‚Lebensmittel‘ Licht
bedarfsgerecht dosiert

Präsenzmelder und Konstantlichtregler

Präsenzmelder sind im Gebäude seit Jahren so selbstverständlich wie Lichtschalter. Die Qualitätsunterschiede sind jedoch gewaltig. Für den Neubau eines repräsentativen und hochfunktionalen Gebäudes in Lüdenscheid wurden Melder benötigt, die nicht nur vielfältige Funktionen und hohe Messgenauigkeit, sondern auch ein ansprechendes Äußeres bieten.
Dial wurde 1989 gegründet und ist ein Dienstleistungszentrum für Gebäudetechnik und Licht. Es fungiert als herstellerneutraler Innovations- und Wissensvermittler, Planer, Dienstleister und Softwarehaus. Zum Angebot gehören Seminare, Planung/Beratung, Lichtmessungen an Lampen und Leuchten sowie Prüfungen und Tests rund um EIB/KNX, Dali und BACnet in akkreditierten Laboren. Im Jahr 2012 hat Dial in Lüdenscheid einen markanten Neubau errichtet, der insbesondere durch die integrale Planung der technischen Gebäudeausrüstung – das Gebäude-System-Design – hervorzuheben ist. Aufgrund der technischen und gestalterischen Kompetenz von Dial war es klar, dass man die Planung für Gebäude, Gebäudetechnik und Beleuchtung in Eigenregie übernahm. Besonderen Wert legte man auf ein enges Zusammenspiel von Lichtplanung, Architektur und Leuchtendesign. Dial hat den Bau bis zur Fertigstellung federführend begleitet. Auf drei Etagen entstanden rund 2.000m² Nutzfläche für Büro- und Konferenzräume, Labore sowie Foyer, Atrium, Bistro und Cateringzone. Das Gebäude erreicht nahezu den Passivhaus-Standard, sodass es ohne konventionelle Heizung, nur mit Wärmepumpen auskommt. Es versteht sich, dass Dial mehr wollte, als einen gesichtslosen Zweckbau. Vielmehr strebte man ein ‚gutes Gebäude‘ an, wie es der stellvertretende Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Andreas Bossow formuliert. „Ein gutes Gebäude besteht aus einem wohlüberlegten Zusammenspiel von Architektur, Technik, Effizienz und Individualität“, lautet sein Leitsatz.

Sommertage, auch im November

Überflüssig zu erwähnen, dass Dial an die Beleuchtung ebenfalls entsprechend hohe Anforderungen gestellt hat. Aber was heißt das konkret? Sind die Normen und Vorschriften für die Arbeitsplatzbeleuchtung nicht ausreichend? Dazu Andreas Bossow: „Für uns ist Licht ein Lebensmittel. 500lx für Bürotätigkeiten sind nach Meinung einer wachsenden Zahl von Experten unter gesundheitlichen Aspekten viel zu wenig.“ Damit spricht er ein altvertrautes Problem an. Immer wieder klagen Mitarbeiter über eine schlechte Beleuchtung – meist erfolglos. Beschwerden werden mit dem Luxmeter auf der Arbeitsfläche und dem Verweis auf die Erfüllung der Normen abgewiesen. Andreas Bossow sieht das anders: „Wir wollen keine Mindestanforderungen erfüllen, wir wollen etwas Gutes machen“, verdeutlicht er die Dial-Philosophie, „auch unter dem Aspekt der Energieeffizienz ist es unserer Meinung nach besser, etwas mehr elektrische Energie aufzuwenden und dafür den Menschen gesünder und leistungsfähiger zu erhalten.“ Bis zu 2.000lx fluten deshalb die Lüdenscheider Büros, allerdings nicht konstant. Vielmehr folgt die Beleuchtung dem Verlauf eines sonnigen Tages. Eine indirekte Beleuchtung mittels dimmbarer Hocheffizienz-Leuchtstoffröhren sorgt für den blauen Himmel, LED-Strahler simulieren Sonnenstrahlen und tupfen so warme Akzente in die eher kühle Atmosphäre.

Smartphone statt Lichtschalter

Natürlich müssen die Mitarbeiter Einfluss auf die Beleuchtung nehmen können. Mit Dimmern oder gar Schaltern lässt sich jedoch das Angebot an Lichtszenarien nicht mehr sinnvoll ausreizen. Konsequenterweise hat man diese gleich weggelassen. Die Bedienung erfolgt hauptsächlich per App über PC und Smartphone. Die Mitarbeiter können zwischen drei verschiedenen Lichtniveaus wählen, die über den Tag automatisch nachgeführt werden. Wahlweise können sie auch individuell dimmen. Neben der Steuerung der Lichtqualität bieten die Apps auch Zugriff auf Belüftung und Temperatur. Da die Smartphones als Telekommunikationsgerät und zur Zutrittskontrolle dienen, konnte Dial auf eine konventionelle TK-Anlage völlig verzichten.

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