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Schienenverteiler- systeme


Das Schienenverteilersystem LI

Noch stärker als bisher erfüllt das neue System hohe mechanische und elektrische Anforderungen an eine sichere Energieübertragung: Es entspricht bereits der neuen Norm DIN EN (IEC) 61439-1/-6, für die die Übergangsfrist im Juni 2015 endet. Darüber hinaus ist das LI-System ist konsequent nach der Schutzart IP55 ausgeführt und auf Wunsch Epoxy-isoliert. Als so genanntes Sandwich-System, bei dem die Leiterbahnen direkt aufeinander liegen, entspricht es den Erwartungen des internationalen Markts. Das stabile Aluminiumgehäuse kompensiert die für diese Bauart charakteristische Wärmeentwicklung perfekt. Als Double-Body-System können die beiden Systeme getrennt voneinander zum Installationsort eingebracht werden. Erst bei der Installation werden sie dann verbunden. Für eine besonders sichere und zuverlässige Schienenverbindung sorgt eine spezielle Haken-Bolzentechnik. Die Komponenten sind damit mechanisch und elektrisch fest miteinander verbunden: Das System arbeitet damit ausfallsicher und wartungsfrei. Zudem ist ein sehr niedriger Spannungsfall gewährleistet. Als weitere Neuerung verfügt das neue System LI über modulare Abgangskästen. Sie lassen sich anwendungsspezifisch mit vielfältigen Funktionen ausstatten, etwa mit Kompaktleistungsschaltern und Messgeräten 7KM PAC für ein systematisches Energiemanagement. Bei aller Vielfalt sind die Komponenten standardisiert, sodass sich auch individuelle Lösungen in kurzer Lieferzeit realisieren lassen.

Vorteile für Anwendungen in Gebäuden und Infrastruktur

Kritische Infrastrukturanlagen, wie z.B. Flughäfen, haben vielfältige Anforderungen an ihre Energieversorgung. Sie muss insbesondere hoch verfügbar sein. Stichworte sind hier eine Ersatzstromversorgung und die redundante Energieversorgung zu den Verbrauchern. Gleiches gilt für die sichere und kompakte Energieversorgung in Hochhäusern. Gleichzeitig muss der Platz optimal genutzt werden. Diese Netze sind sternförmig aufgebaut, mit Niederspannungshauptverteilern, Versorgungskanälen und -schächten, die so wenig Platz wie möglich in Anspruch nehmen. Das kompakte System LI erfüllt diese doppelte Anforderung durch ein kompaktes Design. Darüber hinaus deckt es als bauartgeprüfte Gesamtlösung gemäß DIN EN (IEC) 61439 auch die Verbindung zwischen Schaltanlage Sivacon S8 und Schienenverteilersystem ab. Und nicht zuletzt ermöglicht das modular erweiterbare System die Umsetzung eines modernen Energiemanagements gemäß europäischer Normen. Europäische Bauvorschriften verlangen zudem, dass Gebäude so konzipiert sein müssen, dass sie „die Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern“. Das bedeutet konkret: Feuer und Dämpfe dürfen sich nicht von einem Geschoss in das nächste bzw. von einem Brandabschnitt in den nächsten ausbreiten. Die Brandschutz-Funktion des Systems LI ist geprüft für die Feuerwiderstandsklasse EI90 (EI120 in Vorbereitung) gemäß Norm EN 1366-3 (Kategorie EN 13501). Es entspricht damit europäischen Bauvorschriften. Die bauamtliche Zulassung gilt auch für Leichtbauwände. Auf Anfrage sind verschiedene Zulassungs-Sets für unterschiedliche nationale Vorschriften erhältlich.

Totally Integrated Power

Das neue Schienenenverteilersystem LI integriert sich nahtlos in das Siemens-Konzept Totally Integrated Power – kurz TIP. Dieser Ansatz kombiniert Mittel- und Niederspannungssystemen zu durchgängigen und technisch einheitlichen Lösungen. Das Ergebnis: eine effiziente und zuverlässige Energieverteilung von der Einspeisung durch den Verteilnetzbetreiber bis zur Verbrauchsstelle. Auch umfassende Software-Tools zur Planungsunterstützung sind Bestandteil von TIP:

  • • Mit Simaris design lassen sich sämtliche Anlagenteile exakt aufeinander abgestimmt projektieren und dimensionieren. Bei der Netzberechnung und Dimensionierung ermittelt das Tool nach anerkannten Regeln, normenkonform (VDE, IEC) und anforderungsspezifisch eine sichere Lösung aus der Vielfalt des breiten Produktspektrums zur Energieverteilung. Die jeweils benötigten Komponenten werden auf Basis der Projektstruktur und der gesammelten Basisdaten automatisch ausgewählt.
  • • Simaris project ermöglicht es dem Planer, schnell, einfach und übersichtlich Projektierungsunterlagen hinsichtlich Platz- und Budgetbedarf für die komplette Energieverteilung zu erstellen. Auf Basis der ermittelten Anlagen und Geräte kann der Anwender dann mit einem Klick ein Leistungsverzeichnis im GAEB D81 oder RTF-Format auf Deutsch oder Englisch generieren. Zu allen Komponenten sind entsprechende Ausschreibungstexte hinterlegt, die automatisch konfiguriert und projektspezifisch zusammengestellt werden.
  • • Simaris sketch unterstützt intuitiv Strangführungspläne für die Schienenverteilersysteme BD01, BD2, LD und LI. Diese Pläne zeigen den Schienenverlauf mit allem Zubehör direkt in 3D. Sie bieten damit eine einfache und hilfreiche dreidimensionale Visualisierung des Schienenverlaufs.

