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Personennotsignalsystem Funkwerk:
Eine Psychiatrie in
Rufbereitschaft

In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Kaiserslautern wird seit September 2005 ein funkgestütztes Personennotsignalsystem mit Telefoniefunktionen eingesetzt – eine Zwischenbilanz.

Text und Bilder: Funkwerk Enterprise Communications GmbH
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Kaiserslautern besteht seit September 2005 und ist Teil des Pfalzklinikum-Verbundes mit insgesamt zehn Standorten. In Kaiserslautern werden psychisch kranke Erwachsene aus der Region stationär, teilstationär oder ambulant betreut. Das hat den Vorteil, dass die Patienten in engem Kontakt mit ihren Angehörigen bleiben können und die Besuchswege kurz sind. Der vollstationäre Bereich umfasst 70 Betten auf vier räumlich getrennten Stationen; der teilstationäre Bereich bietet Platz für 20 Patienten. Um die Patienten kümmern sich ca. 100 Angestellte, darunter zahlreiche Mitarbeiter in Teilzeit.

Ein zeitgemäßes Personennotsignalsystem

Im Zuge der Regionalisierung der Psychiatrischen Kliniken in Rheinland-Pfalz wurde im September 2005 die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Kaiserslautern errichtet. Gleich nebenan befindet sich die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Ende 2006 ihren Betrieb aufgenommen hat. Bereits während der Bauphase Anfang 2005 war der Entschluss für ein modernes Personensicherungssystem gefallen, welches an allen Krankenhausstandorten des Klinikums zum Einsatz kommen sollte. Das System musste eine zielgenaue Ortungsfunktion bieten, die mobilen Handgeräte sollten nicht nur als Alarmmelder, sondern auch zum internen Telefonieren genutzt werden können. Da im ganzen Haus Wert auf eine stark mitarbeiterbezogene Personalführung gelegt wird, ging man auf der Suche nach der gewünschten Notsignalanlage einen ungewöhnlichen Weg. „Es war von Anfang an klar, dass das neue System in unserer neuen Klinik in Kaiserslautern in einem Pilotbetrieb getestet wird und die Ergebnisse einer flächendeckenden Nutzerbefragung in die Weiterentwicklung des Systems vor der Implementierung an unserem größten Standort in Klingenmünster einbezogen werden“, erläutert Paul Bomke, Kaufmännischer Direktor des Pfalzklinikums. Dies bekamen auch die Hersteller der Personennotsignalsysteme zu spüren, die sich vorab auf einer Hausmesse des Klinikums präsentieren durften. Da die Mitarbeiter später täglich mit den Geräten zu tun haben würden, sollte es einen möglichst breiten Konsens für die Lösung eines Herstellers geben. Während der internen Präsentation stellten vier Hersteller ihre Anlagen vor, und die Angestellten konnten besonders die Mobilgeräte genau in Augenschein nehmen. Brigitte Anderl-Doliwa, Pflegedienstleiterin in den Kliniken Kaiserslautern und Rockenhausen, verdeutlicht die speziellen Anforderungen an die Handgeräte. „Die Handgeräte dürfen nicht zu schwer, müssen aber zugleich äußerst robust sein. Eine unkomplizierte Handhabung ist darüber hinaus mindestens ebenso wichtig, schließlich wollen wir uns um die Patienten kümmern und nicht um die Technik!“ Ausschlaggebend für die Bewertung der verschiedenen Systeme waren neben den Erfahrungen während der Hausmesse der Preis sowie die Vorgaben durch BGR 139 (Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit). Das Rennen machte schließlich eine Personensicherungsanlage der Funkwerk Enterprise Communications GmbH aus Salzgitter. Klinikleitung und Mitarbeiter waren gleichermaßen von der Lösung überzeugt. Bereits während der Hausmesse diskutierten die Verantwortlichen in der Klinik mit dem Hersteller kleine Geräteänderungen wie z.B. die Anbringung eines deutlich ‚fühlbaren‘ Alarmknopfes an den Mobilteilen. Für ein Investitionsvolumen von 95.000E wurden dann eine DECT/-Secury-Anlage mit 54 Handgeräten, darunter einige nur mit Telefoniefunktionen, 38 Ortungssender sowie 28 Funk-Basis-Stationen angeschafft. Die Installationsphase dauerte zwei Monate.

