Umfassender Schutz von PV-Anlagen

PV-Anlagen müssen über ihre gesamte Lebensdauer von über 20 Jahren störungsfrei funktionieren. Es ist wichtig, von Beginn an eine solide Planung und hochwertige Installationsmaterialien sowie Schutzkomponenten einzusetzen. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Investition in eine PV-Anlage amortisiert und langfristig lukrative Erträge erwirtschaftet. Obo Bettermann hat mit ProtectPlus ein umfassendes Programm an Bauteilen zur fachgerechten Montage, zur Befestigung, Leitungsverlegung und sicheren Installation sowie zum geschützten Betrieb von Photovoltaik-Anlagen.
Nur Fachkräfte dürfen eine PV-Anlage installieren und in Betrieb nehmen. Dabei müssen die Sicherheitsregeln und die aktuellen Vorschriften beachtet werden. Das Schutzkonzept muss bereits bei der Planung und Installation umgesetzt werden. Gefahren durch Wind- und Schneelasten, Blitzeinschläge und Überspannungen sowie des Brandschutzes sind zu berücksichtigen. Die einzelnen Schutzmaßnahmen dürfen sich nicht gegenseitig beeinflussen. Dazu muss das Schutzkonzept mit den vorhandenen Gebäudemerkmalen abgestimmt werden, zu denen die Statik und, falls vorhanden, Blitzschutzanlagen, Überspannungsschutzmaßnahmen und Brandabschnitte gehören. Obo Bettermann hat mit ProtectPlus einen Systembaukasten mit Komponenten die eine Grundlage für eine saubere und dauerhaft sichere Installation gewährleistet. Komponenten für die einfache und schnelle Montage sorgen gleichzeitig für hohe Sicherheit.

PV-Kabel sicher montiert und geführt

Das Unternehmen bietet als Spezialist für die Kabelführung und Montage in PV-Anlagen neben seinen Kabeltrag- und Steigeleiter-Systemen natürlich auch die unterschiedlichsten Profilschienen aus tauchfeuerverzinktem Stahl oder VA-Material an. Als Spezialist für Installationssysteme hat Obo ein breites Programm für die elektrische Installation. Besondere Vorteile bieten hier z.B. die technisch hochwertigen Kabelabzweigkästen der T-Serie: vom IP-Schutz bis zur Klasse 66 oder einer Flammwidrigkeit sowie der UV-Beständigkeit. Ob Lösungen, die mit Klemmleisten ausgerüstet sind oder mit roten Deckeln für die Notstromversorgung – es gibt für nahezu jeden Einsatzfall passende Produkte. Obo Kabelrinnen bieten Lösungen, die sich in der Industrie, im Gewerbe sowie in PV-Anlagen bewährt haben. Zum Einsatz kommen Systeme aus verzinktem Stahl und Edelstahl. Die Anforderungen an Stabilität, einfache Installation und günstiges Verhalten im Brandfall werden erfüllt. So läßt sich mit den zusammensteckbaren RKS-Magic Kabelrinnen und als Ergänzung mit den Gitterinnen GR-Magic eine effiziente und fachgerechte Montage umsetzen. Für die vertikale Montage ist es möglich, die Steigeleiter-Systeme einzusetzen. Durch die senkrechte Führung mit der notwendigen Zugentlastung können große Höhenunterschiede überbrückt werden.

Brandschutz

Der Elektroinstallateur trägt für seine Arbeit eine hohe Verantwortung. Durch die elektrische Anlage darf die Brandgefahr nicht steigen bzw. muss eine Weiterleitung des Brandes verhindert werden. Das Durchführen von Teilen der PV-Anlage durch den baulichen Brandschutz ist im Bereich der Wand, der Decke oder des Daches nur dann zulässig, wenn diese fachgerecht abgeschottet sind. Kabelinstallationen im Bereich von Flucht- und Rettungswegen sind nachträglich nur zulässig, wenn durch die Montage in geeigneten Brandschutzkanälen der entsprechenden Feuerwiderstandsklasse eine fachgerechte Abschottung gesichert ist. Details regelt die DIN 4102 ‚Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen‘. Vorhandene Brandschutzeinrichtungen dürfen in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden. Um bei einem Brand die Weiterleitung durch die installierten Energie- und Datenkabel in andere Gebäudebereiche zu verhindern sind Abschottungen einzusetzen. Müssen Kabel über Brandschutzwände geführt werden sollten diese im Bereich von mindestens 0,5m rechts und links sowie über der Brandschutzwand durch eine wasserfeste Brandschutz-Bandage geschützt und umwickelt werden. Diese erstickt im Brandfall die weitere Brandausbreitung über die Kabel und verhindert so eine zusätzliche Personengefährdung und eine Totalzerstörung der Gebäude.

