Videoüberwachung ist nicht gleich Sicherheit

Oft setzen Anbieter von Videoüberwachung, um kostengünstige Gesamtlösungen realisieren zu können, neben teuren und nicht selten überdimensionierten Kameras und Videorekordern auf billige Kommunikationskomponenten. Dabei wird meist vernachlässigt, dass die Komponenten zur Datenübertragung für eine zuverlässige Überwachung mindestens genau so wichtig sind. Hier führt übertriebene Sparsamkeit oft dazu, dass das gesamte System nicht die nötige Sicherheit bringt. Optimal auf die jeweilige Anwendung angepasste Gesamtsysteme sind also gefragt, von der Kamera über die eingesetzten Kommunikationsmedien bis hin zum verwendeten Videorekorder, ganz zu schweigen vom passenden Überwachungskonzept.
Sensible bzw. wertvolle Anlagen oder Maschinen an dezentralen Stellen wie Biogasanlagen, Photovoltaikanlagen oder Baustellenfahrzeuge müssen geschützt werden. Bahnhöfe oder Museen fordern ebenso zuverlässige Überwachung wie Banken, Tankstellen oder Supermärkte. Die Art der verwendeten Videoüberwachungslösung unterscheidet sich aber je nach Anwendungsfall und den davon abhängigen Anforderungen deutlich. Trotzdem gibt es einige generelle Fehler, die man in allen Applikationen vermeiden sollte.

Überwachungsaufgabe definieren

Bevor man ein Überwachungssystem einsetzt, ist gute Planung das A und O. Wer wenig Erfahrung hat, sollte hier auf das Know-how kompetenter Anbieter von Videoüberwachungslösungen zurückgreifen. So gilt es zu klären: Welche Teile einer Anlage müssen überwacht werden, welche sind für die Überwachung nicht relevant? Welche Art von Überwachung ist wo gefragt und zu welcher Zeit? Gilt es lediglich zu detektieren, also festzustellen, dass eine Person an einer bestimmten Stelle ist, an der sie nicht sein sollte? Oder ist es sinnvoll, betreffende Personen auch identifizieren zu können? Wo Detektion ausreicht, kann man sich teure hochauflösende Kameras sparen. An manchen Stellen mögen sich Kombinationen aus Detektieren und Identifizieren eignen, sodass detektierende Kameras bei Auftreten von unerwarteten Bewegungen eine identifizierende Kamera antriggern, die sich dann auf den bestimmten Bereich ausrichtet. Weitere Fragen sind: Wie oft müssen Bilder übertragen werden? Immer oder nur bei Bewegung? Reicht es, die Anlage selbst zu überwachen, oder soll die Videoüberwachung bei einem Sicherheitsdienstleister aufgeschaltet werden? Müssen verschiedene Komponenten der Anlage eventuell redundant ausgelegt werden, um maximale Sicherheit zu garantieren? Eine Biogasanlage ist ein gutes Beispiel, anhand dessen sich verschiedene Überwachungsaufgaben und die damit einhergehenden Anforderungen an die eingesetzten Systeme beschreiben lassen. Im ersten Schritt muss zum Schutz vor Saboteuren oder Vandalen das Gelände um die Anlage überwacht werden. Hier werden spezielle Lösungen für Freilandüberwachung benötigt, die entsprechende Distanzen überbrücken und auch bei Dunkelheit zuverlässige Ergebnisse liefern. Dabei ist es im Wesentlichen wichtig zu erkennen, ob sich eine Person im Überwachungsbereich aufhält, nicht aber wer genau diese Person ist. Ähnliches gilt für das Überwachen der Gebäudeaußenhaut. Im Inneren der Biogasanlage dagegen will man schon genau wissen, wer wo ist. Halten sich zum Beispiel im Labor, dem Rechnerraum oder der Leitzentrale unbefugte Personen auf? Auch zum Mitarbeiterschutz sind Überwachungslösungen gefragt, z.B. im Ex-Bereich der Anlage. Gefährliche Bereiche können mit Kameras abgedeckt werden, so dass man sehen kann, wenn eine Person in Gefahr gerät. Auch hier ist es in der Regel nicht relevant zu erkennen, wer die Person genau ist, wesentlicher ist, dass jemand Hilfe benötigt. Ein Bereich, in dem man sehr genau sehen will, was vonstatten geht, ist die Anlieferung. Fährt z.B. ein Anlieferer mit derselben Ware zweimal über die Waage oder werden unerlaubte Fremdkörper abgegeben, die schlimmstenfalls zu einem teuren Anlagenstillstand führen können? Die Szenarien für den möglichen Einsatz von Überwachungslösungen sind also vielfältig, ebenso wie die Anforderungen an die verwendeten Komponenten. Gut also, wenn der Lieferant ein breites Portfolio hat, aus dem man für jeden Anwendungsfall die maßgeschneiderte Lösung auswählen kann und darüber hinaus die entsprechende Beratung liefert.