Ein Notsignalsystem im Praxistest

Der Alltag in der Klinik ist geprägt von den ganz unterschiedlichen Tagesabläufen der einzelnen Patienten. Derzeit befinden sich 80 Patienten in stationärer sowie 20 in teilstationärer Behandlung. In der Regel können sie sich auf den Stationen frei bewegen. Je nach Erfordernis werden Einzel- oder Gruppengespräche, Ergo- und Bewegungstherapien, Alltagstraining, diverse Innen- und Außenaktivitäten und vieles mehr angeboten. Auch Besuche von Verwandten oder Freunden sind jederzeit möglich. Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter garantieren in erster Linie die therapeutischen Beziehungen sowie konkrete Absprachen zwischen Patient und Betreuungsperson. Dennoch bietet eine zusätzliche technische Absicherung ein erhöhtes Maß an Sicherheit. So tragen alle Mitarbeiter, die im Haus unterwegs sind, ein DECT-basiertes Mobiltelefon mit Alarmfunktion bei sich und können im Notfall sofort Alarm auslösen. Da sich die Mitarbeiter der Klinik im Haus ständig hin und her bewegen, kommt der Ortungsfunktion der Personennotsig-nalanlage eine zentrale Bedeutung zu. Im Alarmfall kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich ein Mitarbeiter unbedingt auf seiner üblichen Station befindet. Auch kann es sein, dass er oder sie in einer besonderen Situation nicht in der Lage ist, eine verbale Notrufmeldung abzugeben. In diesem Fall geht die Alarmmeldung an alle Handgeräte und läuft gleichzeitig auf den Rechnerbildschirmen der Stationszimmer auf. Über das integrierte Ortungssystem stehen sofort Informationen darüber bereit, an welcher Stelle ein Mitarbeiter Hilfe benötigt. Ortungssensoren befinden sich an verschiedenen Stellen des Gebäudes und ermöglichen eine zielgenaue Ortung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der Klinik. Vor dem Einsatz der Anlage wurde das Klinikpersonal geschult und die anfängliche Befürchtung einiger, dass es zu häufigen Fehlalarmen kommen könnte, hat sich in der Zwischenzeit zerstreut. Mit der Betreuung von Seiten des Herstellers ist die Klinikleitung sehr zufrieden. Helmut Leim, Leitender Sicherheitsingenieur, kommentiert: „Die gute Betreuung durch den Hersteller während der Installationsphase, aber vor allem auch im Nachgang ist ein wichtiges Kriterium, das auch über den Einsatz der Notsignalanlage an anderen Klinikstandorten entscheidet. Mit Gerätebeanstandungen hatten wir bisher nur in Ausnahmefällen zu tun, wenn beispielsweise die Form des Alarmknopfes geändert werden sollte. Der Hersteller hat hier aber prompt reagiert. Bei auftretenden Problemen ist es immer wichtig, zügig Hilfestellung zu bekommen, da sonst der Betriebsablauf empfindlich gestört wird. Schließlich ersetzt das System ja auch die Telefonanlage.“ Am Ende hatten auch hier wieder die Mitarbeiter der Klinik Kaiserslautern das Wort. Über einen Fragebogen wurden sie gebeten, den Einsatz des Systems zu beurteilen, Kritik und Verbesserungswünsche zu äußern. Das Feedback war so positiv, dass inzwischen ein weiterer Klinikstandort mit diesem Personennotsig-nalsystem arbeitet

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