Anzeige

Multi-(T)Raum
Jukebox war gestern

Die Musik hat es nicht leicht im digitalen Zeitalter. Tausende von Songs schlummern auf den Festplatten dieser Welt, meist feinsäuberlich archiviert in Ordnern, manchmal einfach nur wild durcheinander abgespeichert. Einige Sammler haben dabei einen Bestand angehäuft, der beim endlosen Abspielen problemlos die Monatsgrenze durchbrechen würde. Leider bietet aber gerade der heimische Computer-Arbeitsplatz nicht immer die passende Atmos­phäre für einen ungestörten und entspannten Musikgenuss. Mit dem Zusammenwachsen von IT und UE bietet sich für dieses Problem eine Lösung: Multi-Room-Systeme verteilen die Musik im ganzen Haus an jeden gewünschten Ort. Mit dem System des kalifornischen Pioniers Sonos lassen sich sogar bis zu 32 Räume drahtlos versorgen und somit ergeben sich 32 potentielle Möglichkeiten, um die Schätze an digitaler Musik endlich wieder zum Klingen zu bringen.
Text und Bilder: Sonos Europe B.V.

Die Idee an sich ist simpel wie genial zugleich: Die Konzeption eines Systems, mit dem man digitale Audiodaten in einem Haus oder einer Wohnung verteilen und in verschiedenen Räumen wiedergeben kann. Aber: Das Ganze sollte (natürlich) drahtlos funktionieren und praktischerweise sollte man neben dem PC weitere Musikquellen anschließen können. Eine Integration von vorhandenem Audio-Equipment wäre ebenfalls wünschenswert. Nach einem Umzug in eine größere Wohnung müsste sich das System problemlos erweitern lassen und für die benutzerfreundliche Bedienung sollte sich alles mit einem zentralen, handlichen Interface steuern lassen. Zu guter Letzt wäre eine einfache Installation und Inbetriebnahme wünschenswert, ohne sich vorher zum Systemadministrator ausbilden lassen zu müssen.
Die (Sonos-) Lösung
Alle Musikliebhaber können sich freuen, denn es gibt bereits ein System, welches die oben aufgeführten Kriterien erfüllt. Dabei haben sich der Gründer von Sonos, John MacFarlane, und seine Entwickler ein einfaches Credo auf die Fahnen geschrieben: ‚It’s all about music‘. Für den Nutzer steht der Musikgenuss im ganzen Haus im Vordergrund, die Möglichkeit seine digitale Musiksammlung neu zu erleben und zu entdecken, ohne sich dafür durch Handbücher und Betriebsanleitungen arbeiten zu müssen. Die Basis des Sonos Multi-Room Music Systems bilden die sogenannten ZonePlayer, die beliebig in den Räumen der Wohnung oder des Hauses verteilt werden können. Diese greifen drahtlos auf Musik von PC, NAS-Server, Webradio oder Musikdiensten aus dem Web zu. Einzige Vorraussetzung: Einer der ZonePlayer muss via LAN-Kabel mit dem Internet verbunden sein. Nach dem Anschluss eines Players an das bestehende Netzwerk baut sich das ‚Sonosnet‘ auf. Durch dieses geschlossene Netzwerk, welches mit einer 256Bit-Verschlüsselung arbeitet, kommunizieren die restlichen ZonePlayer drahtlos untereinander. Da jeder Player als Empfänger und Sender gleichermaßen dient, entsteht ein immer weiter reichendes Mesh-Netzwerk, das bei Belieben auf bis zu 32 ZonePlayer erweitert werden kann. Der kalifornische Hersteller bietet zwei Arten von ZonePlayern an. Der ‚kleine‘ ZP80 ist ausgelegt für den analogen oder digitalen Anschluss an bestehende HiFi/AV-Anlagen, der größere ZP100 wartet mit einer eigenen digitalen Endstufe (2x50Watt) auf und kann direkt mit Lautsprechern verbunden werden. Somit können auch Nebenräume wie Schlafzimmer oder Küche, die bisher noch nicht über eine Audio-Ausstattung verfügten, drahtlos mit Musik versorgt werden. Falls sich der Internetanschluss im Flur oder Keller befindet und der Nutzer dort nicht zwangsläufig Musik hören möchte, empfiehlt sich die ZoneBridge. Das kompakte Gerät dient als Repeater und verteilt von dort aus das Signal an die restlichen ZonePlayer.
