Neue Maßstäbe im Bereich Aufzugnotruf

Ob im Büro, im Krankenhaus oder im Einkaufszentrum – jeden Tag benutzen in Deutschland Tausende von Menschen Aufzüge. Um die Fahrgäste in einer Notsituation zu schützen, müssen Aufzüge bestimmte Sicherheitsanforderungen nach der europäischen Norm EN81 erfüllen. Dazu gehört die regelmäßige Kontrolle und Simulation des Aufzugnotrufs. Scanvest liefert mit seinem Aufzugnotruf jetzt eine Lösung, die die Notrufsimulation in regelmäßigen Abständen komplett selbstständig durchführt und dank IP-Technik die eigene Verfügbarkeit permanent selbst überwacht. Von dieser Lösung profitieren auch Betreiber älterer Aufzüge, denn die eingesetzte IP-Technik lässt sich problemlos in vorhandene Anlagen einbinden. Das Ergebnis: Ein hoher Sicherheitsfaktor bei großer Kostenersparnis in Wartung und Service – normgerecht.
Autor: Xenios Maroudas, Scanvest GmbH l Bild: Scanvest GmbH
Die regelmäßige Kontrolle und Simulation eines herkömmlichen Aufzugnotrufs nach EN81 ist in der Regel sehr personal- und kostenintensiv, da jede Aufzugnotrufeinrichtung im Abstand von drei Tagen kontrolliert werden muss. Für jede Kontrolle braucht der Fachmann eine viertel bis halbe Stunde. Darüber hinaus basieren viele Systeme auf einer üblichen Telefonverbindung, das heißt, die Verbindung zum Notrufempfänger wird erst bei Bedarf hergestellt. Das bedeutet konkret: Erst beim Drücken der Notruftaste zeigt sich, ob die Verbindung auch funktioniert – im Ernstfall eine fatale Sicherheitslücke. Für beide Aspekte bietet der Scanvest-Aufzugnotruf innovative Lösungen: eine vom System komplett selbstständig durchgeführte Notrufsimulation sowie eine permanente Verfügbarkeitsprüfung der Verbindung over IP.
Automatische Notrufsimulation spart Kosten
Im Rahmen der patentierten zyklischen Notrufsimulation wird eine Notrufauslösung einmal pro Tag vom Scanvest-IP-Intercom-Server selbstständig simuliert: Dabei nimmt das System sowohl eine Überprüfung der physischen als auch der kommunikationstechnischen Komponenten des Aufzugnotrufs vor – ganz ohne zusätzlichen Einsatz von Personal. Im ersten Schritt wird die Funktion der Notruftaste mechanisch getestet – genau so, als würde ein Fahrgast sie drücken. Die Funktionsfähigkeit der Taste wird daraufhin vom System bestätigt. Im zweiten Schritt wird ein Lautsprecher-Mikrofon-Test durchgeführt: Der Server sendet hier automatisch einen kurzen Test-Ton an den Lautsprecher im Fahrkorb. Das Echo wird aufgenommen und zum Server zurückgeschickt. Ist das empfangene Signal in Ordnung, gilt der Test als bestanden. Der Vorteil: Die zyklische Notrufsimulation ersetzt eine manuelle Prüfung durch Fachpersonal und ist dadurch sehr zeit- und kostensparend.
Hohe Sicherheit durch permanente Verfügbarkeitsprüfung
Die Aufzugnotruflösung von Scanvest sieht eine dauerhafte Netzwerkverbindung (DSL) von der Aufzugsprechstelle zu einem fes­ten IP-Intercom-Server vor. Damit ist die Überwachung und Kontrolle des Aufzugnotrufs zu jeder Zeit möglich, unabhängig davon, ob der Notruf betätigt wird oder nicht. Im Rahmen einer permanenten Verfügbarkeitskontrolle prüft das System selbstständig die IP-Adressen aller angeschlossenen Notrufsprechstellen. Bildlich lässt sich das mit einem Ping-Pong-Spiel vergleichen: Der IP-Intercom-Server sendet im Abstand von zwei Sekunden Signale an alle registrierten Notrufsprechstellen – und das rund um die Uhr. Bei Verfügbarkeit ihrer IP-Adresse liefern diese ein Antwortsignal. Sollte dieser Signalfluss einmal – egal aus welchen Gründen – unterbrochen werden, erhält die zuständige Leitstelle eine Störmeldung. Gleichzeitig leitet das System automatisch eine Notfahrt ein: Der Aufzug fährt ins Erdgeschoss, öffnet die Türen und blockiert die Aufzug­steuerung solange, bis die Störung behoben ist. Dieser Ablauf kann ganz auf die Bedürfnisse des Betreibers abgestimmt werden. Je nach Wunsch erfolgt die Störmeldung direkt auf einen vorhandenen Leitstand oder auf andere zuständige Sicherheitsstellen. Eine automatische Weiterleitung der Meldung per Telefon, E-Mail oder SMS ist selbstverständlich auch möglich. Darüber hinaus lässt sich genau festlegen, nach welchem Zeitabstand das System im Fall einer Störung mit der automatischen Notfahrt beginnen soll. Die permanente Verfügbarkeitsprüfung erhöht die Sicherheit über die Norm EN81 hinaus – diese setzt eine Notrufsimulation lediglich alle drei Tage an.