Netzwerkkommunikation ist Teil des Überwachungssystems

Nach der konzeptionellen Planung einer Überwachungslösung folgt die Umsetzung mit konkreten Komponenten. Neben der richtigen Wahl der eingesetzten Kameras und Videorekorder, ist aber die Auswahl geeigneter Kommunikationskomponenten relevant für die Zuverlässigkeit der Gesamtlösung. Die Welotec GmbH aus Laer im Münsterland bietet daher beides an: Als offizieller Distributor von Hikvision hat das Unternehmen hochwertige Komponenten für die Videoüberwachung im Produktprogramm. Diese werden ergänzt von der Produktsparte ‚industrielle Kommunikation‘, deren Komponenten eine zuverlässige Datenübertragung nach Industrievorgaben ermöglichen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass beispielsweise gerade bei den eingesetzten Switches oft gespart wird. Diese haben dann für den Anwendungsfall keinen ausreichenden Temperaturbereich, sind für den Einsatz in rauen Bedingungen nicht robust genug oder bringen nicht den benötigten Witterungsschutz mit. Das Einschließen in ein wetterfestes IP67-Gehäuse kann weitere Probleme bringen, statt diese zu lösen: Die Wärme des Switches wird nicht abgeführt, er überhitzt und fällt über kurz oder lang aus. Die Wahl eines ungeeigneten Switches führt also nicht selten zu Kommunikationsausfällen, so dass von einer noch so guten Kamera keine Daten mehr übertragen werden. Hier können die managed und unmanaged Ethernet-Switches von Sixnet mit Gigabit-Ethernet- und Glasfaseranschlüssen ihre Vorteile ausspielen. Sie sind von Haus aus sehr robust und bieten einen großen Betriebstemperaturbereich.

Sichere Kommunikationswege

Auch bei den eingesetzten Kommunikationswegen werden oft Fehler gemacht. Es geht dabei um weit mehr als um die Frage Kupferkabel oder Lichtwellenleiter abhängig von Übertragungsdistanzen und Anzahl der angeschlossenen Kameras. Geklärt werden muss auch, ob die Kommunikationsleitungen robust genug sind für den Außeneinsatz. Beeinflussen hohe Temperaturen oder Sonneneinstrahlung die Leitungen kurz- oder langfristig? In hochsensiblen Anwendungen stellt sich darüber hinaus die Frage: Wie sicher ist die eingesetzte Kommunikationsleitung vor Manipulation? Muss z.B. ein Telefonanschluss außerhalb eines Gebäudes, der relativ leicht aus dem Verkehr gezogen werden kann, durch ein redundantes Kommunikationssystem abgesichert werden? Denkbar ist hier eine kabellose Lösung z.B. über Mobilfunk. Auch hier bietet Welotec eine breite Auswahl an geeigneten Mobilfunkroutern, die für eine sichere Kommunikation auch die notwendige Verschlüsselung mitbringen. Mit ihnen lassen sich flexible Lösungen realisieren, von solchen, bei denen im Notfall lediglich einen Alarm per Mobilfunk übertragen wird, bis hin zu Lösungen, bei denen über Mobilfunk Live-Bilddaten kabellos übertragen werden.

