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Video-Sicherheitssysteme: Die Zukunft ist hochauflösend

Seit dem 30. April 2012 ist die analoge TV-Ausstrahlung über Satellit Geschichte. Die analogen Frequenzen wurden benötigt, um mehr Bandbreite für das digitale Satelliten-Fernsehen für eine größere Programmvielfalt und das qualitativ bessere HD-Fernsehen zur Verfügung stellen zu können. Und auch bei Video-Sicherheitssystemen ist eine ähnliche Entwicklung Richtung digitale Technologie abzusehen. Für wen sich der Umstieg von der analogen auf die IP-basierte Netzwerktechnologie lohnt, welche Vorteile diese für Kunden und Installateure mit sich bringt und was man beachten sollte, zeigt der folgende Beitrag.
Experten gehen davon aus, dass der Markt für Sicherheitssysteme in den kommenden fünf Jahren um 25 bis 30% pro Jahr wachsen wird. Zwar dominiert die analoge Technologie bislang weiterhin den Markt – laut einer aktuellen Studie liegt der Anteil der analogen Systeme weltweit noch bei fast 70% -, diese Technik gilt aber als Auslaufmodell. Die Zukunft ist hochauflösend: Auch bei der Videoüberwachung sind die Megapixler stark im Kommen. Netzwerkkameras, oder auch IP-Kameras genannt, bieten den Benutzern die Möglichkeit, Video über ein IP-Netzwerk (LAN/WAN/Internet) zu überwachen und aufzuzeichnen – häufig mit großem Zusatznutzen und hoher Bildqualität. So sind gerade im sensiblen Sicherheitsbereich hochwertige Bilder oft unerlässlich. Ein IP-Megapixel-System ist hier die richtige Wahl. Eine Netzwerkkamera von Mobotix mit 3,1 Megapixel zeichnet beispielsweise rund 30-mal mehr Details auf als eine analoge Kamera. Aufgrund der hohen Auflösung sind weniger Kameras im Vergleich zu analogen oder regulären IP-Systemen notwendig, um die gewünschten Bildbereiche zu erfassen. Auch die akustische Überwachung spielt eine immer größere Rolle. Bei analogen Systemen ist Audioüberwachung jedoch nur möglich, wenn separate Audioleitungen vorhanden sind. Netzwerkkameras mit integriertem Audio hingegen zeichnen Audiodaten auf und synchronisieren diese mit den Videodaten. Oder sie integrieren die Daten sogar in denselben Videostrom und senden sie anschließend zur Überwachung und/oder Aufzeichnung über das Netzwerk zurück.

Umweltschonend und flexibel

Netzwerkkameras müssen nicht an einen PC angeschlossen werden. Sie arbeiten unabhängig und können an jeder kompatiblen IP-Schnittstelle mit dem Netzwerk verbunden werden. Während eine analoge Videokamera einen direkten Anschluss ans Stromnetz benötigt, kann eine Netzwerkkamera den Strom mittels Power over Ethernet oder auch über das ISDN-Kabel beziehen. Der daraus resultierende, geringe Stromverbrauch – bei einer Kamera von 3 bis 4W – bringt nicht nur Kostenvorteile mit sich, sondern schont vor allem im Sinne von ‚grüner IT‘ die Umwelt. Ein weiterer Vorteil der netzwerkbasierten Lösung liegt in der Steuerung und den Zugriffsmöglichkeiten auf die Systeme. Monitore, mit denen die Aufzeichnungen der Kamera betrachtet werden, können sich an weit entfernten Orten befinden. Während eine analoge Kamera üblicherweise über eine Kabelverbindung mit den zugehörigen Monitoren verbunden ist, benötigt eine Netzwerkkamera lediglich eine Anbindung ans Internet, damit ihre Daten von allen autorisierten Internet-Teilnehmern betrachtet werden können. Eine Netzwerkkamera kann aus der Ferne alle möglichen Anweisungen bekommen und bei Bedarf auch mit neuer Software aktualisiert werden. So kann beispielsweise die Kamera gedreht, geschwenkt, geneigt und gezoomt werden. Auch die Auflösung und der digitale Zoom sind fernbedienbar. Es existieren außerdem Systemlösungen, die den weltweiten Standard der Telefonie SIP verwenden. Dieser ermöglicht es, im Alarmfall einen Anruf auf eine vordefinierte Telefonnummer auszulösen. Zudem sind netzwerkbasierte Systeme durch Fremdsysteme erweiterbar: Brand- oder Einbruchmeldeanlagen, Gebäudemanagement und Zutrittskontrolle lassen sich integrieren. Analoge Systeme bieten diese Möglichkeiten dagegen nicht.

