Überwachung der Gebäudetechnik per Smartphone. Servicekosten im Griff

Ab einer gewissen Größe sind moderne Wohn- und Büroimmobilien, öffentliche Einrichtungen und andere Zweckbauten mit umfassenden gebäudetechnischen Systemen ausgestattet. Während sich die Nutzer über jeden Komfort freuen, kann die zunehmende Komplexität der Gebäudetechnik in der Betriebstechnik und Instandhaltung Kopfzerbrechen verursachen. Hier kommt das programmierbare Datenmodem mbSpider mit integrierter Webvisualisierung ins Spiel. Statt eines Kontrollgangs reicht dem Wartungspersonal ein Blick auf das persönliche Smartphone.
Schon heute sind Immobilien jeder Art mit vielfältiger Gebäudetechnik ausgestattet. Neben der Wasser- und Stromversorgung gehören Heizsysteme zur Grundausstattung. Häufig sind auch Klimaanlagen sowie Netzwerk- und Kommunikationstechnik vorhanden. Im Zuge der Energiewende kommt noch die dezentrale Stromerzeugung in Form von Blockheizkraftwerken, Kleinwindanlagen oder Photovoltaik hinzu. Es ist eine Herausforderung, hier den Überblick zu behalten. Je nach Gewerk sind unterschiedliche Daten zu erfassen:
– Temperaturwerte
– Druckwerte
– Drehzahlen
– Betriebsstunden
– Füllstände
– Umgebungsparameter (Rauch, Leckage, Einbruch)

Für die Erfassung dieser Werte direkt vor Ort hat MB Connect Line das programmierbare Datenmodem mbSpider entwickelt. Damit lassen sich Zählerstände, Messwerte, logische Zustände und Analogwerte kontinuierlich aufzeichnen. Die Anbindung an die Gebäudetechnik erfolgt über eine umschaltbare RS 232/485-Schnittstelle, einen Ethernet-Port, digitale und analoge Eingänge sowie einen Relais-Ausgang. Für die einfache Anpassung an den jeweiligen Einsatzzweck sind die Datenmodems mit der mbNet.toolbox ausgestattet. Damit lassen sich Aufgaben wie Signalvorverarbeitung, Datenerfassung oder die Umsetzung proprietärer Kommunikationsprotokolle direkt auf dem Datenmodem realisieren. Über den Relais-Ausgang sind auch direkte Eingriffe wie etwa die Aktivierung eines Notstromaggregats möglich. Die mbNet.toolbox umfasst neben der Webvisualisierung eine Alarmfunktion, eine freie Scriptsprache sowie eine Datenbank und FTP-Server/Client-Funktionalität. Die mbNet.toolbox läuft in einem eigenen Bereich und bietet Zugriff auf die Schnittstelle und die Protokolle des Routers. Die Anwenderprogramme können über TCP/IP, ModbusTCP und S7-ISOTCP kommunizieren oder seriell über die umschaltbare RS 232/485-Schnittstelle. Das Einlesen der Daten und die Signalvorverarbeitung sind per Script-Sprache frei programmierbar. Der Anwender kann ebenfalls frei festlegen, welche Nachrichten und Alarmmeldungen per SMS und E-Mail verschickt werden, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt oder ein Grenzwert überschritten wurde. Zudem lassen sich die erfassten Daten auf einem lokalen USB-Stick speichern oder auf einen FTP-Server übertragen.

Webvisualisierung für Smartphone optimiert

Die integrierte Webvisualisierung sorgt dafür, dass sich das Wartungspersonal oder die Betreiber jederzeit per Smartphone und Tablet-PC über den aktuellen Status der Werte informieren können. Der Aufbau der Visualisierung erfolgt durch das Verknüpfen der mitgelieferten Widgets (Anzeige- und Steuerelemente) mit der Datenbank. HTML- oder Programmierkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. Die Webvisualisierung ist für Smartphones und Tablet-PCs optimiert und mit jedem Standardbrowser darstellbar. Auf spezielle Clients oder Apps wird bewusst verzichtet. Der Anwender und seine IT-Abteilung haben weder Installations- noch Wartungsaufwand bezüglich der Smartphones. Auch die Frage der Kompatibilität ist dank Standard-HTML kein Thema, ebenso der vergleichsweise kurze Lebenszyklus von Smartphones im Verhältnis zur Gebäudeinfrastruktur. Dank integrierter Benutzerverwaltung lässt sich genau festlegen, wer auf welche Daten Zugriff hat. Statistische Auswertungen bleiben dem Betreiber vorbehalten, während für das Wartungspersonal alle instandhaltungsrelevanten Peripheriedaten freigegeben sind. Jeder Anwender kann sich seine Oberflächen aus den für ihn zugänglichen Daten selbst zusammenstellen. Die Verbindung zwischen den Datenmodems und den Smartphones erfolgt entweder über das lokale WLAN oder per Internet. Der mbSpider hat kein WLAN On-Board, kann aber per Ethernet an ein entsprechendes Wireless-Netzwerk angebunden werden. Für den Zugriff per Internet verbinden sich die Alarmmodems über den Ethernet-Port oder GPRS mit dem Fernwartungsportal mbConnect24.