Mobile Sicherheitsüberwachung

Die kabellose Datenübertragung erschließt darüber hinaus noch weiterer Anwendungsbereiche bzw. erweitert die Möglichkeiten von Sicherheitslösungen. So können damit Überwachungsdaten nicht nur an eine ortsfeste Zentrale übertragen werden. Ein Einsatzfahrzeug kann ebenfalls mit einem Überwachungsmonitor ausgestattet sein. Dadurch können die Sicherheitskräfte bei der Fahrt zum Einsatzort sehen, wo genau sich ein Eindringling gerade befindet. Oder der Betreiber der zuvor erwähnten Biogasanlage erhält direkt auf sein Handy Informationen über Probleme in der Anlage. Ein weiterer Einsatzfall für Lösungen zur mobilen Sicherheitsüberwachung findet sich auf Baustellen. Baustellenfahrzeuge stellen einen beachtlichen Wert dar. Hier sind die Sicherheitsexperten aus dem Münsterland derzeit an der Entwicklung eines mobilen Sicherheitscontainers beteiligt. Auf dem Dach des Technikcontainers installierte Kameras überwachen einen Umkreis von 80m. So lassen sich Diebstähle an Baustellen deutlich reduzieren. Und sollte es dennoch zu einem Diebstahl kommen: In Kombination mit GPS-Ortungsgeräten aus dem Produktprogramm der Sicherheitsexperten, die in die Baustellenfahrzeuge eingebaut werden, lassen sich gestohlene Maschinen und Fahrzeuge schnell wieder auffinden. Egal in welchem Fall Sicherheitslösungen gefragt sind, die Experten aus Laer im Münsterland können mit den passenden Komponenten und fachkundiger Beratung unterstützen. So lassen sich für viele Anwendungsfälle ausfallsichere Lösungen realisieren, von der Kamera über die Datenübertragung bis hin zur Datenaufzeichnung.

Kasten 1: Komplettangebot für CCTV-Videoüberwachung

Der Markt für Videoüberwachung wächst stetig. Deshalb bietet Welotec als offizieller Distributor der Hikvision Digital Technology Co. in Deutschland hierfür eine breite Produktpalette. Angeboten werden Lösungen zur Videoüberwachung angefangen von IP-Kameras über analoge Kameras in Standard- und Dome-Ausführung bis hin zum digitalen Videorekorder (DVR), Netzwerk-Video-Rekorder (NVR), digitalen Video-Server (DVS), Network-Attached-Storage (NAS) und Videokarten für Computer.

Kasten 2: Switches für industrielle Kommunikation

Die Ethernet-Switches für industrielle Kommunikation von Sixnet vereinen die Vorteile aus zwei Welten: die hohe Performance und Sicherheit von Enterprise-Class-Switches und die Robustheit von Industriegeräten. Eine breite Produktpalette mit vier Produktfamilien angefangen von der wirtschaftlichen Einsteiger-Serie bis hin zur sehr robusten EL-Serie für extrem anspruchsvolle Umgebungsbedingungen bietet für viele Anwendungen die richtige Lösung. Die Geräte überzeugen durch Redundanz, hohe Netzwerksicherheit und zuverlässiges Netzwerkmanagement. Ein modularer Aufbau mit SFP-Ports ermöglicht individuelle Kombinationen aus Kupfer- und Glasfaserports. Die Ethernet-Switches sind zertifiziert nach IEC61850 und IEEE1613 und erfüllen alle Anforderungen nach EN50155, EN50121-4, NEMA TS2 sowie ABS/DNV/Lloyds. Damit erschließen sie sich breite Einsatzfelder: Angefangen von der Öl- und Gasindustrie über Bahnanwendungen, die Fabrikautomation, maritime und Offshore-Anwendungen bis hin zum Transportwesen. Gerade auch im Energiesektor bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, sei es in Umspannwerken, im Bereich der erneuerbaren Energien oder im Smart Grid.

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