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Smart-Home-Apps


Wissen ist Macht

Dieser alte Grundsatz gilt noch immer, auch im Bereich der Gebäudeautomation. Nur wer sich auskennt und weiß, wie man eine Haus- bzw. Gebäudeinstallation so erweitern oder aufbauen kann, dass der Einsatz von Handys oder Tablets möglich ist, wird auch den Kunden überzeugen können. Bei der Vielzahl der auf dem Markt vorhandenen Apps, ist zunächst zu klären, worin der Anspruch an die eigene Leistung besteht. Für den Systemintegrator wird sich die Frage relativ einfach beantworten lassen. Viele der vorhandenen Apps zeigen nur die Zustände der Geräte von einem speziellen Hersteller. Andere Apps wiederum zielen darauf ab, nur ein Kommunikationsprotokoll (z.B. KNX-RF, EnOcean, ZigBee etc.) zu unterstützen. Sobald Geräte weiterer Hersteller mit unterschiedlichem Protokoll in die Anlage eingefügt werden, z.B. MultiMedia mit dem DLNA-Protokoll, wird die App nicht mehr ausreichen. Der Profi benötigt also ein Tool, das ihm die Freiheit gibt, herstellerunabhängig zu sein und auf diverse Kommunikationsstandards zugreifen zu können.

Entscheidungsfindung

Wenn also die erstmalige Entscheidung ansteht, eine Visualisierungssoftware für die Umsetzung eines Smart-Home-Projekts zu wählen, sollten die Randbedingungen bedacht werden. Will sich das Unternehmen auf die Gebäudeautomation konzentrieren oder ist das eine einmalige Angelegenheit? Im Falle der Einmaligkeit ist dringend dazu zu raten, eine fertige Lösung für die gestellte Aufgabe zu suchen. Im Grunde ist das Thema zu komplex für den einmaligen Gebrauch. Besser mag es sein, dass das Unternehmen einen Kollegen bzw. eine Kollegin beauftragt, welche schon Erfahrung in diesem Bereich vorweisen können. Wer in den Bereich Smart Home vordringen möchte, sollte bereit sein, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Möchte ein Unternehmen den immer größer werdenden Markt der Gebäudeautomation im Bereich Smart Home umfänglich bedienen können, sollten die vorhandenen Apps genauer betrachtet werden. Die meisten Apps, die sich in den Stores finden lassen, sind Einzellösungen. Nur einige wenige ausgereifte Produkte finden sich unter den Apps. Für den Systemintegrator sollten Kriterien wie Erweiterbarkeit der anschließbaren Kommunikationsprotokolle, die flexible Gestaltungsmöglichkeit der Oberfläche und die individuell anpassbaren Bedienelemente für jeden Kunden im Vordergrund stehen. Nur so kann der hohe Anspruch, der auf Kundenseite herrscht, auch befriedigt werden. Ganz konkret sollte der Fachmann Folgendes beachten:

  • • Sind die Kommunikationsprotokolle für die geforderten Zwecke ausreichend?
  • • Wird die App gut beschrieben und gepflegt?
  • • Gibt es neben der App auch eine Möglichkeit, aus der gleichen Umgebung heraus eine Oberfläche für Webbrowser oder Bedienstationen zu erstellen? Diese Anforderung ist im Bereich von Zweckbauten oft erwünscht.
  • • Ein weiteres Kriterium kann die Aktualität der App sein. In der Beschreibung zur App wird angegeben, wann das letzte Update erschienen ist. Dieses sollte nicht länger als drei Monate zurück liegen.

Fazit

Der Dschungel an wirklich interessanter Smart-Home-Visualisierungssoftware ist gar nicht so undurchdringlich, wie er im ersten Moment erscheint. Nur einige wenige Softwareprodukte sind in der Lage, den Anforderungen von Profis gerecht zu werden. Diese Produkte sind in der Regel schon lange am Markt vorhanden und überzeugen durch fundiertes Wissen der Entwickler. Eine schnelle Entscheidung für eine App kann dazu führen, dass das Unternehmen nach langer Einarbeitungszeit plötzlich die Grenzen erkennt und feststellen muss, dass es sich um die falsche Wahl gehandelt hat. Planen Sie die Anschaffung von Softwareprodukten – und nichts anderes sind Smart-Home-Apps – für Ihren Betrieb sorgfältig und treffen Sie fundierte Entscheidungen aufgrund Ihrer Anforderungen.

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