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Schlaraffenland am Strand – Sylter Sansibar setzt auf KNX

Wer kennt sie nicht: Die Sansibar auf Sylt und ihren Besitzer Herbert Seckler. Top-Manager, Sportler und Showstars geben sich hier die Klinke in die Hand. Sie ist bekannt für ihre leckere Küche und eine lockere, gemütliche Atmosphäre. Die legendäre Sylter Sansibar setzt auf KNX – visualisiert mit BAB-Technologie.
Die legendäre Sylter Sansibar ist weit mehr als nur ein Promi-Treff. Gastgeber Herbert Seckler ist gelungen, alles, worauf es in der Gastronomie wirklich ankommt, unter seinem Dach zu vereinen: Der Ausblick auf Meer und Dünen ist grandios und die Einrichtung mit Kerzenschein und viel Holz so warm und behaglich, wie es hier mitten in der Natur nicht besser passen könnte. Qualität steht für Herbert Seckler im Mittelpunkt: Die Gerichte werden nur aus besten Zutaten zubereitet und sind auf Sterne-Niveau – allerdings ohne Firlefanz angerichtet und in Portionen, von denen man satt werden kann. Und auch der Service hebt sich wohltuend von den oft so steifen Gourmet-Tempeln ab: Die Mitarbeiter, allen voran der Chef selbst, strahlen Freude an ihrer Arbeit aus, die auf den Gast überspringt. So fühlen sich hier nicht nur Wolfang Joop oder Günter Netzer wohl – auch ganz normale Familien mit Kindern kehren gerne ein und genießen beispielsweise Currywurst und den fantastischen Spielplatz. Auch im Winter ist die Sansibar stets gut gefüllt. Urlaub oder Ruhetage gibt es hier nicht.

Viel Technik im Hintergrund

Angefangen hatte alles mit einem kleinen Holzhaus, in dem sich heute die Küche, die Theke und der eigentliche Gastraum befinden. Um ihn herum wurden im Laufe der Zeit immer wieder Teile angebaut, sodass mittlerweile 180 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Heizungen unter den Sitzbänken sorgen im Wintergarten auch bei Schnee und Sturm für behagliches Klima, und Heizstrahler auf der Terrasse machen den Außenbereich das ganze Jahr über nutzbar. Damit die Mitarbeiter sich im Trubel nicht zusätzlich noch um die richtige Beleuchtung der einzelnen Bereiche kümmern müssen, entschloss sich Herbert Seckler schon vor Jahren dafür, so viel wie möglich zu automatisieren. Johannes Voss, als Geschäftsführer von Elektro Wilkens in Tinnum auch für das Datennetzwerk und die Kaffeemaschinen in der Sansibar zuständig, installierte darum in einzelnen Bereichen Dimmer und EIB, um Lichtszenen möglichst komfortabel abrufen zu können. Weitere Funktionen, z.B. ein Alarmmanagement, sollten irgendwann später umgesetzt werden. Schließlich liegen tief im Dünensand nicht nur die besten Weine – in Kühlschränken und Kühlräumen lagern auch Fleisch und Fisch von erheblichem Wert. Wenn hier ein FI auslöst, kann es schnell richtig teuer werden.

