren werden nach DIN EN 50393 (entspricht VDE 0278-393) geprüft. Diese europäische Norm führt die Prüfverfahren und Mindestanforderungen für die Typprüfung an Kabelgarnituren für Kabel mit Nennspannung 0,6/1,0 (1,2)kV auf. Neben der Wechselspannungs- und Isolationswiderstandsprüfung werden die Garnituren einer Lastwechselprüfung unterzogen. Die Lastwechselprüfung zielt darauf ab, innerhalb von 42 Tagen die Betriebsbeanspruchung zu simulieren, welche eine Garnitur während ihrer Lebensdauer durch die thermische und mechanische Beanspruchung aufgrund der Lastwechsel unterliegt. Diese Prüfung wird für 21 Tage in der Luft und für 21 Tage in einer Wassertiefe von 1m durchgeführt. Diese Prüfung bestätigt den Schutz gegen dauerndes Untertauchen in Wasser, ähnlich wie bei der Schutzartprüfung IP X8 nach DIN EN 60529.

 (Bild: Mankiewicz Resins GmbH & Co. KG)

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