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Standard-Büros biologisch wirksam beleuchten

Der Nutzen einer guten Arbeitsbeleuchtung liegt nicht nur im besseren Erkennen von Gegenständen oder Flächen. Erst mit einem biologisch wirksamen Arbeitslicht lässt sich das ganze Potenzial moderner Leuchten ausschöpfen. Dies ist inzwischen in sehr energieeffizienter Form und auch für einfache Standard-Installationen möglich.

(Bild: © boggy22 / iStock / Thinkstock / Esylux)

Dass der Erfolg eines Unternehmens maßgeblich von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz abhängt, ist bekannt und wird auch normenseitig längst berücksichtigt. In Sachen Beleuchtung ist es in erster Linie die Arbeitsstättenrichtlinie, die betont, dass das natürliche Tageslicht dem Kunstlicht jederzeit vorzuziehen ist, und auch Mindestbeleuchtungsstärken für verschiedene Arbeitsbereiche festlegt. Wer sich jedoch ernsthaft mit Beleuchtung beschäftigt, weiß, dass es inzwischen einen Ansatz gibt, der noch viel weiter geht: Eine Steuerung des Kunstlichts, die bewirkt, dass dieses in zentralen Eigenschaften dem natürlichen Tageslicht ähnelt.

Beleuchtung für Vitalität, Konzentrationsvermögen und besseren Schlaf

Was das bedeutet? Ein Blick nach draußen genügt: Am frühen Morgen scheint das natürliche Tageslicht warmweiß und ist noch verhältnismäßig dunkel. Doch schon bald wird es sehr viel heller und enthält aufgrund der Atmosphäre einen sehr hohen Blauanteil. Dieses helle, kaltweiße Licht unterdrückt unter anderem die körpereigene Produktion des müde machenden Melatonins. Auf diese Weise sorgt es dafür, dass der Mensch vitaler wird, sich besser konzentrieren kann und sich wohler fühlt. Gleichzeitig ist das Tageslicht der wichtigste Taktgeber für die innere Uhr des Menschen. Deshalb bewirkt es zugleich einen erholsameren Schlaf in der Nacht. Zu den technischen Voraussetzungen für eine tageslichtähnliche Beleuchtung mithilfe des Kunstlichts gehört zunächst ein ‚Tunable White‘ – also ein veränderbarer Weißton von Kalt- bis Warmweiß – und eine Beleuchtungsstärke, die sich fließend variieren lässt. Beides kann, was Platz und Energieverbrauch betrifft, am effizientesten mit LEDs erreicht werden. Was dann noch bleibt, ist die Frage der Steuerung. Zwar wäre es möglich, sich manuell mit einer hellen, kaltweißen ‚Lichtdusche‘ punktuell mehr Schwung bei der Arbeit zu verschaffen (oder einem dunklen, warmweißen Licht etwas Entspannung in der Pause). Im Arbeitsalltag ist das jedoch wenig praxistauglich. Besser ist es, eine dynamische Veränderung des Lichts automatisch zu realisieren, so dass der Mensch sich nicht darum kümmern braucht. Hinzu kommt, dass die Helligkeit des biologisch wirksamen Lichts in den Spitzenphasen deutlich über denen einer normalen Innenbeleuchtung liegt, was den Energieverbrauch trotz LED wieder ansteigen lässt.

Biologisch wirksames Licht mit energieeffizienter Tageslichtnutzung

Beides spricht für den Einsatz eines sensorgesteuerten Lichtmanagements. Esylux hat hierfür die Quadro-Sets der Serien Nova und Celine entwickelt. Sie sind Systemlösungen für die intelligente Beleuchtung und kombinieren die Steuereinheit Esylux Light Control (ELC) mit einer Präsenz- und Lichtsensorik sowie verschiedenen Typen von Deckenleuchten. Sie sind in Varianten mit einer ’normalen‘ Beleuchtung erhältlich, aber auch in Ausführungen, in die die SymbiLogic Technology von Esylux integriert ist. Diese sorgt nicht nur für eine biologisch wirksame Beleuchtung, sondern auch für deren besonders energieeffiziente Umsetzung. Mithilfe der Lichtsensorik realisiert sie auch beim biologisch wirksamen Licht eine energieeffiziente Tageslichtnutzung. Da es nicht wie sonst um eine statische Beleuchtungsstärke geht, sondern um dynamische Helligkeitsverläufe, handelt es sich hier um eine sogenannte adaptive Konstantlichtregelung. Sie sorgt dafür, dass das biologisch wirksame Licht auch für Standard-Büros erschwinglich bleibt. Zusätzlich achtet die Präsenzsensorik darauf, dass die Beleuchtung nur bei menschlicher Anwesenheit scheint.

Vernetzbar auch für große Installationen

Warum Standard-Büros? Von den biologischen Lichtwirkungen profitieren offensichtlich besonders jene Menschen, die den ganzen Tag über in Räumen arbeiten, lernen oder studieren. Aus diesem Grund handelt es sich bei den Leuchten der Quadro-Sets um Deckeneinlegeleuchten für typische Rasterdecken – der wohl typischsten Deckenkonstruktion in Nichtwohngebäuden, die man in klassischen Büros ebenso antrifft wie zum Beispiel in Bildungs- oder Gesundheitsstätten. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Quadro-Sets besteht allein in der Platzierung von Steuereinheit und Sensorik. Bei der Serie Nova sind diese direkt in die Leuchten integriert, weshalb es dort Master- und Slaveleuchten gibt. Bei den Quadro-Sets der Serie Celine handelt es sich dagegen um vollflächige Leuchten, die mit einer separaten Sensorik sowie mit einer ebenfalls separaten Esylux Light Control kombiniert werden. Die Steuerung des gesamten Systems funktioniert per Dali. Dali bedeutet zwar per se schon eine Vereinfachung der Installation. Da jedoch Zeitmangel auch für Installationsunternehmen eine immer größere Rolle spielt, ist eine eigenhändige Dali-Programmierung bei der Installation der Sets nicht nötig. Die Set-Leuchten lassen sich mit der Masterleuchte oder mit der separaten ELC zudem per einfachem Plug-and-play verbinden. Dies liegt daran, dass die Steuereinheit die Spannungsversorgung für alle Systemleuchten gewährleistet. Die Folge ist eine deutliche Zeitersparnis im Vergleich zu einer Installation mit normaler Verdrahtung. Ähnlich einfach sind die Erweiterungsmöglichkeiten. Zum Skalieren lassen sich bis zu 20 Quadro-Sets miteinander kombinieren. Auf diese Weise kann die zentrale Steuereinheit bis zu zwei Lichtgruppen per Dali-Broadcast steuern, inklusive abrufbarer Szenen. Alternativ lässt sich ein einzelnes Set theoretisch um bis zu 4×25 Dali-fähige Standardleuchten ergänzen. Hierzu dienen die vier in die ELC integrierten Dali-Schnittstellen. Beide Erweiterungsmöglichkeiten lassen sich auch kombinieren. Dies macht Sinn, wenn die Lichtplanung in einem Raum zum Beispiel insgesamt neun Leuchten erfordert. Hier ließen sich dann zwei Quadro-Sets um eine Einzelleuchte ergänzen. Speziell für KNX-Anlagen hat Esylux zudem Ausführungen entwickelt, die sich dank eines integrierten Moduls direkt in die Anlage einbinden und dann zentral steuern und auslesen lassen.


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