Anzeige
Anzeige

Videoüberwachung mit flexiblem Datenspeicher

Was haben Orte wie Aufzüge, Einkaufszentren, Museen, Tankstellen und U-Bahnhöfe gemeinsam? Das Thema Sicherheit. Ohne Videoüberwachung sind Sicherheitskonzepte heute nicht mehr denkbar. Dabei sind Kamerasysteme gefragt, die hochauflösende Bilder mit Option auf 360°-Rundumblick liefern. Denn nur detailgenaue Aufnahmen bieten die Möglichkeit, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, zu entschärfen und zu dokumentieren. Die Kehrseite der Medaille sind jedoch wachsende Datenmengen, die gespeichert und abrufbereit archiviert werden müssen.
Von einem technischen Standpunkt aus gesehen sind, der Detailtreue keine Grenzen gesetzt. Hochauflösende Megapixel- und IP-Kameras, die Videodaten über Ethernet übertragen, liefern gestochen scharfe Bilder. Während alte analoge Systeme auf einem 60 Jahre alten TV-Standard basierten und gerade einmal Bilder mit einer Auflösung von 0,1Megapixel im CIF-Format aufzeichneten, liefert eine moderne Kamera Bilder mit 3,1Megapixel im MPEG4-Format. Und das bedeutet stetig steigende Datenmengen, die gespeichert werden wollen.

Mehr Bilder, mehr Daten, mehr Storage

Hochauflösende Bilder und große Datenmengen stellen auch die Datenspeicher vor neue Herausforderungen. Die Speicher müssen die Bilddaten mehrerer Kameras verarbeiten können, denn heutige Videoüberwachungskonzepte sind äußerst komplex. Bei einer Megapixel-Auflösung beträgt die Größe pro Bild bereits 3,6MB. Zum Vergleich: Bei einem Film mit 25 Bildern pro Sekunde kommt man bei 1h Aufzeichnung auf 324GB, das sind 68 DVDs. Die Datenmenge kann zwar durch Kompressionsverfahren und die Senkung der Bildrate verringert werden, dennoch ist eine immense Speicherkapazität notwendig, um die Überwachungsdaten sicher aufzeichnen zu können. Je nachdem, wie lange Daten vorgehalten werden müssen, desto wichtiger wird die Frage der Bemessung und Erweiterbarkeit des Speichers. Neben den optischen Möglichkeiten der Kameras haben sich auch die Methoden der Bildauswertung und -archivierung verändert. Zu Zeiten des CIF-Formats konnte mit einer Videosoftware auf einem PC das Bildmaterial mehrerer Kameras zentral ausgewertet und gespeichert werden. Mit hochauflösendem Videomaterial im MPEG 4-Format ist das aufgrund der Größe der Dateien nicht mehr möglich: PCs würden eine sehr hohe Rechenleistung, das Netzwerk eine höhere Bandbreite erfordern. Eine dedizierte Storage-Strategie wird für das Vorhalten dieser großen Datenmengen folglich immer wichtiger. Der Netzwerkkamerahersteller Mobotix und das Storage-Unternehmen Overland Storage haben speziell für die Videoüberwachung eine Komplettlösung entwickelt, die Kameratechnologie mit einem Netzwerkspeicher (Network-Attached Storage oder NAS) verbindet. Die Lösung bietet genügend Flexibilität, um an die Gegebenheiten ihres Einsatzortes anpassbar zu sein: ob Sparkassenfiliale, Museumssäle oder vernetzte Überwachung mehrerer Ladenlokale.

Überwachung und Datenspeicher im Verbund

Beide Komponenten, IP-Kamera und NAS-Speicher, ergänzen sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und Möglichkeiten. Indem auf allgemein verfügbare Ressourcen wie das Ethernet zurückgegriffen wird, bleiben die Investitionskosten bei der Implementierung eines Sicherheitskonzepts mit scharfem Bildmaterial und intelligentem Datenspeicher überschaubar. Die IP-Kameras von Mobotix bestehen aus einer hochauflösenden Kamera mit integrierter Computereinheit. Die Videodaten werden über LAN, Intranet oder Internet zur Aufzeichnung an den Speicher, ein Overland Snap Server, übermittelt. Über das IP-Netzwerk können autorisierte Nutzer von einem lokalen oder einem entfernten Rechner aus, über den Webbrowser, auf die Bilddateien ein und derselben Kamera zugreifen. Das spart Hardware und das aufgenommene Bildmaterial ist jederzeit verfügbar. Im Betrieb überspielt jede Kamera automatisch ihr Bild auf einen Snap Server. Dennoch sind beide Systeme unabhängig voneinander ausbaufähig. Werden mehr Überwachungskameras benötigt, können sie mit den vorhandenen Snap Servern vernetzt werden. Ein einzelner Server kann das Datenmaterial von bis zu 40 Kameras verwalten. Die Anzahl der Kameras und die Storage-Kapazitäten können im Betrieb individuell angepasst werden. Mit einer breiten Auswahl an Konfigurationsmöglichkeiten, was Kapazität und Software betrifft, ist Snap Server für die sichere Videoarchivierung geeignet. Der Server ist bereits seit zehn Jahren auf dem Markt. Als NAS-System lässt er sich direkt in das vorhandene Netzwerk einklinken. Dabei bleibt das System flexibel skalierbar und kann stets an den aktuellen Datenpool angepasst werden, sodass unnötiger ‚toter‘ Plattenspeicher vermieden wird. Die Snap Server bieten eine große Speicherbandbreite. Sie reicht vom kleinen Modell Snap 110 mit 500GB Sata bis hin zum größten, dem Snap Server 650, der mit Sata-Platten bis auf 84 TB konfigurierbar ist.

