Anzeige

Planungshilfe im Gebäudemanagement

Der Energieausweis, der über den Gesamtenergieverbrauch von Gebäuden Auskunft gibt, ist jetzt auch für Nichtwohngebäude vorgeschrieben. Für Nichtwohngebäude im Bestand wird dieser zum 1. Juli 2009 zwingend. Erfasst werden in der Gesamtenergiebilanz von Wohngebäuden die Heizkosten sowie die Kosten zur Warmwasseraufbereitung; für Nichtwohngebäude werden bei der Verbrauchsermittlung noch Werte aus Lüftung, Kühlung und Beleuchtung hinzugezogen. In der neuen Norm DIN EN 15193 werden Vereinbarungen und Vorgehensweisen zur Abschätzung des Energiebedarfs für die Innenbeleuchtung solcher Nichtwohngebäude und eine Methodik für eine numerische Kenngröße zur energetischen Bewertung von Gebäuden festgelegt. Die Norm ist sowohl für bestehende als auch für die Planung neuer Gebäude sowie auf Gebäudesanierungen anwendbar. Dabei werden die Gebäude in die nachfolgenden Kategorien eingeteilt: Bürogebäude, Bildungsstätten, Krankenhäuser, Hotels, Groß- und Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Sportstätten und nicht zuletzt Produktionsbetriebe. Darüber hinaus gibt die Norm Hinweise zur getrennten Erfassung des Energieverbrauchs für die Beleuchtung; so kann die Effizienz energiesparender Maßnahmen besser überprüft werden. Sie stellt Daten zur Verfügung, um theoretische Grenzwerte für die Beleuchtungsenergie anhand von Referenzanlagen abzuleiten, legt die Berechnungsmethodik für die Bewertung der Energiemenge fest, die zur Beleuchtung innerhalb von Gebäuden benötigt wird. Für Zertifizierungszwecke wird auch eine numerische Kenngröße für den Beleuchtungsenergiebedarf bereitgestellt. In den Berechnungen wird zum Beispiel berücksichtigt, wie viel Tageslicht den einzelnen Räumen zu den Betriebszeiten zur Verfügung steht. In einem Anhang werden für die Beleuchtungsplanung in der Praxis verschiedene Maßnahmen für die Reduzierung des Beleuchtungsenergiebedarfs bereitgestellt. Die Methodik und das Format der Darstellung der Ergebnisse in dieser Norm würde den Anforderungen der Richtlinie 2002/91/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden genügen. Diese Richtlinie wird in Deutschland durch die Energie-Einsparverordnung (EnEV) umgesetzt, die für die Berechnung des Energiebedarfs für Beleuchtung jedoch nicht diese Norm, sondern DIN V 18599-4 in Bezug nimmt, da DIN V 18599-4 im Gegensatz zu DIN EN 15193 verschiedene Verfahren zur Verfügung stellt, die die Planung einer Beleuchtungsanlage unter Beachtung einer bestimmten Beleuchtungsart und eines definierten Wartungswerts der Beleuchtungsstärke ermöglichen. Im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Nachweisverfahrens ist also DIN V 18599-4 zu verwenden.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Hager Ready, das digitale Multifunktionstool für die mobile Planung von Schaltern und Kleinverteilern nach VDE0100 und DIN18015 gewinnt immer mehr Nutzer. Bereits 125.000 Elektrohandwerker haben sich die kostenlose Planungs-App bisher auf ihr Smartphone oder Tablet heruntergeladen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Hauseinführungen sichern die Anbindung und Installation von wichtigen Infrastrukturkomponenten wie Leitungen und Rohren und sind daher für moderne Gebäude unerlässlich. Die neuen Sparten-Hauseinführungen S-HEF von DDL decken hierfür einen breiten Einsatzbereich ab. ‣ weiterlesen

Anzeige

Der rasante Anstieg von Homeoffice-Arbeitsplätzen und Videokonferenzen aufgrund der Corona-Pandemie erfordert auch Lösungen zum Schutz von Telekommunikationsanwendungen. Hierfür bietet Citel mit dem neuen CL-DSL einen Schutz vor Auswirkungen von transienten Überspannungen und Blitzeinschlägen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Raycap erweitert sein Portfolio an Überspannungsschutzlösungen für Smart Homes. Mit dem RayDat KNX können Bussysteme vor Überspannungsschäden geschützt werden. ‣ weiterlesen

Anzeige

Der Nunio KNX M-T kann als Einfach-, Doppel-, Drei- oder Vierfach-Taster verwendet werden. Damit ist das Gerät u.a. auch für wechselnde Anforderungen wie Mieterwechsel in Wohn- oder Gewerbeobjekten, Hotelzimmer oder Tagungsräume geeignet. Der KNX-Taster ist schaltergroß und sein monochromes Touch-Display und der Glasrahmen bilden eine Einheit. ‣ weiterlesen

Anzeige

Mit dem Sigma 05 können bis zu drei Messfühler mit RS485-Schnittstelle und Modbus RTU-Protokoll zentral verwaltet werden. Die kompatiblen E+E Messfühler werden vom Sensor-Hub automatisch erkannt und sind sofort einsatzbereit. ‣ weiterlesen