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Vernetzungstechnologie EEBus:

Durchbruch für das
vernetzte Haus

Im 20. Jubiläumsjahr des Internets gibt es endlich offene und übergreifende Konzepte für das Smart Home. Dafür sorgt die Vernetzungstechnologie EEBus. Diese wurde mit Unterstützung der Bundesregierung durch das Kölner Unternehmen Kellendonk Elektronik entwickelt – zunächst mit dem Fokus auf den Energiebereich.

 (Bild: EEBus Initiative e.V.)

(Bild: EEBus Initiative e.V.)


Als 1993, vor genau 20 Jahren, das Internet für die öffentliche Nutzung freigegeben wurde, träumten die ersten Pioniere direkt vom schnellen Durchbruch für das vernetzte Haus. Die Experten schlussfolgerten nämlich: Mit einer Datenautobahn für jedermann könne man ja auch alle elektronischen Geräte miteinander verbinden. Endlich schien es die technischen Voraussetzungen zu geben, das perfekte Smart Home zu verwirklichen. Das würde den Komfort beim Leben sowie Arbeiten deutlich steigern. Doch trotz der anfänglichen Euphorie konnte die Idee nicht so schnell wie erhofft umgesetzt werden. Denn die verschiedenen gebäudeinternen Kommunikationssysteme, die sich in der Vor-Internet-Zeit entwickelt hatten, harmonierten nicht so einfach miteinander. So gab es zwar endlich die theoretische Möglichkeit, dass Beleuchtung, Heizung und Küchengeräte miteinander Informationen austauschen. Doch ob die übermittelten Botschaften auch richtig verstanden wurden, war eher Glücksache. Innerhalb der jeweiligen Technologien war die Kommunikation kein Problem, doch sobald diese Informationen zwischen den etablierten Sprachräumen – wie KNX, ZigBee oder EnOcean – ausgetauscht werden sollten, offenbarten sich viele Probleme. Es herrschte quasi ein babylonisches Sprachgewirr. Das verhinderte beispielsweise in vielen Fällen, dass die elektrischen Jalousien und die Heizungssteuerung aufeinander abgestimmt werden konnten. Jahrelang führte dies zu einer Blockade der Entwicklung beim Smart Home.

Interoperabilität zwischen Gewerken und Marken

Auf den ersten Blick ein anderer Themenschwerpunkt – in der Sache aber eine ähnliche Herausforderung – ist der Umbau des Energiesystems zu einem Smart Grid. Kernüberlegung ist dabei eine Vernetzung der Energiewirtschaft mit den (Strom-) Verbrauchern um die Nachfrage an das wegen des steigenden Ökostrom-Anteils immer volatilere Energieangebot anzupassen (Verbrauch folgt Erzeugung). Zu diesem Zweck muss eine gewerkeübergreifende Kommunikation störungsfrei möglich sein. Im Kleinen müssen dann z.B. Informationen über den Stromverbrauch im Haushalt, etwa den Start des Trockners oder der Wärmepumpe, mit der Energieproduktion der Solaranlage abgestimmt werden. Im Großen müssen kritische Netzzustände zu flexibleren Stromabnahmen oder Einspeisungen führen. Und so starteten 2008 das Bundeswirtschafts- und das Bundesumweltministerium das E-Energy-Programm, in dessen Rahmen das Kölner Unternehmen Kellendonk Elektronik für den Bereich Smart Consumer den Vernetzungsansatz EEBus entwickelte. Dieses umfassende Konzept soll über eine Vernetzung der elektrischen Geräte eine höhere Energieeffizienz ermöglichen. Ziel ist eine Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Gewerken, und somit auch zwischen Geräten unterschiedlicher Marken zu realisieren.

Smart Grid und Smart Home vernetzen

Gefördert durch das BMWi gründete sich hierzu parallel Mitte 2012 das ‚Zertifizierungsprogramm Smart Home + Building‘. Der federführende Verband VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) kooperiert dabei mit Netzwerk- und Technologie-Partnern (u.a. mit dem DAI-Labor an der TU Berlin, dem Dialog Institut, Connected Living und dem Entwickler Kellendonk Elektronik). Ziel des Zertifizierungsprogramms ist es, gemeinsame Standards und eventuell auch Prüfsiegel oder Labels für systemübergreifende Anwendungen zu entwickeln und Deutschland auf diese Weise zum Leitmarkt und Leitanbieter zu machen. Angestrebt wird dabei etwa, das Zusammenspiel aller vernetzten Komponenten mit einem Label nach außen sichtbar darzustellen. In einem branchenübergreifenden Ansatz sollen die Branchen Haustechnik, Energietechnik, Haushaltsgeräte, Kommunikationstechnik und Consumer-Elektronik zusammengebracht werden. Use-Cases, Prüf- und Testverfahren werden gemeinsam entwickelt und ausgewertet.

Interoperabilität zwischen

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