Neueste Technologie im Hotel Pyramide

Modernisierung mit IPTV: GSS Grundig SAT Systems GmbH realisiert Empfangsanlage für Tophotel

Mit den Produkten der MultiDigital-Plattform der GSS Grundig SAT Systems GmbH wurde der Grundstein für Empfangsanlagen auf IP-Basis aus GSS-eigener Entwicklung gelegt. Hardware und Software für IP-basierte Kopfstationen stehen für viele Einsatzbereiche zur Verfügung. In einem Pilotprojekt für das 4 1/2-Sterne Hotel Pyramide in Fürth wurde dessen TV-Anlage mit einer speziell angepassten IPTV-Lösung modernisiert.
Die Empfangsanlage im Hotel Pyramide ist über mehrere Jahre immer wieder erweitert worden, was auch zu Lasten der Qualität ging. Eine Modernisierungs-Lösung mit Koaxialkabel ist gerade bei einem Bestandsgebäude sehr aufwändig umzusetzen. Im speziellen Fall gestaltet zudem die besondere Bauweise des Hotels (Glaspyramide) das Nachziehen von Leitungen sehr kostenintensiv. Deshalb musste eine andere technische Basis als Lösung für die Modernisierung gefunden werden.

IPTV als Königsweg

In klassischen Hotelzimmern gehören Antennendose und Telefon zur Grundausstattung. Die Telefonverkabelung ist, entgegen der klassischen Antennenverkabelung in Baumstruktur, immer eine sternförmige Struktur. Sie bietet sich somit als Variante zur Nutzung der IPTV-Technologie unter Beibehaltung des bestehenden Kabelnetzes an. Bei der Projektierung galt es, noch folgende Punkte zu lösen: Transport hoher Datenraten über die Telefonleitung in die Hotelzimmer. Die Telefondose befindet sich meistens nie neben dem Fernseher. Bestandsfernseher sollten nach Möglichkeit mit eingebunden werden, so dass keine speziellen Hotelsystem-Fernseher erforderlich sind. Die erste Forderung erfüllt die DSL-Technologie. Zum Einsatz kommt die Variante VDSL2, die eine Datenrate bis zu 100Mbit/s ermöglicht. Die Verlegung der Telefondose in die Nähe des TV-Standorts erweist sich aufgrund der nur zwei erforderlichen Drähte ebenfalls als einfach, ohne Zimmerrenovierung und bei laufendem Hotel-Betrieb. Zur Umsetzung des dritten Punktes galt es, IP-Set-Top-Boxen zu wählen, die herstellerneutral bei der Middleware sind und über die HDMI-Schnittstelle an die bestehenden Flat-TVs angeschlossen werden können. Inzwischen gibt es einige TV-Geräte, die für den Betrieb mit IPTV-Signalen ohne zusätzlich IP-Set-Top-Box geeignet sind. Dies erleichtert den Einsatz zusätzlich.

Die GSS IPTV-Kopfstelle als Basis

In der Empfangs- und Verteilanlage auf Basis der GSS IPTV-Kopfstelle dient die zentrale Hardware HSMS 100 (Standard-line) bzw. PSMS 1000 (Profi-line) als Server. Sie kann mit unterschiedlichen Software-Applikationen bestückt werden. Die Kassette fügt sich in die Kopfstation ein, wie alle anderen Kassetten auch. Zentraler Bestandteil ist dabei die GSS Middleware für die zentrale Verwaltung der angeschlossenen IP-Set-Top-Boxen. In den Hotelzimmern wurden je eine IP-Set-Top-Box und ein DSL-Modem installiert. Das DSL-Modem hat einen internen Switch, der zudem eine VLAN basierende Internetanbindung für den Gast ermöglicht. Weitere IP-Anwendungen sind durch die noch nicht benutzten Ports möglich. Mit der IP-Set-Top-Box können sowohl die Bestandsfernseher als auch neue herkömmliche Fernseher betrieben werden. Dabei wurde die Fernbedienung getauscht, so dass nun die IP-Set-Top-Box und nicht mehr direkt der Fernseher gesteuert wird. Durch die Verfügbarkeit von TV-Geräten mit direktem IP-Eingang kann die IP-Set-Top-Box inzwischen entfallen, sofern bei der Modernisierung auch die TV-Geräte ausgetauscht werden.

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