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Von der Planung bis zur Applikation:
Ein durchgängiges System

In der Gebäudetechnik sowie im industriellen Schaltschrankbau werden für die Verarbeitung der komplexen Informationen verschiedene Planungs-Softwaretools eingesetzt. Eine einfache und sichere Lösung lässt sich aber erst mit einem durchgängigen System erreichen. Software, Hardware und die einzelnen Komponenten für den Schaltschrankbau bilden für das Marking System von Phoenix Contact die Basis einer geschlossenen Prozesskette von der Planung bis zur Applikation.
Autor: Dipl.-Ing. Andreas Radeck, Phoenix Contact GmbH & Co. KG | Bilder: Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Drehen wir das Rad der Zeit um 15 Jahre zurück: Schalt- und Verdrahtungspläne wurden aufwendig von Hand an Konstruktionstischen gezeichnet, entsprechende Stück- bzw. Bestelllisten der zu verwendenden Komponenten manuell erzeugt und verteilt. Diese manuellen Tätigkeiten kosten nicht nur Zeit und Kapazitäten, sondern sind zudem eine mögliche Fehlerquelle. Fehler, die sich unbemerkt durch die gesamte Prozesskette bis zur fertigen Applikation fortsetzen können. Mit der Einführung intelligenter Komponenten in die Gebäudetechnik hat der Einzug von CAE (Computer Aided Engineering)-Systemen stetig zugenommen. Diese Systeme ermöglichen eine komfortable Projektierung bis hin zu funktionellen Simulationen einzelner Anwendungsspektren, z.B. die komplette Heizungs-, Klima- oder Lichttechnik. Um solche komplexen Daten weiterzuverarbeiten, werden Systeme benötigt, die eine durchgängige Lösung von der Planung bis zur Applikation ermöglichen. Damit erfolgt der Brückenschlag in die heutige Zeit.

Planungs- und Projektierungsphase

In den meisten Fällen werden komplette Projekt- und Stromlaufpläne von Integratoren in den Planungsbüros erstellt und in CAE-Systemen abgebildet. Alle notwendigen Komponenten-Funktionen, Anschlussquerschnitte sowie Kennzeichnungsinformationen wie Quelle und Ziel sind in diesen Systemen hinterlegt. Als Teil der Wertschöpfungskette übernimmt die Planungs- und Markierungssoftware Clip Project advanced von Phoenix Contact aus allen gängigen CAE-Systemen wie Eplan, Elcad, E3, Promise E, Ruplan oder AutoCAD electric die hinterlegten Informationen zu Klemmenpunkten, Kabeln, Leitungen sowie Markierungen per Mausklick. Bereits beim Datenimport werden automatisch die passenden Artikel vorgeschlagen und zugewiesen. Im Vorfeld kann der Anwender eigene Vorzugsartikel, wie z.B. Lagerartikel, bestimmen. Vorhandene Datenbestände sind dreidimensional hinterlegt, sodass bereits bei der Planung der genaue Platzbedarf auf der Tragschiene berechnet sowie eine Kollisionsprüfung für die Schaltschrankfertigung durchgeführt werden können. Manuelle Dateneingaben sind damit überflüssig und Fehlerquellen durch redundante Eingaben werden vermieden. Über eine bidirektionale Schnittstelle lassen sich die vom Anwender ergänzten oder abgeänderten Informationen in das jeweilige CAE-System zurück schreiben.

