Vorkonfektion – effektiv bei immer gleichen Strecken

Vorkonfektionierte Datenverkabelungen liegen seit einiger Zeit im Trend. So sparen z.B. Handelsketten und Franchise-Unternehmen enorm an Installationskosten, wenn sie ihre fast identisch aufgebauten Läden mit einer vorkonfektionierten Dateninfrastruktur ausstatten. Für die Installation ruft der Netzwerkverantwortliche just in time die benötigten Verbindungen ab und lässt sie sich direkt an den Installationsort anliefern. Dabei sparen sich Errichter zwischen 30 und 50% an Installationszeit.
In Rechenzentren sind vorkonfektionierte Lösungen schon seit Jahren etabliert, so die Erfahrung von EasyLan, einem Anbieter von Datenverkabelungen für Office und Rechenzentren. Nun verzeichnet das Unternehmen auch bei Etagenverkabelungen eine steigende Nachfrage nach vorkonfektionierten Lösungen. So erzielte EasyLan im Jahr 2012 rund 30% mehr Umsatz mit vorkonfektionierten Lösungen als im Jahr davor. Besonders interessant sind solche Lösungen für wiederkehrende, fast identische Verkabelungen. Das können Geschäfte von Handelsketten in Gewerbeparks oder Einkaufszentren sein, genauso wie Restaurants von Fast-Food-Ketten. Datenverkabelungen in Bürohochhäusern, Hotels oder Kreuzfahrtschiffen verfügen über zahlreiche, sich wiederholende Segmente. Auch hier lohnt es sich, vorkonfektionierte Strecken zu installieren. Die Errichter sparen in diesen Fällen rund 30 bis 50% an Installationszeit, wenn sie ihre Datenverkabelungen mit vorkonfektionierten Leitungen realisieren. Besonders effizient und platzsparend sind dabei vorkonfektionierte Trunk-Kabel mit mehreren Datenverbindungen in einem Kabel.

Mit Mehrfachkabeln noch effizienter

Bei den meisten vorkonfektionierten Lösungen liefert der Anbieter Datenkabel in den bestellten Längen an, bei denen an beiden Enden ein RJ45-Modul montiert ist. Wer möglichst effizient verkabeln möchte, sollte solche Einzelkabel jedoch nur einsetzen, wenn er keinen Platz für Überlängen hat. Deutlich effizienter lassen sich Mehrfachdatenkabel, sogenannte Trunk-Kabel verlegen: Sie sparen nicht nur Zeit bei der Installation und Beschriftung, sondern viel Platz im Kabelkanal. Zudem reduzieren sie die Brandlast um etwa 30%. Ein einzelnes Verlegekabel hat im Schnitt einen Durchmesser von etwa 7mm. Sechs solcher Kabel beanspruchen somit einen Querschnitt von etwa 26mm. Trunkkabel mit sechs integrierten Einzelverbindungen liegen meist unter 20mm, weil auf die Einzelkabelmäntel verzichtet werden kann. Besonders schlank sind 24-paarige Kabel mit Geflechtschirm, bei denen die einzelnen Paare nur mit einem Folienschirm getrennt sind. Das entsprechende Trunk-Kabel von EasyLan hat z.B. nur 14,3mm Außendurchmesser, und die sechs integrierten Verbindungen entsprechen der Klasse EA ISO/IEC 11801. Es eignet sich für Datenraten bis 10-Gigabit-Ethernet. Dieses Kabel bietet sich z.B. zur Anbindung der Kassen in einem Supermarkt an. Damit führt nur ein vergleichsweise dünnes Kabel vom Verteiler zur Kasse und stellt dort zwei Telefon- und vier Datenleitungen für zwei Kassenarbeitsplätze zur Verfügung.

Trunks für enge Kabelkanäle

Bei der Planung ist zu beachten, dass beim Einziehen der Verlegekabel nicht der Kabeldurchmesser entscheidend ist, sondern der Querschnitt der RJ45-Module an den Enden. Herkömmliche Module sind deutlich dicker als das Kabel. Bei einem Trunk-Kabel zieht der Installateur somit ein dickes Bündel an Modulen durch den Kabelkanal. Das kann an engen Stellen zu Problemen führen. Eine schlanke Alternative hierzu bietet die preLink-Anschlusstechnik von EasyLan: Sie basiert auf einem robusten, aufgecrimpten Kunststoffblock als Abschluss für das Datenkabel. Dieser preLink-Kabelabschluss ist kaum dicker als ein Datenkabel. Nach dem Einziehen clipst der Installateur dann auf diesen preLink-Abschluss das zugehörige preLink-Modul und hat so einen fertigen Link. Die Übertragungsparameter entsprechen je nach eingesetztem Modul den Werten der Kategorie 6 oder 6A ISO/IEC 11801. Da das System für gewerkeübergreifende Netze konzipiert ist, sind dafür die verschiedene Module mit RJ45- und M12-Steckgesichtern in mehreren IP-Schutzarten erhältlich. Sie alle unterstützten Power over Ethernet Plus. Das heißt, wenn im Außenbereich ein WLAN-Access-Point angebunden werden soll, so ist das mit diesem System möglich. Die Trunk-Kabel werden mit Einzughilfe ausgeliefert. Diese schützen die preLink-Abschlüsse und erleichtern mit ihrer Öse das Einziehen des Kabels. Bei einem Trunk-Kabel kann der Installateur z.B. alle Ösen des Kabels mit einem Kabelbinder zusammenfassen und das Kabel damit problemlos durch den Kabelkanal ziehen.

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