Neue Installation nach Brand

Der Zeitpunkt für die Realisierung war gekommen, nachdem ein Brand in der Unterverteilung eine komplett neue Elektroinstallation nötig machte. Im Zuge dieser Neuinstallation sollten die einzelnen, schon vorhandenen EIB-Lösungen ergänzt und zu einem großen, komfortabel steuerbaren KNX-System zusammengefasst werden. Als Fachmann für die Planung und Projektierung zog Voss die Firma Wilectron zu Rate. „Immer, wenn es um komplexe Techniken wie KNX oder Medientechnik geht, hole ich Rudolf Wieberneit mit ins Boot“, erklärt Johannes Voss. „Einen eigenen Fachmann für diese Lösungen zu haben, wäre nicht wirtschaftlich für unseren Betrieb. Da hole ich bei Bedarf lieber einen externen Dienstleister, der sich auskennt“, beschreibt er die Zusammenarbeit, die schon seit vielen Jahren bestens funktioniert. Gemeinsam entwickelte man Vorschläge für die künftige Steuerung, die bei Herbert Seckler offene Ohren fanden. Nur die Umsetzung war nicht ganz einfach: Schließlich gibt es in der Sansibar weder Ruhetage noch Betriebsferien. Einzige Möglichkeit: Man arbeitet nach Feierabend bis in den frühen Morgen hinein. Und so kamen die Mitarbeiter von Elektro Wilkens Nacht für Nacht zur Sansibar, um dort die neuen Leitungen zu ziehen und die KNX-Geräte zu installieren. Außergewöhnliches Engagement, das auch Herbert Seckler zu schätzen wusste: „Wenn wir nachts hier ankamen, standen immer Leckereien für uns bereit“, schwärmt Jörn-Erik Tesmann, der den größten Anteil an der Neuinstallation hatte. Auch Rudolf Wieberneit war immer wieder vor Ort, um zu programmieren und die Visualisierung zu entwickeln.

Visualisierung und Alarmmanagement mit eibPort

Ihr Herzstück ist der eibPort von bab-tec. „Dieses Gerät bietet nicht nur eine komfortable, leicht zu erstellende Visualisierung – es ist gleichzeitig über einen DSL-Router mit dem Internet verbunden und ermöglicht den Fernzugriff auf die Anlage über jeden Web-Browser – egal ob vom PC im Büro oder vom Smartphone aus. So bekommt der Techniker von Elektro-Wilkens Alarm- oder Störmeldungen umgehend angezeigt und kann ohne Zeitverzug reagieren“, erklärt Rudolf Wieberneit. Von den Wegeleuchten hinunter zum Strand bis hin zu schaltbaren Steckdosen für Dekoelemente lässt sich nun alles per PC oder über zwei Touch-Panels, ebenfalls von bab-tec, steuern. Dämmerungsschalter fahren die Außenbeleuchtung automatisch hoch und die Strahler auf der Terrasse können vom Personal gruppenweise je nach Belegung der Tische zugeschaltet werden. Fällt ein FI aus, wird dies sofort per SMS dem diensthabenden Techniker von Elektro Wilkens mitgeteilt und läuft parallel als E-Mail im Firmenbüro auf.

Nützliche Bedienmöglichkeiten für Medientechnik und Beleuchtung

Auch die Medientechnik wurde in das KNX-System integriert. So kann die Musik nun in vorgewählter Lautstärke auf Fingertipp zugeschaltet werden – zuvor waren die Regler der Stereoanlage mit Klebeband in der optimalen Position fixiert. Weitere Bedienmöglichkeit: zwei beschriftete Vierfach- Tastsensoren aus Edelstahl, die an der Theke installiert wurden. Hier kann das Thekenpersonal schnell und einfach die am häufigsten verwendeten Szenen auslösen, etwa das Fegelicht zuschalten. „Wir haben uns für diese zusätzliche Bedienmöglichkeit entschieden, weil so wirklich jeder der immerhin 160 Mitarbeiter schnell reagieren kann, ohne über den PC oder das Touch in die Anlage zu müssen“, erklärt Rudolf Wieberneit.

Für die Zukunft gerüstet

Inzwischen ist die Umrüstung fast abgeschlossen. „Aber so richtig fertig ist eine KNX-Anlage ja nie – so, wie die Sansibar sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert und vergrößert hat, gibt es auch immer wieder neue Anforderungen an die Gebäude- und Medientechnik. Durch KNX und die dezentrale Visualisierung mit dem eibPort bleiben wir ja zum Glück flexibel“, freut sich Rudolf Wieberneit.

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