Anzeige
Anzeige

Nachhaltig verkabeln

Langfristige Flexibilität, niedrige Kosten und hohe Betriebssicherheit dank der dezentralen Elektrodistribution

Die moderne Arbeitswelt ist mehr denn je auf Flexibilität ausgerichtet: In vielen Büros sind anpassungsfähige Raumstrukturen, eine mobile Ausstattung sowie unterschiedlich gestaltete Arbeitsbereiche bereits Standard. Nicht selten stoßen solche Konzepte jedoch aufgrund der technischen Infrastruktur an Grenzen. Gerade die essentielle Bedeutung einer flexiblen Versorgung mit Strom wird bei der Planung oft unterschätzt. Die langfristigen Folgen sind ein Kabelchaos mit fatalen Sicherheitsmängeln, bedenkliche Hilfskonstruktionen oder eine aufwändige Neuverkabelung. Abhilfe schafft die dezentrale Elektrodistribution mit der Consolidation Point Technik von Schulte Elektrotechnik.
Eine Untersuchung des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation ergab, dass sich die Raumnutzung in Büros durchschnittlich alle drei Jahre ändert, z.B. aufgrund der Umstrukturierung oder Erweiterung eines Unternehmens. Anpassungsfähige Grundrisse, eine modulare Ausstattung sowie eine flexible Infrastruktur erweisen sich somit als vorteilhaft. Ein großer Teil der Bürobauten ist mit Kanalsystemen oder Hohlböden ausgestattet, die einen gewissen Spielraum für technische Installationen bieten. Bei der Versorgung mit Strom wird deren Potenzial jedoch oft nicht optimal genutzt. So sind viele Büroetagen sternförmig von einem zentralen Schaltraum aus erschlossen, wobei die Arbeitsplätze über fest installierte Bodentanks oder Wandsteckdosen mit Strom versorgt werden. Besonders bei groß dimensionierten Büroflächen sind hier aufgrund der Distanzen enorme Kabelmengen erforderlich, die gewaltige und unübersichtliche Kabelpakete mit einer hohen Brandlast bilden. Zudem erweisen sich die vorinstallierten Wandsteckdosen spätestens nach der ersten Umgestaltung der Arbeitsplätze häufig als falsch platziert. Nachträgliche Anpassungen sind aufwändig, da mitunter neue Kabel verlegt werden müssen.

Flexibilität durch Dezentralität

Eine flexible Elektroinstallation ermöglicht nicht nur eine rasche und unkomplizierte Anpassung an neue Situationen, sondern bietet ebenso Spielraum für individuelle Bedürfnisse. Statt vieler einzelner Leitungen wird bei der dezentralen Elektrodistribution pro Etage oder Brandabschnitt eine Flachbandleitung mit 400V Drehstrom verlegt. Dezentrale Verteilerstationen sorgen für die lokale Erschließung und Absicherung einzelner Bereiche. Bei Systemböden lässt sich der Hohlraum im Boden für die Platzierung der Verteiler optimal nutzen. Über dezente Bodenauslässe in direkter Nähe der Arbeitsplätze werden diese gezielt und auf kürzestem Weg mit Strom versorgt. Besonders Doppelböden mit beweglichen Bodenplatten ermöglichen jederzeit Anpassungen ohne große bauliche Eingriffe. Die Verteilerstationen können jedoch genauso gut sichtbar oder verdeckt an der Wand oder Decke angebracht sein. Diese Varianten eignen sich z.B. für Arbeitsplätze in Fertigungshallen, wo Doppelböden aufgrund der starken Belastung verhältnismäßig teuer sind.

Maßgeschneiderte Lösungen

Mit Evoline Consolidation Points bietet Schulte Elektrotechnik ein modulares System, das der jeweiligen Nutzung entsprechend dimensioniert und nachträglich mit geringem Aufwand angepasst werden kann. Die Consolidation Points sind individuell konfigurierbar und ebenso für die dezentrale Verteilung von Daten einsetzbar. Versorgt werden die Strommodule über eine fünfadrige Flachbandleitung mit 400V. Anschlüsse lassen sich über einen Abgriff an beliebiger Stelle der Leitung mittels Piercingschrauben, ohne Abisolierung und Schneiden der Flachbandleitung herstellen. Über die Consolidation Points wird der Strom nun mit 230V lokal verteilt und auf kürzestem Weg zu den einzelnen Arbeitsplätzen geführt. Wenn sich die Nutzungsstruktur ändert, lässt sich die Elektroinstallation problemlos anpassen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Jede Maschine, jede Anlage muss mit Strom versorgt werden. Oftmals geschieht dies in der Planungsphase mit Standardkomponenten. Die eingeplante Kabeldurchführung oder Kabelverschraubung ist daher oft zu groß oder zu klein und somit nicht passrecht. Dieser Umstand lässt es für den Monteur, der die Maschine anschließen muss, regelmäßig und buchstäblich zur Qual werden, starre Kabel durch eine exakt positionierte Kabelverschraubung hindurchzuführen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Mit Daten aus dem ABB-Strommesssystem ‚CMS‘ lassen sich Gebäude noch umfassender steuern. Dank eines Gateways von Wachendorff Prozesstechnik klappt die Kommunikation zwischen Modbus RTU und KNX reibungslos. ‣ weiterlesen

Die Strategie, die Paul Daugalis als Geschäftsführer des litauischen Unternehmens Huaas Engineering verfolgt, ist visionär: das Management des kompletten Lebenszyklus von Gebäuden aus einer Hand. Dass man mit der Umsetzung dieser Idee auch noch Preise abräumen kann, zeigte Daugalis mithilfe des neuen Firmensitzes der Hugaasgruppen AS in Norwegen. BIM ist hier die Planungsmethode. ‣ weiterlesen

Das wohl am häufigsten verarbeitete Medium bei der Verdrahtung von Komponenten in Schaltanlagen und Schaltschränken ist nach wie vor die Aderendhülse. Wer damit verdrahtet, benötigt prozesssichere, komfortable und ermüdungsarme Werkzeuge. Mit der Crimpfox Duo 10 bietet Phoenix Contact jetzt eine Crimp-Zange, die neben der seitlichen und frontalen Verdrahtung weitere Vorteile aufweist und ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht. ‣ weiterlesen

Anzeige

Für Installateure, die auf optimal sichtbare Laserlinien setzen, ist der LAX 300 G ein passendes Hilfsmittel. Die GreenBeam-Technologie steht für scharfe, helle und lange Laserlinien. ‣ weiterlesen

Die Gitterrinne GR-Magic von Obo lässt sich einfach und effizient ohne Werkzeug montieren. Sie kann in Verbindung mit Auslegern als Tragsystem in Flucht- und Rettungswegen eingesetzt werden und ist außerdem für den Funktionserhalt geprüft und zugelassen.
‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige