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Unsichtbarer Klang
im ganzen Haus

Multiroom Systeme sind bei Bauherren gefragter denn je – die Hersteller entwickeln immer neue Anwendungen auf Basis des Standards KNX. KNX ist die Weiterentwicklung des BUS-Standards EIB, der die Vernetzung der Haus- und Gebäudeinstallationen bei zugleich komfortabler Benutzerführung ermöglicht. KNX-Geräte müssen geprüft und zertifiziert sein. Das System entspricht europäischen und internationalen Normen (EN 50090, ISO/IEC 14543).
Aus dem Lautsprecher in der Küche klingt Popmusik, im Bad hört man eine italienische Arie, im Kinderzimmer hext Bibi Blocksberg. Nur wenige Klicks am Computer oder dem Touchpanel, und in jedem Raum ertönt die gewünschte Musik. Intelligente Gebäudesystemtechnik auf Basis des Standards KNX sorgt für eine variable Steuerung der Multimediatechnik im gesamten Haus. Die KNX-Hersteller entwickeln immer komfortablere Lösungen für so genannte Multiroom Systeme, sowohl für den Anwender als auch für den Installateur. Es lohnt sich, diese Lösungen bei der Planung eines Neubaus in Betracht zu ziehen. Mit seinem KNX-Audio System macht der Schwarzwälder Lautsprecherspezialist WHD von sich reden. „Als wir den KNX-steuerbaren Audio-Verstärker AMP 10DC vorstellten, wusste ich, dass wir eine Marktlücke entdeckt haben“, erklärt Geschäftsführer Stefan Huber. Das System ist kompatibel mit den Tastsensoren aus den Schalterprogrammen der KNX-Hersteller und lässt sich über deren Touchpanels und Raumsteuereinheiten regeln. Das gesamte Audio System besteht aus drei Komponenten: Das Herzstück, der Audioaktor, wird im KNX-Verteilerkasten montiert, zwei CAT-7-Kabel verbinden ihn mit dem Vorverstärker, an dem bis zu acht Tonquellen angeschlossen werden. An den vier Ausgängen des Audioaktors werden Endverstärker angeschlossen. Diese passen in handelsübliche Schalterdosen. Von WHD gibt es aber auch Lautsprecher mit bereits integriertem Verstärker. Das System kann in Mono oder Stereo aufgebaut werden und wird mit der ETS-Software von KNX programmiert.

Zahlreiche Kooperationen

Die führenden Hersteller im Bereich Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik selbst bieten keine eigenen Audio- oder Videosysteme an, einige arbeiten stattdessen mit namhaften Herstellern zusammen. Deren Produkte können dann über eine Schnittstelle nach einem ähnlichen Prinzip wie das WHD-Audiosystem in die Gebäudesteuerung integriert werden. Das Unternehmen Busch-Jaeger ist zu diesem Zweck eine Kooperation mit Bang&Olufsen, dem High-End Anbieter für digitale Surround-Sound-Technologie, eingegangen. Das ComfortPanel besitzt eine Infrarot-Schnittstelle zu den Bang&Olufsen Fernbedienungen Beo4 und Beo5. In Verbindung mit der Fernbedienung lassen sich nicht nur alle Video- und Audioanwendungen der Unterhaltungselektronik nutzen, sondern gleichzeitig per Fernbedienung die passende Lichtstimmung dazu ‚zaubern‘. Hersteller Gira kooperiert mit einem anderen Anbieter von Highend-Lösungen im Audio- und Videobereich – der Schweizer Revox GmbH. Mittels eines speziellen Moduls lässt sich die Revox-Audio-Anlage mit dem KNX Standard verbinden. Über eine entsprechende Schnittstelle kann die Multiroom-Anlage mit dem Gira HomeServer angesteuert werden. Mit dem Homeserver lassen sich aber auch andere Audio- und Videosysteme mit entsprechender Schnittstelle universell steuern. Die Zusammenarbeit mit Revox können Interessierte in den Showrooms der Gira Revox Studios live erleben. Mit der Facility-Pilot-Software installiert auf dem Facility-Panel hat auch das Unternehmen Albrecht Jung eine Steuerungszentrale entwickelt, mit der Musikanlagen in die Gebäudesteuerung integriert werden können. Dank der definierten Schnittstelle im Facility-Pilot kann jede beliebige Musikanlage, die diese unterstützt, angeschlossen werden. An den einzelnen Raumcontrollern lässt sich individuell die Lautstärke oder Titelauswahl steuern.

Weltweiter Zugriff

Hersteller Merten ermöglicht mit dem Internet-Controller aus der merten@home-Serie ebenfalls eine Steuerung von Audio- und Videoprodukten. Merten hat mit dem KNX Internet Controller IC1-V2 REG-K ein Steuergerät im Programm, das den Zugriff auf die Gebäudesteuerung per Smartphone, Laptop oder Handheld ermöglicht. Damit kann man nicht nur überall in der Welt die Musikauswahl steuern, sondern auch über bis zu acht angeschlossene Web-Kameras das Haus überwachen. Apple iPod oder iPhone dienen auch bei der neuen Softwareplattform m..myhome der ‚ibs intelligent building services gmbh‘ als Fernbedienung. Im Gegensatz zu anderen Marktlösungen ist über eine integrierte Visualisierung die durchgängige Steuerung der Multimediafunktionen und KNX-Gebäudesteuerung möglich. Steuerungszentrale ist hier ein Apple Mac mini. Über eine USB- oder RS323-Schnittstelle sind die verschiedenen Audio- und Videomedien und die KNX-Gebäudetechnik mit dem Mac mini verbunden. Dieser bündelt die Informationen des Multiroomsystems und stellt per Ethernet eine Verbindung mit der Gebäudesteuerung her. So ist auch eine Bedienung der Multimediatechnik über die Touchpanels und Raumsteuereinheiten der KNX-Hersteller möglich – zum Beispiel mit dem FacilityPilot von Jung, der über einen Prozessanschluss mit m..my-home verfügt.

Komfort im Alltag

Für den technikbegeisterten Musikliebhaber oder Filmfreak bieten die Audio- und Videolösungen mit KNX also eine Fülle von Auswahlmöglichkeiten, mit denen er sein Haus oder seine Wohnung ausstatten kann. Zusätzlich erhält er mit dem KNX Standard eine Vielzahl weiterer Komfortfunktionen, die den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern. Ein wichtiger Punkt bei der Beratung von Bauherren und Renovierern, wenn sie sich über die Elektroinstallation in ihren vier Wänden Gedanken machen.

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