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Sicherheit und Energieeffizienz im Treppenhaus erhöhen

Tageslichtabhängige und bedarfsgerechte Lichtsteuerung

Gerade in Treppenhäusern können Präsenz- und Bewegungsmelder erheblich dazu beitragen, Energie einzusparen. Statt in jedem Fall und völlig unnötig das gesamte Treppenhaus zu beleuchten, sorgen sie dafür, dass das Kunstlicht nur dort eingeschaltet wird, wo es tatsächlich gebraucht wird. Problematisch wird dieses Prinzip, sobald der Erfassungsbereich des Melders eingeschränkt ist – z.B. in stark verwinkelten Treppenhäusern. In solchen Fällen wählen Planer und Installateure Melder mit integriertem Akustiksensor, die Personen auch registrieren, wenn diese z.B. in ein Gespräch verwickelt auf der Treppe stehen bleiben. Damit tragen die Melder nicht nur zur erhöhten Energieeffizienz des Gebäudes bei, sondern verbessern gleichzeitig auch die Sicherheit im Treppenhaus. Der folgende Artikel zeigt ein Planungsbeispiel.

 In Fluren sind Melder zur Wandmontage ratsam, da diese aufgrund ihrer Positionierung automatisch eher quer und nicht frontal zur Gehrichtung der Personen installiert sind. So wird eine reduzierte Erfassungsdistanz bei frontaler Annäherung vermieden. (Bild: Esylux Deutschland GmbH)

In Fluren sind Melder zur Wandmontage ratsam, da diese aufgrund ihrer Positionierung automatisch eher quer und nicht frontal zur Gehrichtung der Personen installiert sind. So wird eine reduzierte Erfassungsdistanz bei frontaler Annäherung vermieden. (Bild: Esylux Deutschland GmbH)


In einem Treppenhaus soll die Beleuchtung mithilfe von Präsenz- oder Bewegungsmeldern bedarfsgerecht, d.h. tageslicht- und anwesenheitsabhängig, automatisch geschaltet werden. Ziel ist es, eine intelligente Steuerung zu installieren, die das Treppenhaus in separat zu schaltende Etagengruppen aufteilt. Neben erhöhten Energieeinsparpotenzialen steht vor allem der Sicherheitsaspekt im Planungsfokus: Befindet sich eine Person im Treppenhaus, sollen die Treppenauf- und -abgänge gleichmäßig beleuchtet sein, um so die Gefahr von Unfällen zu senken. Die Planungsanforderung sieht vor, die Steuerungskomponenten in das hauseigene KNX-System einzubinden, um sie intelligent mit anderen Verbrauchern im Gebäude zu vernetzen und so Synergien zwischen unterschiedlichen Gewerken zu schaffen.
Der Präsenzmelder PD-C 180i KNX von Esylux schaltet das Kunstlicht aus, wenn bereits das natürliche Licht die gewünschte Helligkeit bietet. Dadurch ermöglicht er einen geringeren Energieverbrauch bei guten Lichtverhältnissen. (Bilder: Esylux Deutschland GmbH)

Der Präsenzmelder PD-C 180i KNX von Esylux schaltet das Kunstlicht aus, wenn bereits das natürliche Licht die gewünschte Helligkeit bietet. Dadurch ermöglicht er einen geringeren Energieverbrauch bei guten Lichtverhältnissen. (Bilder: Esylux Deutschland GmbH)

Raumseitige Voraussetzungen

Im vorliegenden Fall erstreckt sich das Treppenhaus in einer Gesamthöhe von 15m vom Erd- bis zum Dachgeschoss über fünf Etagen, die durch gerade Innentreppen miteinander verbunden sind (vgl. Grafik oben). Die Länge der Treppenhausflure beträgt neun, die Deckenhöhe 3m. Auf jeder Etage befindet sich eine Etagentür am Ende des Treppenabsatzes – im Erdgeschoss kommt die zentrale Eingangstür des Hauses hinzu. Zusätzlich gelangt über großflächige Fenster Tageslicht ins Gebäudeinnere.

Durch separat zu schaltende Etagengruppen im Treppenhaus, kann zusätzliche Energie eingespart werden. (Bild: Esylux Deutschland GmbH)

Durch separat zu schaltende Etagengruppen im Treppenhaus, kann zusätzliche Energie eingespart werden. (Bild: Esylux Deutschland GmbH)

Planungsempfehlung

Um das ins Treppenhaus einfallende Tageslicht in geeigneter Weise zu nutzen, empfiehlt sich der Einsatz von Präsenzmeldern: So wird – wenn das natürliche Licht ausreichend ist – das Kunstlicht trotz erkannter Bewegung ausgeschaltet, um zusätzlich Energie einzusparen. Zudem sind in den Fluren Melder zur Wandmontage ratsam, da diese quer und nicht frontal zur Gehrichtung der Personen installiert sind. Damit ist eine sicherere Detektion der Passivinfrarot-Technik sichergestellt. Sinnvoll sind hier Wandmelder mit einer 180° Erfassung bei 8m Reichweite. Für eine bestmögliche Erfassung kommt pro Etagengruppe neben den Etagentüren auf einer Montagehöhe von 1,10m je ein Präsenzmelder als Master zum Einsatz. Dieser wird durch einen zum Slave-Gerät deklarierten Melder auf der darüber liegenden Etage erweitert. Die Slave-Geräte liefern dem Hauptmelder immer dann einen Impuls, wenn eine anwesende Person – optisch oder akustisch – erkannt wird. Das jeweilige Stockwerk bleibt so automatisch beleuchtet. Um die Sicherheit im Treppenhaus zu erhöhen, eignen sich besonders Melder mit integriertem Akustiksensor. Auch wenn sich eine Person zwischen zwei Etagen auf der Treppe aufhält, erkennen die Melder über Geräusche die Präsenz und schalten die angeschlossenen Verbraucher. Damit Geräusche aus den angrenzenden Räumen die Melder nicht unnötig aktivieren, ist die Geräuschempfindlichkeit in der ETS (Engineering Tool Software) der Melder einstellbar. Als Teil des KNX-Netzwerks lassen sich mithilfe der Melder sowohl der tatsächliche Lichtwert als auch der Betrieb der angeschlossenen Kanäle über ein zentrales Tableau überwachen. Zusätzlich ermöglicht es das KNX-System auch externe Lichtwerte, z.B. von einer Wetterstation, als Schwellwerte für eine stets gleichbleibende Beleuchtungsstärke zu nutzen.

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