Hohe Bildqualität trotz kleinem Netzwerk

Hochaufgelöste Bilder produzieren in der Regel enorm hohe Bildraten, die vorhandene Netzwerke überlasten würden. Generell ist die Annahme verbreitet, dass die Grundlage für die Installation eines hochauflösenden Video-Sicherheitssystems immer ein hochperformantes und großzügig ausgelegtes Netzwerk mit hohen Bandbreiten ist. Denn die Daten der Videokameras werden zur Verarbeitung und Aufzeichnung auf einen zentralen PC geschickt und dort per Video-Management-Software weiterverarbeitet. Scheiden damit hochauflösende Videosysteme für etliche Unternehmen aus, deren Netzwerk zu geringe Ressourcen bereitstellt und wo Budgets für eine Modernisierung nicht bereit stehen? Nein, denn neben klassischen zentralen Anlagen, die wegen der großen Anzahl an benötigten PCs für hochauflösende Systeme weniger geeignet und unrentabel sind, bietet ein dezentrales Konzept einen Ausweg aus dem Dilemma. Hier befindet sich in jeder Kamera ein Hochleistungsrechner und bei Bedarf ein digitaler Langzeit-Flashspeicher (MicroSD-Karte) zur mehrtägigen Datenaufzeichnung. Dieses System benötigt weniger Netzwerk-Bandbreite, weil die Daten in der Kamera selbst verarbeitet werden und so die hochauflösenden Bilder nicht andauernd zur Auswertung transportiert werden müssen. Dank der dezentralen Lösung können Livebild-Übertragung, Aufzeichnung und Ereignisrecherche gleichzeitig erfolgen. Die kamerainterne Datenspeicherung überbrückt auch längerfristig Netzwerkausfälle oder Bandbreitenschwankungen.

Der Umstieg auf netzwerkbasierte Systeme

Die Umstellung von einem analogen Sicherheitssystem auf IP-basierte Netzwerkkameras kann auf vielerlei Arten vollzogen werden. Sind IP-basierte Netze in Unternehmen bereits vorhanden – was vorwiegend der Fall ist -, ist der Aufbau eines IP-Sicherheitssystems zumeist relativ einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen. So kann die vorhandene Infrastruktur bereits für Kamerasysteme genutzt werden – das spart Zeit und Kosten. Für ein analoges CCTV-System müssen dagegen häufig erst Koaxialkabel verlegt werden. Ein Problem und Kostenfaktor stellt bei analogen Kameras die Stromversorgung dar, die zusätzlich installiert werden muss. IP-Kameras nutzen häufig den IEEE802.3af-Standard für Power over Ethernet (PoE). Soll ein analoges System weiter genutzt, aber um eine Netzwerklösung ergänzt werden, bietet sich die Verwendung eines Encoders oder auch Videoservers an, um die analogen Geräte in das System zu integrieren. Ein Videoserver verschafft den analogen Geräten neue Funktionen und macht dezidierte Komponenten wie Koaxialkabel, Monitore und Videorecorder überflüssig. Videoserver verfügen meist über ein bis vier Analogschnittstellen zum Anschließen von Analog-Kameras sowie über eine Ethernet-Schnittstelle für die Anbindung an das Netzwerk. Ebenso wie Netzwerkkameras verfügen sie über einen integrierten Webserver, einen Komprimierungschip und ein Betriebssystem, damit eingehende Analogdaten digitalisiert, übertragen und über das Computernetzwerk aufgezeichnet werden können.

Fazit

Für Unternehmen, die ein Sicherheitssystem neu aufsetzen wollen, geht der Trend zu Netzwerklösungen. Sollen Sicherheitssysteme in Zukunft ausgeweitet oder mit anderen digitalen Anwendungen integriert werden, so sind Netzwerk-Videolösungen die erste Wahl. Setzt man dabei auf das dezentrale Konzept, so lassen sich auch hochauflösende Sicherheitssysteme ohne große Netzwerkmodernisierung realisieren. Aber auch Systeme, die sowohl die analoge Kameratechnik als auch modernste IP-Kamera-Technologie intelligent und effizient unterstützen, sind heute plan- und installierbar. Sie bieten eine Lösung für Unternehmen, die bereits über eine analoge Sicherheitsanlage verfügen.

INFORMATION
Vorteile einer Mobotix-Lösung:
– Höhere Detailschärfe reduziert Kameraanzahl + Installationskosten
– Geringer Stromverbrauch
– Hochauflösende Bildqualität
– Geringer Wartungsaufwand
– PC/Server werden nicht benötigt
– Kostenfreie Software MxControlCenter/MxEasy

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