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Tiedge-Smarthome: Intelligent bewohntes Musterhaus

Nach einjähriger Bauzeit wurde im September 2012 das Tiedge-Smarthome in Groß-Ammensleben bei Magdeburg feierlich eröffnet. Es ist Musterhaus und Lebensraum zugleich. Das Bauherren-Paar wohnt dort und macht die darin installierte Smarthome-Technologie interessierten Besuchern zugänglich.
Was ist uns für ein erfülltes Leben wichtig? Dieser ganz und gar nicht banalen Frage widmeten sich Nicole Tiedge und Michael Deck. Ein wichtiger Aspekt, so stellten sie dabei fest, ist ein angenehmes Wohnumfeld. Die beiden leben und arbeiten im sachsen-anhaltinischen Groß-Ammensleben und führen dort einen Handwerksbetrieb. Da der Job als Selbstständige nicht gerade stressfrei ist, brauchte das Paar einen Rückzugsort von der Hektik des Alltags, an dem sie Kraft tanken können. Dieser Ort sollte aber bestimmte Anforderungen erfüllen. Holz als natürlicher Baustoff für innen und außen war ihnen wichtig für eine behagliche Wohnatmosphäre und ein ausgeglichenes Raumklima. Das Wohnkonzept ist zudem durch einen weiteren elementaren Bestandteil geprägt: die Barrierefreiheit. Das Wohnen im Alter sollte nicht durch Planungsfehler erschwert werden. Daher beschränkten sich die beiden Bauherren auf ein eingeschossiges Gebäude ohne Keller, um Treppen zu vermeiden. Die Wohnfläche ist mit 90m² ausreichend bemessen, aber nicht zu groß, um später keinen unnötigen Aufwand bei der Raumreinigung bewältigen zu müssen.

Leicht bedienbare, flexible und kostengünstige Hausautomation

Über ihren Familienbetrieb, der Rollläden, Fenster und Türen anbietet, wurden die Bewohner schon früh mit dem Thema Hausautomation konfrontiert. Schnell erkannte das Paar, dass intelligent gesteuerte Technik ihren Alltag heute und später sinnvoll vereinfachen würde. Bei der Wahl des Systems hatten drei Kriterien absoluten Vorrrang: Bezahlbarkeit, Flexibilität und Einfachheit. Die Entscheidung fiel daher auf eine funkgesteuerte Lösung. Die in Groß-Ammensleben verwendete Funktechnik io-homecontrol des Herstellers Somfy steuert zur Zeit Rollläden, Außenjalousien, Markise, Alarmsystem, Beleuchtung und Haustürschloss. Da diese Technologie darauf ausgerichtet ist, sich stetig zu erweitern, sollen in den nächsten Jahren noch weitere Bausteine wie Heizung und Lüftung integriert werden. Die Funklösung funktioniert bidirektional. Das bedeutet, der Nutzer erhält eine Rückmeldung, ob sein Befehl tatsächlich ausgeführt wurde. Bedient werden die Applikationen über Handsender, Wandsender oder über das Internet per Smartphone, Tablet-PC und Laptop. Bei dieser Variante profitiert das Bauherrenpaar von einer selbsterklärenden Bedienoberfläche. Damit lassen sich die einzelnen Produkte ohne Vorkenntnisse zu Gruppen zusammenstellen, unterschiedlichen Räumen zuordnen, mit einer Zeitautomatik koppeln oder auch einfach manuell bedienen. Sogar ganze Wochenabläufe können in Abhängigkeit von Uhrzeit, Datum, Licht, Temperatur und Wetter konfiguriert werden.

Technik und Lebensgewohnheiten verändern sich – das Haus verändert sich mit

Nicole Tiedge und Michael Deck sehen das Wohnen im neuen Heim als stetigen Prozess. Genau wie im Leben wandelt sich die Technik und mit ihr die Nutzungsvielfalt. Das wollen die beiden an ihrem Haus veranschaulichen, indem sie es kontinuierlich mit neuen Systemen ausrüsten. Auf diese Weise ergänzt das Neue die bereits vorhandene Ausstattung auf sinnvolle Weise. Und die Renovierungszyklen können dem Geldbeutel angepasst werden. Wie das Leben mit Hausautomation funktioniert, will das Paar auch anderen erlebbar machen. Deshalb haben sie entschieden, ihr Haus interessierten Menschen vorzuführen. Dass die Bewohner mit ihrem Wohn-/Lebenskonzept einen Nerv getroffen haben, beweist die öffentliche Resonanz. Viele Endkunden, Architekten und Planer haben schon ihr Interesse bekundet, das intelligente Haus zu besichtigen. Außerdem hat das Tiedge-Smarthome den zweiten Preis beim Smart Home Deutschland Award gewonnen – in der Kategorie ‚Bestes Smart Home Projekt 2012‘. Träger und Initiator des Preises ist die SmartHome Initiative Deutschland e.V. Die Schirmherrschaft für den Preis liegt in der Hand des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler.

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