Montageunterlagen online verfügbar

In der Produktisierungsphase erzeugt die Software Clip Project advanced einfach per Mausklick die vollständigen Bestell-, Stück, Aufbau- und Montagelisten sowie eine zweidimensionale Darstellung der Klemmenleisten (Bild 1). Die integrierte Autokorrekturfunktion prüft und vervollständigt die Klemmenleisten mit notwendigem Zubehör wie Deckel- und Trennsegmenten. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Einzelteile vergessen oder nachbestellt werden müssen. Das spart Zeit und Kosten. Zu diesem Zeitpunkt sind automatisch alle relevanten Unterlagen für einen reibungslosen Ablauf in der Fertigung erstellt und können der Montage zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund steigender Anforderungen beim Aufbau von Schaltschränken und mechatronischen Anlagen wird mehr und mehr Wert gelegt auf eine qualitativ hochwertige sowie gut lesbare Kennzeichnung aller Komponenten. Dies erhöht nicht nur die Servicefreundlichkeit, sondern erleichtert darüber hinaus die Inbetriebnahme vor Ort. Die vollständigen Markierungsdaten für Klemmen, Leiter, Kabel sowie Betriebsmittel sind bereits in den CAE-Sys­temen hinterlegt. Per Mausklick lassen sie sich in die Software Clip Project advanced importieren. Das ist auch von Vorteil, da in der Elektrotechnik die Kennzeichnungsdaten zunehmend mehr Informationen über Quelle und Ziel beziehungsweise über die Anlage und den Ort beinhalten. Ferner ist die Datenübernahme von Beschriftungsdaten im Excel- oder ASCII-Format möglich. Die in der Konstruktion erzeugten Kennzeichnungsdaten können folglich direkt bis in die Fertigung hinein genutzt werden. Die Unicode-Fähigkeit der Software ermöglicht zusätzlich die Verarbeitung von Daten in aktuell zwölf verschiedenen Sprachen – sogar eine Beschriftung in chinesischer und japanischer Schrift ist möglich. Darüber hinaus lassen sich auch Pixel- und Vektorgrafiken verarbeiten. Die Software Clip Project advanced berücksichtigt zudem bereits das Windows Betriebssystem Vista. Aktuelle Updates für die Planungs- und Markierungssoftware erhält der Anwender weltweit und automatisch via Internet – ein Service, der insbesondere für international tätige Unternehmen von Bedeutung ist.

Für die Montage vorbereitet

Die zweidimensionale, positionsgenaue Darstellung der Klemmenleiste inklusive der Beschriftungsdaten sowie die Bestell-, Stück- und Montagelisten können online direkt der Montage zur Verfügung gestellt werden. Die einzelnen Komponenten lassen sich im folgenden Prozess dem Lager entnehmen und anhand der mitgelieferten Fertigungsunterlagen auf der Tragschiene montieren (Bild 2). Die Software Clip Project advanced übernimmt darüber hinaus automatisch die kompletten Beschriftungsdaten aus dem Stromlaufplan. Daher können diese Daten komfortabel per Mausklick an die Drucksysteme der Marking System Familie von Phoenix Contact übergeben werden. Dazu gehört beispielsweise der neue Markierungs-Drucker Bluemark X1 mit UV-Licht-Technologie (Bild 3). Es stehen aber auch verschiedene Thermotransferdrucker sowie ein Beschriftungsplotter mit Gravureinheit zur Verfügung. Grundsätzlich kann sich der Anwender frei entscheiden, welches Ausgabegerät angesteuert werden soll. Für jedes Drucksystem steht eine umfangreiche Auswahl verschiedener Materialien für die Klemmen-, Leiter-, Kabel- sowie Betriebsmittelkennzeichnung zur Verfügung. Alle Materialien sind auf die jeweiligen Drucksysteme abgestimmt und sorgen für eine dauerhaft hochwertige Qualität, selbst in rauer industrieller Umgebung. Für den Fall, dass kein eigenes Ausgabegerät vorhanden ist, können sämtliche Beschriftungen ebenso per E-mail bei Phoenix Contact bestellt werden. Die Anlieferung erfolgt in wenigen Tagen. Letztlich können sogar komplette Projekte per Mausklick bei Phoenix Contact bestellt werden – auch dies zählt zu den Service-Leistungen im Zusammenhang mit der Planungs- und Markierungssoftware Clip Project advanced. In dem Fall werden fertig montierte Klemmenleisten mit allen Komponenten geliefert, die sich direkt in den Schaltschrank einbauen lassen. Ein Vorteil dabei ist, dass eine kostenintensive Lagerbevorratung der benötigten Komponenten vermieden wird.

Fazit

Die in Engineering-Systemen bestehenden kompletten Projektdaten werden von der Software Clip Project advanced per Mausklick übernommen und aufbereitet. Sie integriert alle Prozesse von der Planung über die Projektierung bis zur fertigen Applikation und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Zusammen mit Drucksystemen und den benötigten Komponenten bildet sie ein Marking System, einen durchgängigen Prozess für die Gebäudetechnik sowie den Schaltschrankbau.

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