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Transparenz der Energieflüsse:
Energie-monitoring in Gebäuden

Mehr als 40% des Energieverbrauchs in der EU entfallen auf Gebäude. Umso mehr lohnen sich dort technische Lösungen, die den Energieverbrauch an Strom, Wasser und Heizenergie nachhaltig reduzieren. Softwarelösungen für ein konsequentes Energiemonitoring – wie sie Siemens mit seinem Powermanager bietet – spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der energieeffiziente Betrieb eines Gebäudes ist nur möglich, wenn Verbrauchswerte konsequent und präzise gemessen und ausgewertet werden können. Auf dieser Basis können Maßnahmen zur bedarfsgerechten Steuerung und nachhaltigen Optimierung des Energieverbrauchs realisiert werden. Für den Einstieg in ein systematisches Energiemanagement gibt es heute Software-Lösungen, die sich genauso einfach implementieren wie anwenden lassen und zugleich detaillierte Auswertungen ermöglichen.

Energieverbrauchsdaten und elektrische Messgrößen

Die Software Powermanager eignet sich in diesem Zusammenhang gut für den einfachen Einstieg in das Energiemanagement. Mit der intuitiv zu bedienenden Lösung lassen sich Energieverbrauchsdaten und elektrische Messgrößen übersichtlich darstellen, speichern und auswerten. Umfangreiche Voreinstellungen machen die Inbetriebnahme schnell und unkompliziert. Für den Einsatz der Software werden lediglich ein Windows-PC und kommunikationsfähige Energieverbrauch-Erfassungsgeräte benötigt, deren Messwerte über Ethernet an die Software weitergegeben werden. Die Energiemonitoring-Software kann vom einfachen System mit zehn Messgeräten selbstverständlich auch zu komplexen Anwendungen erweitert werden. Dabei ist die Anbindung von bis zu 1.000 Geräten möglich, nicht zuletzt in Form einer standortübergeifenden Vernetzung mit verteilten Serverstrukturen. Unabhängig von der Größe der Anlage werden die Werte der Geräte in vorkonfigurierten Tabellen online angezeigt und lassen sich weiterverarbeiten und archivieren. Außerdem stellt die Software Verbrauchsverläufe in Kostenstellenberichten und Ganglinien dar. Der Anwender erhält damit detaillierte Informationen über den Anlagenstatus, die Auslastung sowie das Energieverhalten von Betriebseinheiten. Über Trendanalysen lassen sich bis zu 16 Kurven benutzerdefiniert anzeigen. Die Analyse zeigt sowohl Spitzen in der Einspeisung als auch Lastspitzenverursacher auf der Abgangsseite. Nach deren Auswertung lässt sich das Verbrauchsverhalten so anpassen, dass Lastspitzen reduziert werden. Auf Grundlage der Lastgänge können zudem Energie-Bezugsverträge neu verhandelt und optimiert werden. Ebenso möglich sind die verursachergerechte Zuordnung und Abrechnung der Energiekosten. Eine weitere Standardfunktion von Powermanager ist die Überwachung der angebundenen Geräte: Ereignisse und Meldungen werden dem Anwender am PC angezeigt, damit dieser sofort auf Störungen reagieren kann. Eine Zusatzoption erlaubt es dem Anwender, auf alle Funktionen per Internet zuzugreifen.

Kundenspezifische Anlagenüberwachung

Individuelle Anpassungen lassen sich mithilfe des Optionspakets ‚Expert‘ vornehmen, das neben grafischen Gestaltungsmöglichkeiten auch eine integrierte Skriptsprache enthält. So ist eine kundenspezifische Anlagenüberwachung der Energieverteilung mittels grafischer Darstellung möglich. Die neue Version 3.0 bietet darüber hinaus neue und erweiterte Reportvorlagen, Reaktionspläne, Massenparametrierung sowie virtuelle Messstellen zur Berechung unternehmensspezifischer Kenngrößen und eine bessere Skalierbarkeit. Ebenfalls neu ist die Lastüberwachung, mit der sich vorgegebene Leistungslimits für frei definierbare Zeiträume kontrollieren lassen. Zeichnet sich ab, dass die Grenzwerte überschritten werden, gibt das System Schaltempfehlungen und ermöglicht das Fernauslösen von Leistungsschaltern. Zudem unterstützt die neue Version die Betriebssysteme Windows Server 2008 und Windows 7. Die Gerätedaten des Sentron-Messgeräts 7KT PAC1500 sind vorinstalliert.

Individuelle Planung für unterschiedliche Anforderungen

Wie umfassend und mit welchem Investitionsaufwand das Energiemonitoring betrieben wird, lässt sich individuell planen. Die Möglichkeiten des Powermanager reichen von der einfachen Standardanwendung mit wenigen Messgeräten bis zur an komplexe Anforderungen angepassten spezifischen Lösung mit bis zu 1.000 angebundenen Geräten. Auch die spätere Erweiterung des Projekts um Zusatzfunktionen oder Geräte ist dank eines flexiblen Lizenzkonzepts jederzeit ohne Datenverlust möglich. Die PAC-Messgeräte sowie die Leistungsschalter 3WL und 3VL eignen sich durch ihre Kommunikationsfähigkeit als Messwert-Lieferanten. Die bestehende Infrastruktur mit Modbus-Kommunikation kann ebenfalls eingebunden werden. Der Powermanager entspricht den Anforderungen der neuen Energiemanagement-Norm EN16001. Für den Aufbau der notwendigen Engineering-Kenntnisse und für komplexere Anforderungen bietet Siemens Schulungen an. Die Einführung eines Energiemanagementsystems geschieht in der Regel in mehreren Schritten. Wichtig ist, dass jede für den Energieverbrauch relevante Aktivität im Gebäude einbezogen wird. Geleitet und beaufsichtigt werden soll die Einführung von einem Energiemanager, der mit den Verantwortlichen Verbesserungsmaßnahmen festsetzt, konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erarbeitet und erzielte Ergebnisse an die Geschäftsleitung berichtet.

Fazit: Hohe Effizienz und Verfügbarkeit

Ein zentrales Energiemanagement trägt zu einer dauerhaften Optimierung des Energieverbrauchs in Gebäuden bei. Die Grundlage dafür bietet ein softwarebasiertes Energiemonitoring. So lassen sich durch das Messen und Visualisieren elektrischer Energieflüsse und die daraus abgeleiteten Maßnahmen, beispielsweise durch die Reduzierung von Lastspitzen, Einsparungen bei den Energiekosten von bis zu 20% erzielen. Zudem lässt sich eine hohe Verfügbarkeit der Energieversorgung sicherstellen: Die permanente Überwachung der Energieverteilung sorgt dafür, dass Störungen und Probleme, die zum Ausfall von Anlagen führen können, frühzeitig erkannt und behoben werden. Energiemonitoring-Lösungen für Gebäude sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 28Mrd. Euro erzielte. Das macht Siemens zum weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum 270Mio.t Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Hongkong, London, New York, Tokio, Delhi und Singapur in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

www.siemens.de/lowvoltage

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