Zentrales Portal als Vermittlungsstelle

Das Fernwartungsportal mbConnect24 dient als intelligente Vermittlungsstelle zwischen dem Servicepersonal und den gebäudetechnischen Anlagen. Für jeden Service-Spezialisten sind individuelle Rechte festlegbar. Mit mbWeb2.go ist ein barrierefreier Zugang zum Portal verfügbar, der speziell für mobile Endgeräte angepasst ist. Die Architektur der Portallösung erfüllt die hohen Sicherheitsanforderungen, die für den Netzwerk-Zugriff von außen gelten. Das Fernwartungsportal ist in drei Ausführungen verfügbar. Bei mbConnect24.net läuft die Portalsoftware als Dienst auf einem Public-Server. Die zweite Variante mymbConnect24.hosted wird auf einem dedizierten Server gehostet und ist über eine eigene IP-Adresse direkt erreichbar. Die Systemverfügbarkeit liegt nach Anbieterangaben bei 99,9% im Jahresmittel. Die Systemleistung ist skalierbar und umfasst im Maximalausbau bis zu 10.000 Industrie-Router. Die dritte Variante ist das Komplettsystem mymbConnect24. Es besteht aus einer Serverhardware mit vorinstallierter Portalsoftware. Das ist für Gebäudeausrüster und -betreiber interessant, die innerhalb ihres Firmennetzes ihr eigenes Serviceportal realisieren wollen. Neben der zentralen Verwaltung aller Benutzer und Anlagen bieten alle Lösungen verschlüsselte Verbindungen über VPN. Die vorkonfigurierten Server werden in zwei Leistungsstufen angeboten: Die Variante ‚Midi‘ unterstützt als Box-Lösung bis zu 250 Benutzer und 50 gleichzeitig aktive Verbindungen. In der Variante ‚Maxi‘ im 19“-Rack sind bis zu 1.000 Benutzer bei 150 gleichzeitig aktiven Verbindungen möglich.

Komfortables Berichtswesen

Neben dem zentralen Verbindungs- und Zugriffsmanagement umfasst das Portal ein detailliertes Berichtswesen. Alle Aktivitäten auf dem Portal werden in einem ausführlichen Verbindungsbericht erfasst, so dass jederzeit festgestellt werden kann, wer wann welche Aktion ausgeführt hat. Damit die Serviceleistungen korrekt abgerechnet werden können, sind den Verbindungsberichten frei definierbare Auftragsnummern zuordenbar. Neue Sortier- und Filtermöglichkeiten für verschiedene Kriterien sowie der Datenexport in eine PDF- oder CSV-Datei runden das komfortable Berichtswesen ab. Das integrierte Alarmmanagement dient zur Überwachung von Grenzwerten und Alarmierung bei Überschreitung. Die Status- oder Alarmmeldung kann per E-Mail erfolgen, bei den Datenmodems mit GPRS-Modem auch per SMS. Es können bis zu 99 SMS-Meldungen hinterlegt werden. Ausgelöst werden die Meldungen über ein getaktetes Signal an den digitalen Eingängen.

Das könnte Sie auch interessieren

Drei Meisterstipendiaten legen erfolgreich Abschlussprüfung ab

Seit 2015 lobt die Initiative Elektromarken. Starke Partner. jährlich zehn Meisterstipendien aus. Die Unterstützung der 17 Markenhersteller erzielte viele positive Resonanzen und trägt bereits Früchte: Drei der Meisterstipendiaten 2016 haben mittlerweile erfolgreich ihren Meisterabschluss in der Tasche. Auch in diesem Jahr lobt sie wieder Meisterstipendien aus.

Anzeige
VDE-Forum zur Deutschen NormungsRoadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘

Vom 5. bis 6. Dezember 2017 findet in der alten Schlosserei der Energieversorgung Offenbach (EVO) das VDE-Expertenforum zur Deutschen Normungs-Roadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘ statt. Bei steigenden Energiepreisen und knappen Energieressourcen hängen Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit immer mehr von der Fähigkeit ab, den Einsatz von Energie möglichst effizient zu gestalten.

Experte für Arbeitgebermarke verstärkt die Elmar-Jury 2017

In diesem Jahr verleiht die Initiative ‚Elektromarken. Starke Partner.‘ erstmals einen Elmar für den besten Arbeitgeber. Die neu geschaffene Kategorie richtet sich an alle Elektrohandwerksbetriebe, die außergewöhnliche sowie innovative Mitarbeiterkonzepte entwickelt und umgesetzt haben. Als Spezialist für das Thema Arbeitgebermarke ist dieses Jahr der deutsche Employer Branding-Stratege Ingo Müller Teil der vielseitig versierten ELMAR-Jury.

German Brand Award für Merten

Schneider Electric gehört mit seiner Marke Merten zu den Preisträgern des German Brand Award 2017, der vom Rat für Formgebung und dem German Brand Institute verliehen wird. Mit dem Award werden erfolgreiche Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation ausgezeichnet.

Grundlagen und Planungshilfen für die Gebäudeautomation

Die Richtlinienreihe VDI3814 ‚Gebäudeautomation‘ wird derzeit vollständig überarbeitet. Ziel ist es, die bisher getrennten Planungsansätze der Anlagenautomation nach VDI3814 mit denen der Raumautomation nach VDI3813 zusammenzuführen. Weite Teile der bisherigen VDI3814 konnten in die EN ISO16484 überführt werden. Die neue VDI3814 soll wieder den aktuellen Stand der Technik in Planung und Ausführung von Gebäudeautomation beschreiben. Unter Gebäudeautomation werden dabei alle Maßnahmen, Einrichtungen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur automatischen Steuerung und Regelung, Überwachung, Optimierung und Bedienung sowie für das Management zum zielsetzungsgerechten Betrieb der Technischen Gebäudeausrüstung verstanden.

Deutsche setzen bei der Beleuchtung auf LED-Technik

LED-Licht spart Energie und damit Kosten. Zudem halten LED-Leuchtmittel um ein Vielfaches länger als konventionelle Leuchtmittel.