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Rollläden, Tore,
Sonnenschutz: Einführung eines CAQ-Systems

Konsequente Qualitätssicherung hat in allen Branchen des produzierenden Gewerbes einen enorm hohen Stellenwert. Die Anforderungen der Kunden sind ohne computergestützte Qualitätssicherungssysteme, so genannte CAQ-Systeme, meist nicht mehr zu erfüllen. Wie sehr die Effizienz eines gesamten Unternehmens durch ein solch umfassendes Qualitätsmanagement gesteigert werden kann, das hat die schwäbische Firma elero GmbH, Hersteller von Antrieben und Steuerungen für Rollläden, Tore und Sonnenschutz, erfahren. Seit 2005 arbeitet elero mit dem Baden-Badener Softwareunternehmen iq’s zusammen.
Autor: Tanya Dettling, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit/PR elero | Bilder: elero
Die elero GmbH hat ihren Hauptsitz im schwäbischen Beuren. Kennzeichen der Firma sind ihre starke internationale Ausrichtung – die Exportquote liegt bei rund 60 % – und die hohe Fertigungstiefe. Dadurch, dass etwa 70 % der Teile im eigenen Haus entstehen, kann elero die Produktions- wie Montagelinien rasch und flexibel auf aktuell vorliegende Bestellungen abstimmen.

Qualitätsstandards wie in der Automotive-Industrie

Doch nicht nur die ‚Just-in-time‘-Lieferung hat bei elero höchste Priorität, auch die Qualitätsstandards werden ständig verbessert und maximiert. „Die mehrstufigen Quality-Checks berücksichtigen bei uns Wareneingang, fertigungsbegleitende Prüfungen und die Endkontrolle“, erläutert Ralph Trost, Leiter der Qualitätskontrolle, die drei Standbeine seiner Abteilung. „Bei uns wird jeder Antrieb vollautomatisch geprüft, die Ergebnisse werden automatisch protokolliert und fehlerhafte Antriebe zur Nachkontrolle aussortiert.“ Außerdem werden Langzeitversuche in der firmeneigenen Klimakammer durchgeführt, um den Dauereinsatz unter realistischen klimatischen Bedingungen der Länder zu simulieren, in denen die Produkte eingesetzt werden. „Unsere Qualitätskontrollen entsprechen in vielen Punkten den Standards des Automotive-Bereiches“, erläutert Ralph Trost und die sind bekanntlich äußerst hoch.

CAQ ermöglicht unternehmensweite Transparenz

Um die hohen Ansprüche des eigenen Qualitätskonzeptes auf Dauer erfüllen zu können, ging elero auf die Suche nach einem umfassenden und transparenten CAQ-System, wie es üblicherweise auch in der Automobilindustrie eingesetzt wird. Das neue CAQ-System sollte
-auf die anderen Unternehmen der Günther-Gruppe übertragbar sein können,
-konzernkompatibel sein, um den schnellen Abgleich von Benchmarks zu ermöglichen,
-bei gruppeninternen Lieferbeziehungen den unmittelbaren Dokumentenaustausch realisieren, um Schnittstellen-Verluste auszuschließen,
-Bemusterung, Reklamationsmanagement und Lieferantenbewertung zusammenfassen können.
„Genau genommen wollten wir nur noch mit zwei Systemen arbeiten: mit einem kaufmännischen System und einem System, das den gesamten technischen Bereich inklusive Produktion und Qualitätssicherung abbildet“, so Ralph Trost.

Internationale Plattform

Durch die internationale Präsenz war auch die sprachliche Adaptierbarkeit und die Portierbarkeit auf die Internet-Ebene von hoher Relevanz. „Mit Citrix Metaframe haben wir eine Plattform für den schnellen, standortunabhängigen Informationsabruf.“ Ulrich Seeker, Leiter des Qualitätsmanagements, weiter: „Das kommt natürlich auch unserem Service draußen zugute.“ Mit diesem recht umfangreichen Anforderungskatalog gingen die Elero-Qualitätsexperten auf die systematische Suche nach einem passenden CAQ-System. Und wurden schließlich beim Baden-Badener Software-Haus iq’s fündig. „Wir haben zunächst Referenzunternehmen mit einer ähnlichen Struktur besucht. Dort hat uns der ganzheitliche funktionale Ansatz sowie die anwenderfreundliche Konzeption des iq’s-Systems sehr gut gefallen.“ Weiterer Pluspunkt für Ralph Trost war die Anpassungsflexibilität der Formulare an die spezifischen Anforderungen.

Hohe Nutzerfreundlichkeit

„Entscheidend für eine erfolgreiche Einführung im Unternehmen ist natürlich die Akzeptanz der Mitarbeiter. Die einfache und intuitive Nutzung und Bedienbarkeit des CAQ-Systems war deshalb mit ausschlaggebend für unsere Entscheidung pro iq’s.“ Denn nur wenn die Nutzung des CAQ-Systems konsequent erfolgt und die Mitarbeiter entlastet werden, kann es dem Unternehmen den notwendigen Effizienzschub verleihen.