Elektrische Installation und Leitungsverlegung

Bei der Auswahl der elektrischen Komponenten sollten die aktuellen Normen wie die VDE0100 und besonders die DIN VDE0100-712 für PV Stromversorgungssysteme beachtet werden. Die Auswahl der Blitzstrom- und Überspannungsschutzgeräte auf der Gleichstrom- (DC-) und Wechselstrom-Seite (AC-Seite) hat nach den Regeln der Technik zu erfolgen. Der Elektroinstallateur haftet mit dem Anschluss der PV-Anlage an das EVN (Energieverteilernetz) für eine fach- und normgerecht installierte Anlage. Die geltenden VDEW-Richtlinien sind zu beachten. Nur durch die sichere Installation und Dokumentation stellt das solare Energieerzeugungssystem einen effizienten und störungsfreien Betrieb sicher.

Blitzschutz

Die Funktion einer vorhandenen Blitzschutzanlage darf nicht durch eine PV-Anlage beeinträchtigt werden. Die erfordert eine gute Abstimmung von Blitzschutz und PV-Anlage. Der Standort der PV-Module muss im Schutzbereich der Blitzfangeinrichtungen sein. Dabei ist ein Trennungsabstand nach DIN VDE0185-305 (IEC62305) einzuhalten. Für eine Vorplanung kann mit einem Trennungsabstand ’s‘ von 0,5 bis 1m gerechnet werden (Quelle: BSW-Merkblatt). Eine genaue Berechnung ist nach VDE0185-305 möglich. Kann der Trennungsabstand nicht durch konventionelle Fang- und Ableitungen hergestellt werden, ist durch den Einsatz der gleitentladungsfreien Obo isCon-Ableitung ein äquivalenter Trennungsabstand von 0,75m in Luft möglich. Somit kann die isCon-Ableitung direkt an die PV Anlage montiert werden, ohne dass der Blitzstrom überkoppelt. Wenn der Trennungsabstand nach VDE 0185-305 nicht eingehalten warden kann, dann muss das PV-System mit der Blitzschutzanlage mit mind. 16mm² Kupfer (25mm² Alu) verbunden werden. Wenn keine Blitzschutzanlage vorhanden ist bzw. der Trennungsabstand eingehalten wird, ist ein Potentialausgleich mit mind. 6mm² Kupfer auszuführen. Wird die PV-Anlage direkt mit den Blitzschutz-Fangeinrichtungen verbunden, sind die Auswirkungen von Blitzteilströmen zu beachten. Am Gebäudeeintritt müssen die Leitungen in den Blitzschutzpotentialausgleich eingebunden werden. Die für den Blitzschutz-Potentialausgleich benötigten Blitz- und Überspannungsschutzgeräte werden abgestimmt auf die Anlage ausgewählt. Hierbei sind die maximale DC-Spannung des PV-Generators und die Topologie des Wechselrichters zu beachten. Bei Fragen und zur Klärung der Ausführung sollte gegebenenfalls eine Blitzschutzfachkraft hinzugezogen werden. Spannungsunterschiede zwischen den Systemen werden durch den Potentialausgleich verhindert. Die Verbindung ist mit mindestens 6mm² Kupfer auszuführen. Hierzu sind auch die Angaben der Modulhersteller zu beachten.

Zusammenfassung

Bereits bei der Planung einer PV-Anlage müssen die gültigen Normen und Vorschriften beachtet werden. Nur ein fachgerecht installiertes PV-System kann mit hoher Sicherheit die berechneten Ziele erreichen. Neben der hohen Verfügbarkeit und der sicheren Energieproduktion, müssen auch die weiteren Risiken berücksichtigt werden. Obo hat mit ProtectPlus einen Systembaukasten zum fachgerechten Blitz- und Überspannungsschutz, zur sicheren Leitungsführung und zum baulichen Brandschutz im Produktportfolio. Durch seinen Kundenservice und mit fachbezogenen Seminaren unterstützt das Unternehmen den Elektroinstallateur zusätzlich.

Intersolar Europe 2011: Halle C3, Stand 450

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