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Wärme ist ein Nebenprodukt von elektrischen Schaltkreisen jeder Größe. Probleme in elektrischen Systemen führen fast immer zu einer erhöhten Wärmeproduktion. Zu den Aufgaben eines Elektrikers gehört es, festzustellen, ob ein Stromkreis bei angelegter Last ordnungsgemäß funktioniert oder ob ein Fehler vorliegt. Wenn Letzteres der Fall ist, müssen sie den heißen Bereich finden, in dem das Problem liegt.

Vor einigen Jahren ist eine neue Art der Infrarotthermografie auf den Markt gekommen, die auch als Wärmebildgebung bezeichnet wird. Bei dieser kontaktlosen Methode helfen Kameras Elektrikern und Wartungstechnikern, Probleme schneller und sicherer zu finden und zu beheben. Die neuesten Modelle kombinieren Wärmebildtechnik und elektrische Messfunktionen zu einem Inspektions-, Fehlerbehebungs- und Diagnosetool, das die Arbeit beschleunigt und umfassende Informationen für die Reparatur liefert.

Früher konnten Elektriker elektrische Systeme nur mithilfe von praktischen Tests inspizieren und analysieren – aus Sicherheitsgründen in der Regel bei abgestelltem Strom. Normalerweise benutzen sie Prüfgeräte und -werkzeuge, um Messleistungen anzuschließen und so festzustellen, ob Probleme vorliegen. Oft kommen dabei kontaktbasierte Messmethoden mit Thermoelementen zum Einsatz, die eine temperaturabhängige Spannung erzeugen, von der sich die Wärme ableiten lässt. Mit diesen traditionellen Wartungs- und Inspektionsverfahren können Elektriker jedoch nicht alle möglichen Probleme erkennen, sondern müssen jeden einzelnen Anschluss separat prüfen. Die Methode garantiert nicht, dass alle wärmebezogenen Probleme gelöst werden, weil durch das Abschalten des Stroms keine Last mehr anliegt. Man kann zwar messen, ob ein Stromkreis überlastet ist, doch bei abgeschaltetem Strom lässt sich nicht sicher sagen, ob der Fehler im Stromkreis wirklich behoben wurde. In den letzten Jahren haben Elektriker auch begonnen, Spot-Strahlungsmesser zu nutzen. Die kleinen, kontaktlosen Handgeräte können auf ein Ziel gerichtet werden, um dessen Temperatur zu messen. Sie liefern akzeptable Messwerte innerhalb bestimmter Grenzen, aber keine visuellen Bilder. Besser als direkte Messungen und Strahlungsmessungen ist die Wärmebildtechnik. Sie erkennt die von einem Objekt abgegebene Infrarotenergie, konvertiert sie in Temperaturangaben und zeigt auf einem Thermogramm die Temperaturverteilung an. Da jedes Objekt mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts Infrarotstrahlung abgibt, kann die Umgebung mittels Thermografie mit oder ohne sichtbare Beleuchtung gesehen werden. Die Wärmebildtechnik bietet Elektrikern deutlich mehr Möglichkeiten für die Analyse, Empfehlung und Diagnose. Mit einer Wärmebildkamera lässt sich feststellen, ob Anschlüsse eines Leistungsschalters lose sind, eine zu hohe Last anliegt oder Probleme mit den Kontakten vorliegen. So können Elektriker den Fehler lokalisieren und beheben und anschließend mit der Wärmebildkamera ein weiteres Bild aufnehmen, um zu bestätigen, dass das Problem gelöst wurde. Früher war es schwer, Kunden glaubhaft zu versichern, dass ein Problem wirklich beseitigt wurde. Heutzutage zeigen viele Elektriker ihren Kunden überzeugende Vorher-Nachher-Bilder. Mithilfe von Wärmebildkameras können unterschiedlichste elektrische Geräte von Transformatoren, Schaltanlagenkomponenten, Trennschaltern und Lasttrennschalter mit und ohne Sicherung über Leiter, Anschlüsse, Schaltschütze, Leitungskanäle (offen und geschlossen), Verteiler- und Abzweigdosen bis hin zu Motoren überprüft werden.

Mit Wärmebildkameras können Elektriker und Elektrotechniker Wärme darstellen, die für das bloße Auge nicht sichtbar ist. Dies bietet drei wesentliche Vorteile:

  • • Zum einen handelt es sich um einen kontaktlosen Ansatz. Das bedeutet, dass elektrische Geräte nicht berührt werden müssen, um festzustellen, ob die Betriebstemperatur über dem Normalbereich liegt.
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  • • Der dritte Vorteil besteht darin, dass Wärmebilder in Echtzeit erzeugt werden können. Dadurch können Elektriker elektrische Geräte während des Aufwärm- und Startvorgangs, während des Betriebs unter Normalbedingungen und beim Abkühlen beobachten und analysieren. Auch sich schnell bewegende Zielobjekte können betrachtet werden, da die Aufzeichnungsgeschwindigkeit (FPS) ebenfalls optimiert wurde. Kameras, die mit einer höheren Bildrate aufzeichnen, eignen sich auch für Ziele, deren Temperatur sich rasch verändert oder die sich sehr schnell bewegen.

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