Sukzessive Einbindung des neuen CAQ-Systems

Genauso systematisch und gründlich wie bei der Systemauswahl ging Ralph Trost bei der Einführung des CAQ-Sys-tems vor. Bis Ende 2005 ermittelten Projektteams aus verschiedenen Abteilungen in Zusammenarbeit mit iq’s in einer Testphase unter realen Bedingungen den spezifischen Anpassungsbedarf bei den Funktionalitäten und Formularen. Erst nach Klärung aller offenen Punkte wurde das System den Mitarbeitern vorgestellt. „Wir wollten ein Maximum an Akzeptanz und ein Minimum an offenen Fragen“, erklärt Ralph Trost das Vorgehen. Mitte Dezember 2005 startete das System mit der fertigungsbegleitenden Prüfung (SPC) im Produktionsbereich. Die Einführung wurde mit Spannung verfolgt, denn hier gab es die größten Unstimmigkeiten mit dem Vorläufer-System. Sukzessive wurden dann neue Prüfpläne erstellt und im System verfügbar gemacht. „Häufig waren es sogar die Mitarbeiter, die darauf drängten. Sie hatten schneller als erhofft die Vorteile des neuen Systems erkannt“, erinnert sich Ralph Trost an die erste Zeit mit dem neuen System. In den Folgemonaten wurde die Spritzgussabteilung in das SPC-Modul integriert, es folgte die Messmittel-Anbindung, der Integrierte Fertigungsplan IFP, die aktive Zeichnungseinbindung AZ und die Lieferantenbewertung LIB. Die nächsten CAQ-Module, die eingebunden werden sollen, sind der Erstmusterprüfbericht EMPB und die Wareneingangskontrolle WE/WA.

Automatisierung minimiert Datenredundanzen

Das Modul WE/WA macht deutlich, wie die Effizienz durch das neue CAQ-System gesteigert werden kann. Bislang mussten die Freigabe-Schritte beim Wareneingang von Hand ausgeführt werden, das neue System signalisiert nun dem Warenwirtschaftssystem automatisch und selbstständig, die geprüften Teile als verfügbar zu buchen. „Wir verringern den administrativen Aufwand und schließen Datenredundanzen aus.“ Und ein weiterer Vorteil: Die Mitarbeiter können stets auf die aktuellen Daten zugreifen, ohne in Ordnern oder anderen Ablagen suchen zu müssen, denn Zusatzdokumente wie Lieferscheine, Werkstoffzertifikate und Datenblätter sind in der zentralen Datenbank des iq’s-Systems hinterlegt. Reklamationen können nun übergreifend, schnell und nachvollziehbar bearbeitet werden.

Überzeugender Support und logischer Aufbau

„Uns ist schnell klar geworden, welche Chancen das neue System bietet, daher werden wir zeitnah eine Vielzahl der iq’s-Module einsetzen“, erklärt Ralph Trost. Denn noch ist die Einführung nicht abgeschlossen, weitere Module werden integriert. Den Grund für diese erfolgreiche und reibungslose Einführung sieht Ralph Trost nicht nur im eigenen Haus. „Der Support von iq’s hat stets schnelle und praktikable Lösungen bereit. Sicherlich erfordert das System während der Installationsphase zunächst mehr Aufwand. Wir sehen jedoch schon jetzt, dass dieser bei der Nutzung durch den konsequenten und logischen Aufbau mehr als wett gemacht wird.“ Und diese Vorteile sollen nacheinander auch die Schwesterfirmen der Günther-Gruppe nutzen können: Als nächstes steht die Einführung beim Federntechnik-Unternehmen Stumpp+Schüle an.

Kasten 1:
iq’s Software GmbH
1995 gegründet, entwickelt und vertreibt das Baden-Badener Unternehmen ein modulares CAQ-System, das sich flexibel an unternehmens- und branchenspezifische Vorgaben anpassen lässt. iq#s setzt dabei auf integratives Wissensmanagement und sieht das CAQ-System als Tool für mehr Prozesseffizienz im Unternehmen.

iq’s Software GmbH
Schneidweg 8
76534 Baden-Baden
Tel. 07223/8083660
www.iqs.de

Kasten 2:
elero GmbH

Gegründet im Jahre 1964 basiert elero auf der Idee, den traditionellen Rollladengurt durch einen motorischen Antrieb zu ersetzen. Seit 1979 ist elero Teil der Günther-Gruppe, seit 1987 am Stammsitz Beuren aktiv, wo man sich primär der Gebäudeautomation widmet. Die zweite, 1995 gestartete Produktionsstätte im thüringischen Pößneck konzentriert sich derweil auf Linearantriebe. Weltweit sind 500 Mitarbeiter tätig; elf eigene Vertriebsniederlassungen, zehn Vertretungen und fünf exklusive Vertriebspartner sorgen für die weltweite Präsenz der elero-Antriebssysteme. Seit 1994 ist elero nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

elero GmbH Antriebstechnik
Linsenhofer Str. 59-63
72660 Beuren
Tel. 07025/1301
www.elero.com
www.elero-linear.com

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