Sichere und einfache Bedienbarkeit

Mit dem Betriebssystem GuardianOS erfüllt der Server alle notwendigen Anforderungen, die für eine Videoüberwachung gelten müssen. Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit sind besonders wichtig, da aufgenommenes Bildmaterial, beispielsweise im Falle eines Einbruchs, jederzeit verfügbar sein muss. Deshalb wird das Betriebssystem GuardianOS eingesetzt. Es basiert auf Linux, was die Verfügbarkeit erhöht. Gleichzeitig ist das Betriebssystem anwenderfreundlich, da es sich einfach über den Webbrowser bedienen lässt. Da alle Server dasselbe Betriebssystem verwenden und über dieselbe Benutzerschnittstelle bedient werden, können weitere Server jederzeit schnell aufgesetzt und implementiert werden. Auch größere, remote Storage-Lösungen sind mit Snap Server und GuardianOS realisierbar. Die Produkte sind auf mehrere remote-Standorte verteilt und können einfach und zentral über einen Webbrowser gesteuert werden. Spezielle Fachkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Katastrophenschutz und Datenmanagement inbegriffen

Mit der Aufzeichnung der Videodaten allein ist es nicht getan. Möglichkeiten der Datensicherung und Wiederherstellbarkeit sollten nicht außer Acht gelassen werden. Overland bietet hierfür Snap Enterprise Data Replicator (Snap EDR). Mit diesem Tool können Unternehmen ihr Bildmaterial mittels Backup sichern und im Fall einer Störung wiederherstellen. Snap EDR wird wie alle anderen Server-Komponenten zentral gesteuert. Das Tool arbeitet netzwerkoptimiert. Einzelne Daten aber auch ganze Verzeichnisse lassen sich über das Netzwerk sichern und von einem zum anderen Server oder von einem Server auf mehrere bewegen. Große, hochauflösende Bilddateien lassen sich zudem komprimieren, damit Netzwerk und Anwendungen während der Datenmigration nicht zusätzlich belastet werden. Datenbewegungen zwischen Snap Server und Servern unter Windows, Linux oder Unix sind problemlos möglich. Damit ist das Paket aus Snap Server und Mobotix-Kamera auch in heterogenen Systemlandschaften nahtlos integrierbar. Mit EDR ist auch intelligentes Datenmanagement möglich: Es werden nur die Daten archiviert, die wichtig sind. Auf diese Weise lassen sich Speicherressourcen effizient nutzen. Und sollte es dennoch einmal mit der Technik Probleme geben, lässt sich auf das Videomaterial dank Disaster Recovery jederzeit wieder zugreifen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld steht 'The Ship', das als eines der digitalsten Gebäude Deutschlands gilt. Brandschutztechnisch geschützt wird das Projekt vom digitalen Brandmeldesystem Integral IP von Hekatron Brandschutz.‣ weiterlesen

Anzeige

Die Universität von Udine ist eine italienische Hochschule mit höchsten Forschungs- und Bildungsstandards. Auch über den akademischen Rahmen hinaus setzt die Universität auf moderne und smarte Lösungen: Das Gebäudemanagement erfolgt über eine sichere IoT-Plattform. Die elektrischen und thermischen Systeme, die Zugangskontrolle sowie die Videoüberwachung lassen sich damit zentral verwalten und sind dank eines ganzheitlichen IT-Sicherheitskonzepts vor Cyberangriffen geschützt.‣ weiterlesen

Anzeige

Systemrelevant und sensible Zone – dem Krankenhaus als medizinische Versorgungszentrale kommt während der anhaltenden Corona-Pandemie eine Schlüsselrolle zu. Infektions- und Gesundheitsschutz müssen hier Priorität besitzen. Daher hat sich das Klinikum Herford bei Bielefeld zur Umsetzung präventiver Schutzmaßnahmen während der Pandemie für eine smarte Lösung entschieden: Seit kurzem sorgt im Foyer ein Galaxyport Protect von Wanzl für eine automatische Zutrittskontrolle mit Infektionsschutz.‣ weiterlesen

Anzeige

Getragen auf der Welle der Digitalisierung hat sich die Plattform-Ökonomie in den unterschiedlichsten Industrien entwickelt und ist heute ein wichtiger Faktor, auch im B2B-Umfeld. Das Ziel einer Plattform ist es Partner miteinander zu vernetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Sie schaffen Synergien zwischen Marktteilnehmern und ermöglichen neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen. Auch in der Zutrittskontrolle gewinnen Plattformen zunehmend an Bedeutung.‣ weiterlesen

Die neuen Starterpakete der elektronischen Zutrittsorganisation BlueSmart von Winkhaus bringen alles mit, was für die Verwaltung einer elektronischen Schließanlage benötigt wird. Neben der Software enthalten die Pakete jetzt auch ein handliches Programmiergerät mit intuitiv bedienbarer Touch-Oberfläche.‣ weiterlesen

Seit der Fertigstellung im Jahr 2017 dient die Gazprom Arena dem russischen Fußballverein Zenit St. Petersburg als Stadion für seine Heimspiele. Als Austragungsstätte der Fußball-WM 2018 und Fußball-EM 2021 muss das Stadion dabei auch den strengen Sicherheitsbestimmungen von FIFA, UEFA und ESSMA genügen. Bei der Wahl des Videosicherheitssystems haben sich die Verantwortlichen von Zenit für eine Lösung des deutschen Herstellers Dallmeier entschieden. Dieser sorgt mit seinem Multifocal-Sensorsystem Panomera in vielen Stadien weltweit für Sicherheit.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige