Rund-um-Paket für die Photovoltaik

Die Stuttgarter Lapp-Gruppe, ein Anbieter von integrierten Lösungen für Kabel- und Verbindungstechnik, hat sich in den vergangenen Jahren zum Anbieter kompletter Systemlösungen für die Photovoltaik-Branche entwickelt. Die Unternehmensgruppe zeigt auf der Intersolar Europe ihr erweitertes Programm für diese Technologie.
Jüngste Neuentwicklung der Stuttgarter Lapp-Gruppe für die Photovoltaik-Branche ist ein komplett neuer Leitungstyp für den Spannungsbereich bis 1,8/3kV. Das Produkt mit dem Markennamen Ölflex Trafo XLv wurde in Zusammenarbeit mit der SMA Solar Technology AG, Hersteller von Solar-Wechselrichtern, innerhalb von nur acht Wochen entwickelt. Sie ist speziell für die Anbindung der Wechselrichter an den Mittelspannungstransformator konstruiert. Damit kann Solarenergie direkt in das Hochspannungsnetz eingespeist werden.

International einsetzbar – auch bei extremen Temperaturen

Die Anforderungen von SMA waren auf eine hohe Flexibilität und Belastbarkeit im Produkteinsatz ausgerichtet: Neben einer ausreichenden Stromtragfähigkeit sollte bei der Ölflex Trafo XLv eine direkte Erdverlegbarkeit gewährleistet sein, was durch einen verstärkten Außenmantel ermöglicht wurde. Die Leitung ist UV-, Ozon- und witterungsbeständig. Durch die Vernetzung des Materials ist der Mantel mechanisch und thermisch noch belastbarer. „Lapp hat sehr schnell auf unsere Anfrage reagiert und die neue Leitung nach unseren Vorstellungen entwickelt“ bestätigte ein Sprecher von SMA. Die neue Mittelspannungsleitung ist auch bei extremen Temperaturen (-40 bis +90°C) einsetzbar und eignet sich damit auch für den Einsatz in PV-Systemen in besonders heißen Klimazonen. Dazu zählen unter anderem netzunabhängige Anlagen in strukturschwachen Ländern und Gebieten, die verstärkt auf die erneuerbaren Energien zur Stromversorgung setzen. Bei Lapp Kabel herrscht Zuversicht: „Mit dieser neuen Produktentwicklung haben wir auf einen konkreten Bedarf des Weltmarktführers SMA reagiert, dessen Wechselrichter auf eine höhere Ausgangsspannung ausgelegt sind und der deshalb für die Leitung eine höhere Spannungsklasse gefordert hat“, fasst Michael Collet, Bereichsleiter Erneuerbare Energien bei Lapp Kabel, zusammen. „Da die Ölflex Trafo XLv die erste Leitung dieser hohen Spannungsklasse ist, die erdverlegbar sowie gleichzeitig sehr robust und preislich attraktiv ist, erwarten wir eine positive Resonanz im Markt.“ Mit der neuen Ölflex Trafo XLv deckt Lapp Kabel nun die gesamte Verkabelungs- und Verbindungstechnik für die Solarbranche aus einer Hand ab, vom Modul bis an die Schnittstelle zum Hochspannungsnetz.

Ölflex-Solar-Leitungen

Besonders nachgefragt werden in diesem Markt die Ölflex-Solar-Leitungen. Alle sind UV-, witterungs- und temperaturbeständig. Zu den Bestsellern zählt die vernetzte Ölflex Solar XLR. Bei der Vernetzung, einer Technologie, die auch in der Raumfahrt angewendet wird, werden die Copolymer-Moleküle dazu gebracht, sich untereinander zu vernetzen, was dem Material eine besonders hohe thermische und mechanische Widerstandskraft verleiht. So besitzen die TÜV Bauart-geprüften Ölflex-Solar-XLR Leitungen eine thermische Belastbarkeit von -40 bis +120°C. Damit ist eine langjährige Funktion zu jeder Jahreszeit möglich. Die vernetzten Standard Solarleitungen Ölflex Solar XLS kommen verstärkt in Temperaturbereichen von -40 bis +100°C zum Einsatz. Beide Leitungstypen werden in der Regel für die Verkabelung von Solarmodulen untereinander sowie zur Verbindung der einzelnen Modulreihen und des Wechselrichters auf Schräg- und Flachdach- sowie auf Freilandanlagen montiert. Die robuste Ölflex Solar XLSv wird wegen ihres großen Leiterquerschnittes bei PV-Großanlagen als Sammelleitung zur Übertragung hoher Stromlasten zwischen den einzelnen Modulreihen ebenso wie als Verbindung zum Wechselrichter eingesetzt. Sie eignet sich auch zur Erdverlegung. Auf Ställen und Scheunendächern oder in landwirtschaftlichen Betrieben wird dagegen die Ölflex Solar V4A empfohlen. Sie hat eine Armierung aus rostfreiem Edelstahl und schützt so wirkungsvoll vor Marder-, Nager- und Termitenbissen.

Patentiertes Kontaktsystem

Bereits auf der vergangenen Intersolar Messe wurde der widerstandsarme Solarstecker Epic Solar 4 Thin präsentiert. Er verbindet einen geringen elektrischen Widerstand mit zahlreichen weiteren Vorteilen. „Bei anderen Steckern liegt der Übergangswiderstand im Schnitt um den Faktor 10 höher. Mit 0,2mO sind wir absolute Spitzenreiter“, unterstreicht Stefan Koch, Produktmanager bei Lapp Kabel. Das macht Photovoltaikanlagen effizienter und verlangsamt gleichzeitig die Alterung des Steckers: Durch den geringen elektrischen Widerstand des patentierten Kontaktsystems erwärmt er sich kaum. Stefan Koch rechnet damit, dass der Stecker die Lebensdauer von gängigen Photovoltaikmodulen von rund 25 Jahren deutlich übersteigt. Dank des 4mm Stecksystems mit doppeltem Rasthaken wird die Montage auch sicherer: Sollte die Verbindung reißen, so wird dank der neuartigen Verschweißung von Litze und Stecker eine definierte Ausreißreihenfolge eingehalten. Es können keine Litzen blank liegen – ein wichtiger Sicherheitsgewinn. Der Temperaturbereich des Epic Solar 4 Thin erstreckt sich von -40 bis +105°C. Dazu kommen extrem hohe Zugentlastungswerte. Die große Bandbreite an Leiterquerschnitten von 1,5 bis 6mm² ist ein weiterer Vorteil für den Anwender. Der Epic Solar 4 Thin hat auch die Prüfung durch den TÜV Rheinland (EN50521) für Steckverbinder in Photovoltaiksystemen bestanden. Da der Steckverbinder mit nur 12mm ebenso flach ist wie die heutigen Anschlussboxen, können die Module zudem noch Platz sparender verpackt werden – was die Wirtschaftlichkeit für die Hersteller nochmals erhöht.

Intersolar Europe 2011: Halle C3, Stand 430

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