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Stromabrechnung für die Messestände

Mit der Neuen Messe am Flughafen Stuttgart besitzt die baden-württembergische Landeshauptstadt ein modernes Messegelände. Die Versorgung der Messestände mit elektrischem Strom ist dabei eine große logistische Herausforderung. Die Sicherheit der Versorgung steht genauso im Vordergrund wie eine einfache und schnelle Abrechnung der Verbräuche. Die S0-Schnittstelle der elektronischen Wirkstromzähler schafft dazu die Voraussetzung.
Die Versorgung der einzelnen Messestände in den Stuttgarter Hallen erfolgt von unten durch Gänge. An jeden einzelnen Stand müssen daher Leitungen gelegt und angeschlossen werden. Um mit den Ausstellern abrechnen zu können, müssen darüber hinaus Wirkstromzähler angeschlossen werden, die den Stromverbrauch messen. Die Neue Messe Stuttgart hat eine elegante Lösung gefunden: Statt der bei vielen anderen Messen üblichen Ferrariszähler werden elektronische Wirkstromzähler eingesetzt. Diese befinden sich in Schaltschränken in den Versorgungsgängen. Jeder Abgang hat dabei einen eigenen Zähler, der fest eingebaut ist. Die Entscheidung fiel in erster Linie aus Qualitätsgründen auf die Firma Finder. Ein weiterer wichtiger Grund war die kompakte Bauform der Wirkstromzähler. Insgesamt sind in den Schaltschränken unter den Messehallen 1.800 der Messgeräte installiert. Aufgrund des elektromechanischen Prinzips der Messung sind Ferraris-Zähler anfällig für Störungen. Magnetfelder und elektrische Felder können die Messung ebenfalls beeinflussen. Elektronische Zähler haben diese Probleme nicht, da sie die Wirkleistung mittels einer elektronischen Schaltung erfassen. Angezeigt wird die verbrauchte Leistung wahlweise, wie bei den alten Zählern auch, über ein Rollenzählwerk. Bei den neuen 7E-Wirkstromzählern mit digitaler Anzeige sind hingegen über eine 7-stellige LCD-Anzeige nicht nur die verbrauchte Leistung (als Gesamt- und Teilverbrauch), sondern auch die Momentanwerte der Leistung pro Phase oder aller Phasen, Spannung und Strom pro Phase abzulesen. Neben der geringeren Anfälligkeit gegenüber externen Einflüssen bieten die Geräte dem Anwender Vorteile und Funktionalitäten, die mit den bisher üblichen Zählern nicht möglich waren, wie die Möglichkeit, die gemessenen Werte elektronisch zu übertragen. Die verwendeten elektronischen Zähler der Serie 7E – mit und ohne MID-Zulassung – verfügen dazu über eine S0-Schnittstelle, mit der sich die Messwerte bei dezentralen Wirkstromzählern zentral auswerten lassen. Die Geräte lassen sich platzsparend auf einer 35mm-Hutschiene montieren. Eine Bauartzulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) liegt vor. Die Serie erfüllt dabei die Genauigkeitsklasse 1 (1%) bzw. B. Als Zubehör ist eine Abdeck- und Plombierhaube erhältlich, und es werden Versionen für Wechsel- und Drehstrom angeboten.

light+building 2010: Halle 11.0, Gang B, Stand 34

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