Offen vernetzt statt
Insellösung

Im Smart Home sind bislang getrennte Gewerke zu einem intelligenten System verbunden, das neben Energieeinsparungen Komfort und Sicherheit bietet. Die Gebäudetechnik ist nur ein kleiner Teil der fortschreitenden Vernetzung, die künftig das Haus mit vielen Diensten und Anwendungen verknüpft. So wird das Smart Home zum Wegbereiter für das intelligente Stromnetz, indem Energieversorger dem Anwender Lösungen bieten, mit denen sie ihren Stromverbrauch intelligent reduzieren können. Telekommunikationsanbieter ergänzen dieses Angebot mit mobilem Datenzugriff via Smartphone oder Tablet. Mit dieser Entwicklung gehen Forderungen nach Standards, batterieloser Funktechnologie, Interoperabilität und offenen Schnittstellen einher. Hier zeichnet sich bereits das ‚Internet der Dinge‘ ab.

unterschrift: (Bild: EnOcean GmbH)

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Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 50Mrd. Geräte mit dem Internet vernetzt sein. Der Weg zu dieser beeindruckenden Zahl erfordert offene, flexible Technologien, die sich einfach in verschiedene Systeme einbinden und erweitern lassen. Das verändert auch die entsprechenden Produkte und bringt Lösungen hervor, die unterschiedliche Kommunikationsstandards integrieren oder nahtlos miteinander verbinden. Die Technologien für die kommunizierenden Geräte sind bereits vorhanden. Was fehlt, sind offene Software-Schnittstellen, die Teillösungen unterschiedlicher Hersteller zusammenführen – und zwar weltweit.

Funkkommunikation ohne Batterien

Ein Beispiel für die Öffnung von Systemen ist die batterielose Funktechnologie. Diese hat ihren Ursprung in der Automation von gewerblich genutzten Gebäuden und ist dort als einer der wichtigsten Kommunikationsstandards etabliert. Nach dem Prinzip des Energy Harvesting gewinnen die Funkmodule ihre Energie mithilfe von Energiewandlern aus Bewegung, Licht oder Temperaturdifferenzen. Dadurch ermöglicht diese Technologie energieautarke, batterielose Sensoren, die verschiedenste Daten wie einen Tastendruck, Temperatur, Feuchte, Anwesenheit oder CO2 erfassen, um Aktoren intelligent per Funk zu steuern – beispielsweise für die Automatisierung von Licht, Jalousie, Heizung oder Klimaanlage.

Erfolgsmodell Interoperabilität

Ein Grund für die erfolgreiche Durchsetzung der batterielosen Funktechnologie auch im privaten Wohnungsbau ist die Interoperabilität der verschiedenen Geräte. Basierend auf dem internationalen Standard ISO/IEC 14543-3-10 hat die EnOcean Alliance einheitliche Anwendungsprofile (EnOcean Equipment Profiles, EEPs) für den batterielosen Funk definiert. Die EnOcean Alliance ist ein Zusammenschluss von Unternehmen weltweit, die innovative, ressourcenschonende Automationslösungen für nachhaltige Gebäudeprojekte entwickeln. Etwa 100 Geräteprofile stehen heute für verschiedenste batterielose Funklösungen für die Gebäude- und Industrieautomation sowie für Smart Home-Systeme zur Verfügung. In der Gebäudeautomation erfordert eine optimale Steuerung häufig den Einsatz verschiedener Standards. Über Gateways lassen sich deshalb die besonderen Eigenschaften der batterielosen Funktechnologie auch mit den spezifischen Funktionalitäten und Vorteilen von KNX, Ethernet/IP, BACnet, LON oder DALI verbinden.

Offen vernetzt statt 
Insellösung
Bild: EnOcean GmbH Bild: EnOcean GmbH


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