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Vernetzte Wohnwelt –
Das T-Com-Haus

Es steht im Herzen von Berlin zwischen Friedrichstraße und Potsdamer Platz, das T-Com-Haus. Die Bauzeit von nur drei Monaten war rekordverdächtig. Das Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Telekom, WeberHaus, Siemens und Neckermann hatte das Ziel, dem Otto-Normalverbraucher den Nutzen moderner Breitbandtechnik im privaten Haushalt zu präsentieren. Im Juli 2006 schloss das Haus nach 16 Monaten und dem Besuch von rund 18.000 Gästen seine Pforten und wird jetzt zum Verkauf angeboten.
Bilder: T-Com
Wie könnte das Haus der Zukunft aussehen? Diese Frage bekam man in dem T-Com-Haus in der Berliner City beantwortet. Das Hightech-Haus ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Telekom, WeberHaus, Siemens und Neckermann, und es gab mehrere Möglichkeiten es zu begutachten. Zum einen fanden kostenlose öffentliche Führungen statt. Des Weiteren hatte man die Chance, das Haus der Zukunft auf einer der zahlreichen Sonderveranstaltungen und Events zu bewundern, und letztendlich konnte man sogar mehrere Tage in dem komfortablen Wohnheim übernachten. Jede Woche hatte ein anderes Bewohnerteam die Möglichkeit, das digitale und schnurlos vernetzte Wohnen zu testen. Für einen solchen Aufenthalt gab es mehr als 80.000 Interessierte. Die Erwartungen wurden laut Gesamtprojektleiter Carsten Schindler bei Weitem übertroffen. „Bereits wenige Monate nach dem Start hatten wir aufgrund dieser gewaltigen Resonanz eine Verlängerung des Projekts bis Mitte Juli 2006 beschlossen“, so Schindler. Die Besucher und Probebewohner bekamen im T-Com-Haus viele Möglichkeiten gezeigt, wie man das alltägliche Leben im privaten Haushalt erheblich komfortabler machen kann. Dies wurde mit modernster Kommunkations- und Haustechnik umgesetzt. Die Gäste konnten Lösungen rund um Kommunikation, Unterhaltung, Information und Hausautomation erleben und ausprobieren. Die Devise hieß also: „Sehen, berühren, testen“.

Architektur, Inneneinrichtung und Technologie

Entwurf und Architektur wurden speziell von dem Fertighaushersteller WeberHaus für das T-Com-Haus entwickelt. Für die gesamte Inneneinrichtung, von den Möbeln bis zur Raumdekoration, war das Versandhaus Neckermann zuständig. Siemens sorgte mit zukunftsweisenden Lösungen für Entertainment, Kommunikation und Hausautomation für die Technikausstattung. Die Basis für die Vernetzung des T-Com-Hauses bildeten WLAN und DSL. Für die Projektverantwortlichen stand der Nutzen für den Kunden und die einfache Bedienbarkeit im Vordergrund. Insellösungen aufgrund unterschiedlicher Basistechnologien gab es nicht. Sämtliche Produkte, Anwendungen und Endgeräte – vom Telefon, Fernseher und Computer über die Sicherheitsanwendungen bis zu den intelligenten Haushaltsgeräten – waren in einem Gesamtkonzept integriert.

Zentrale Steuerung per PDA

Die zahlreichen Geräte und Anwendungen werden im T-Com-Haus mit einem WLAN-fähigen „Personal Digital Assistent“ (PDA) bedient. Über eine zentrale Mediendatenbank lassen sich alle Räume im Haus mit Texten, Musik, Bildern und Videos versorgen. Nachrichten, die per Telefon, SMS, MMS oder E-Mail im Haus eintreffen, können mit dem PDA auch unterwegs empfangen werden. Gleich beim Betreten des Hauses wird man mit dem „Family Whiteboard“, einer interaktiven Pinnwand, konfrontiert. Jedes Familienmitglied hat hier ein eigenes Postfach, in dem sämtliche Nachrichten wie E-Mails oder SMS/MMS gespeichert und individuell abrufbar sind. Auch andere Informationen wie das aktuelle Wetter oder Staumeldungen bekommt man hier. Die Funktionen von Heizung, Lüftung, Licht, Rollläden und Hausgeräten werden über ein EIB-System (European Installation Bus) zentral gesteuert. In jedem Raum befindet sich ein Multifunktionsbildschirm. So kann man sich beim Baden einen Film ansehen, in der Küche das Kochrezept im Internet nachschauen oder im Bett beim Frühstück in einer elektronischen Zeitung lesen. Moderne Technik kann auch für das Wohlbefinden und die gute Gemütslage der Bewohner sorgen. Mit dem Mood-Management ist man in der Lage, über einen Würfel per Knopfdruck die Wohnatmosphäre an die ndividuelle Stimmung anzupassen. Je nach Laune wird das passende Licht oder die geeignete Musik ausgewählt. Auch die Sicherheit kommt in dem Hightech-Haus nicht zu kurz. Die Alarmanlage wird automatisch aktiviert. Über im Haus installierte Überwachungskameras lässt sich auch von unterwegs prüfen, ob z.B. die Kaffeemaschine wirklich aus ist oder ob der Wasserhahn tatsächlich zugedreht wurde. Bei Abwesenheit simuliert die Beleuchtung einen normalen Tagesablauf, um Diebe fernzuhalten.

Sinnvolle Technik oder überflüssiger Schnickschnack?

Das T-Com-Haus ist bis unter das Dach vollgestopft mit modernster Technik. Dabei gibt es sicherlich einige Anwendungen und Funktionen, die für den Alltag sinnvoll sind, und andere, die weniger dazu beitragen, das Leben der Bewohner zu erleichtern. Ist es wirklich notwendig, dass die Türklingel auch auf dem Handy klingelt, oder dass man die Möglichkeit hat, die Beleuchtung des Wohnzimmers in verschiedenen Farbtönen zu gestalten? Was erleichtert das alltägliche Leben und was ist überflüssiger Schnickschnack? Hier gehen die Meinungen auseinander. Während die Skeptiker oftmals wegen der manchmal doch noch komplizierten Bedienung einiger Anwendungen nicht sehr angetan sind, reagieren Technik-Fans mit Begeisterung. Das Projekt war laut Veranstalter sehr erfolgreich. „Heute können wir uneingeschränkt bilanzieren: Mit dem T-Com-Haus haben wir die Menschen fast anderthalb Jahre auf ganz außergewöhnliche Weise für das Thema Breitbandtechnologie begeistert“, so Gesamtprojektleiter Carsten Schindler. Das Haus soll jetzt verkauft und in Berlin ab- und auf dem neuen Grundstück der Käufer wieder aufgebaut werden. Ähnliche Projekte, die den Konsumenten zeigen sollen, wie in naher Zukunft Wohnen mit jeder Menge Technik den Alltag erleichtern und bereichern kann, gibt es z.B. in München oder in Duisburg (siehe Kasten).

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Vernetzte Häuser im Internet

www.futurelife.ch
www.haus-der-gegenwart.de
www.inhaus-duisburg.de
www.integrated-house.de

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