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Präsenzgesteuerte Regelungen:

Energieverbrauch
nur bei Bedarf

Der Energieverbrauch für Licht und Heizung-Klima-Lüftung (HKL) hängt in starkem Maße auch von dessen Nutzern ab. Energiebewusstes Verhalten führt zu Ersparnissen, z.B. wenn die Raumheizung beim Öffnen eines Fensters heruntergedreht oder das Licht ausgeschaltet wird, wenn das Tageslicht ausreichend ist. Im Alltag werden solche simplen Einsparmaßnahmen jedoch oft nicht umgesetzt. Im gewerblichen Bereich ist deshalb die Automatisierung dieser Funktionen bereits etabliert, im privaten Bereich rückt das Thema Hausautomatisierungen nun immer stärker in den Fokus. Energieverbrauch nur, wenn er wirklich benötigt wird: Möglich machen dies Bewegungs- und Präsenzmelder.

unterschrift (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

unterschrift (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)


Der Nutzen verschiedener Präsenzmelder lässt sich an einigen Beispielen schnell aufzeigen. Anhand des Tagesverlaufs wird das Einsparpotenzial für einen typischen Bürotag im Sommer sichtbar: Morgens um acht betritt der Mitarbeiter sein Einzelbüro. Der Präsenzmelder erkennt die Bewegung im Büro und schaltet Kunstlicht zum natürlichen Morgenlicht hinzu. Der Melder muss dabei auch kleinste Bewegungen erkennen können, wie z.B. das Benutzen der Tastatur an einem Bildschirmarbeitsplatz. Im Laufe des Tages verlässt der Mitarbeiter mehrmals das Büro – in diesen Zeiten schaltet der Präsenzmelder nach der eingestellten Nachlaufzeit das Kunstlicht komplett aus. In den Zeiträumen, in denen der Mitarbeiter anwesend ist, regelt der Präsenzmelder das Kunstlicht bedarfsgerecht, mittags wird also wesentlich weniger Kunstlicht verbraucht als morgens oder abends. Zum Feierabend kann der Mitarbeiter nicht mehr vergessen, das Licht auszuschalten, da dies automatisch geschieht.
 (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

(Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Drei Bereiche – drei Kanäle

Ein komplexeres Beispiel ist ein typisches Klassenzimmer: auf der Fensterseite des Raumes ist es in der Regel wesentlich heller als auf der Seite ohne Fenster. Die eine Seite des Raumes benötigt also früher Kunstlicht als die andere. Der vordere Bereich um die Tafel benötigt eventuell aufgrund der erhöhten Anforderungen für Erkenn- bzw. Lesbarkeit kontinuierliches Kunstlicht. All diese Anforderungen können mit einem 3-kanaligen Präsenzmelder erfüllt werden, der sowohl zwei dimmbare als auch einen schaltbaren Kanal hat. Die beiden Lichtbänder des Klassenraumes werden über die dimmbaren Kanäle gesteuert, so ist es möglich, dass die Fensterseite des Raumes weniger Kunstlicht als die Seite ohne Fenster erhält. Über den Schaltkanal kann die Tafelbeleuchtung geschaltet werden, alternativ kann hier z.B. auch ein HKL-System angebunden werden. So kann zusätzlich die Raumtemperatur präsenzabhängig gesteuert werden. Die Beleuchtung (und evtl. HKL) wird nur geregelt, wenn der Präsenzmelder auch Bewegung im Raum detektiert. Wenn keine Bewegung im Raum mehr registriert wird, schaltet sich die Anlage nach einer vorher definierten Nachlaufzeit aus.

An einen typischen Büroalltag werden die Einsparmöglichkeiten mit intelligenter Lichtreglung deutlich. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

An einen typischen Büroalltag werden die Einsparmöglichkeiten mit intelligenter Lichtreglung deutlich. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Anspruchsvoll: Große Höhen

Eine besondere Herausforderung für Präsenzmelder stellen Hochregallager dar. Die extreme Höhe und die langen Regalgänge erfordern leistungsstarke Präsenzmelder, die exakt an die Gegebenheiten angepasst sind. Zur optimalen Erfassung eines Hochregallagerganges wird jeweils ein Spezialmelder für große Höhen mit ovalem Erfassungsbereich an jedem Ende des Ganges platziert. Mit sogenannten Blinds, speziellen Abdeckungen für die Melder, wird deren Sichtfeld so eingeschränkt, dass sie nur den Regalgang und nicht quer den Verbindungsgang erfassen. So wird verhindert, dass eine Person im Verbindungsgang beim Vorübergehen das Licht im Regalgang auslöst. Zwei weitere Melder werden in den Verbindungsgängen quer zu den Regalgängen installiert, zusätzlich können die Eingangsbereiche mit Meldern mit großen, runden Erfassungsbereichen ausgestattet werden, diese sichern so die Eingänge und Ecken. Durch das Gruppieren entsteht eine bedarfsgerechte Steuerung: Wenn die Halle betreten wird, schaltet das Licht im Eingangsbereich ein. Betritt ein Mitarbeiter den Verbindungsgang, so werden die Leuchten in beiden Verbindungsgängen eingeschaltet. Der Mitarbeiter hat so von beiden Seiten der Regalgänge Licht. Erst wenn er einen Regalgang betritt, wird in diesem das Licht aktiviert.

Mittig im Klassenraum platziert, steuert der 3-kanalige Präsenzmelder die beiden Lichtbänder und die Tafelbeleuchtung separat. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Mittig im Klassenraum platziert, steuert der 3-kanalige Präsenzmelder die beiden Lichtbänder und die Tafelbeleuchtung separat. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

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