Automatischer Notruf bei Aufzugsbenutzung und Stromausfall
Über die ständige Datenverbindung zwischen Scanvest-IP-Server und den Sprechstellen wird der jeweilige Benutzungsstatus des Aufzugs übermittelt. Dies heißt, der Server weiß immer, wann ein Aufzug Personen befördert. Wenn nun in einem solchen Fall ein Stromausfall eintritt, sendet der Server automatisch einen Notruf an die zuständige Sicherheitsleitstelle.
Lizenzen statt Hardware
Für die Inbetriebnahme des Aufzugnotrufs over IP ist nur ein geringer Anteil von zentraler Hardware notwendig. Denn das System basiert in erster Linie auf Lizenzen. Im Gegensatz zu Hardware benötigen Lizenzen keine Energie, Ersatzteile oder Platz. Sie können auch nicht beschädigt werden.
Unbegrenzte Reichweite und
große Flexibilität im Einsatz
Bei geeigneter Datenverbindung gibt es keine Entfernungsbegrenzung für den Betrieb von Scanvest-IP-Intercom-Sprechstellen, denn durch die Netzwerkverbindung sind weder Server noch Leitstellen an feste Standorte gebunden. Je Liegenschaft ist lediglich ein DSL-Anschluss notwendig, um mit dem Server verbunden zu werden. Darüber hinaus kann das System jederzeit um zusätzliche Sprechstellen erweitert werden. Ganz einfach und schnell über Lizenzen – es ist keine zusätzliche Hardware im Server erforderlich. Außerdem ist das Integrieren einer Videoüberwachung in das Aufzugnotrufsystem möglich. Das erhöht die Sicherheit und reduziert Servicekosten, die z.B. bei der Überprüfung eines Fehlalarms anfallen würden. Übrigens: Die Übertragungskapazität des Aufzugnotrufs over IP beträgt lediglich 100 bis 140kBits.
W-LAN-Kompatibilität
Die Kommunikationsanbindungen in Aufzügen laufen in der Regel über die Schleppkabel. Für den Fall, dass über diese Kabel kein Netzwerkanschluss möglich ist, z.B. weil der Aufzug schon älter ist, kann die Verbindung problemlos über eine W-LAN-Brücke oder über andere Medien-Konverter hergestellt werden. Eine komplette Umrüstung der Schleppkabel ist somit nicht notwendig. Die Kosten beschränken sich hier auf die Anschaffung von W-LAN-Routern.
Natürliche Kommunikation erhöht Sicherheitsempfinden
Notsituationen in Fahrstühlen sind für alle Beteiligten unangenehm und lösen nicht selten Panik bei den Betroffenen aus. Um die Kommunikation so einfach und natürlich wie möglich zu gestalten, sind die Notrufsprechstellen von Scanvest mit einem Freisprechmodus in Voll-Duplex ausgestattet. So besteht zwischen Fahrgästen und Leitstand eine permanente kommunikative Verbindung wie in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht – beide Parteien können gleichzeitig sprechen. Das Drücken von Knöpfen ist dafür nicht mehr notwendig. Durch diese ’natürliche Gesprächssituation‘ kann das zuständige Sicherheitspersonal die eingeschlossenen Personen viel besser beruhigen und sie auf dem Laufenden halten. So wird das Sicherheitsempfinden der eingeschlossenen Personen erheblich erhöht.
Scanvest-Aufzugnotruf setzt Maßstäbe
Ob Zutrittskontrollen, Video- oder Parkhausüberwachung: Immer mehr Kommunikationssysteme werden über die IP-Technologie betrieben. “Gerade die Betreiber von Aufzügen können von diesem Trend profitieren“, so Bernd Ammelung, Marketingdirektor und stellvertretender Geschäftsführer der Scanvest GmbH. “Mit unserem Aufzugnotruf erhalten sie ein modernes und sicheres Aufzugsnotrufsystem. Zudem ist es durch die automatische Notrufsimulation besonders wirtschaftlich: Es spart den regelmäßigen Einsatz von Servicekräften und amortisiert sich bereits im ersten Betriebsjahr. Dass es gleichzeitig die europäische Norm erfüllt, macht uns besonders stolz.“

www.scanvest.de

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