Grenzenloser Musikgenuss
Als mögliche Quellen können neben den bereits erwähnten auch iPod und Co. genutzt werden, die mittels analoger Anschlüsse mit den ZonePlayern verbunden werden. Insgesamt bietet Sonos die Möglichkeit, 16 Musikquellen gleichzeitig einzubinden. Neben den lokalen Inhalten des allgemeinen Heimnetzes stehen ca. 400 vorprogrammierte Webradio-Stationen zur Verfügung sowie der Musik-Service Napster, der den Zugriff auf derzeit ca. 5 Mio. Titel ermöglicht. Herzstück des Systems ist der Sonos Controller CR100 mit 3,5“ LCD-Farbdisplay und QVGA-Auflösung (320x240Pixel), mit dem sich nahezu alle Funktionen steuern lassen. So können einzelne Zonen in Gruppen kombiniert werden oder im Partymodus das ganze Haus mit der gleichen Musik beschallt werden. Durch die bidirektionale WLAN-Verbindung unterliegt der Controller keiner Reichweitenbegrenzung und erlaubt außerdem die Darstellung von zusätzlichen Informationen auf dem Display wie beispielsweise Albumcover. Über das handliche Interface lassen sich auch problemlos neue/weitere ZonePlayer in das Netzwerk integrieren – nach einmaligem Drücken zweier Tasten am ZonePlayer wird er sekundenschnell erkannt und eingebunden. Anschließend können Name der neuen Zone sowie ein passendes Piktogramm ausgewählt werden. Analog zur Hardware-Version wird der Sonos Desktop-Controller in Form einer Software mitgeliefert. Hierüber können die entsprechenden Musik-Ordner des PCs für Sonos zugänglich gemacht und neue Webradio-Stationen in das Netzwerk eingebunden werden. Beim Einpflegen der persönlichen Musiksammlung erweist es sich als sinnvoll, dass der Zugriff auch über die Original-Verzeichnisstruktur auf Dateibasis erfolgen kann. Die Struktur der eventuell über Jahre angelegten Musikbibliothek kann somit auch auf dem Sonos-Controller durchsucht werden. Zwar lassen sich mit Sonos theoretisch bis zu 32 Räume mit Musik versorgen, für den Einstieg bietet der Hersteller aber das Startpaket ‚Bundle 130‘ an, welches mit zwei Netzwerkempfängern (ZP80 und ZP100) und einem Controller ausgestattet ist. Inklusive ist ebenfalls eine 30-tägige Testversion des Musikdienstes Napster.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

IT-Verkabelungen in Gebäuden werfen oft viele Fragen auf: Wie viele Gigabit kommen wirklich aus der Leitung? Welche Übertragungsraten sind möglich? Wie viele Endgeräte können problemlos angeschlossen werden? Reicht die Bandbreite aus? Muss die Verkabelung zertifiziert oder qualifiziert werden? Worin liegen eigentlich die Unterschiede? Und welche Normen sind zu beachten? Die Antwort auf all diese Fragen lautet leider wie so oft: Kommt ganz darauf an! ‣ weiterlesen

Anzeige

In Zeiten von Corona gilt mehr denn je: Das smarte Zuhause fängt an der Haustür an. Mit vernetzten Türsprechstellen kann man das Türgespräch über das Telefon in jedem Zimmer und sogar vom Supermarkt aus annehmen. Ohne die Tür öffnen zu müssen, verpasst man so keinen Besuch oder Paketboten. Bei den einzelnen Modellen gibt es jedoch grundlegende Unterschiede.‣ weiterlesen

Anzeige

Eine flexible Netzwerkinstallation über SMI(Small Media Interface)-Technik ergänzt das Datalight-System von Fränkische. Damit können Elektroinstallateure und Endverbraucher die Vorteile des Kunststofflichtwellenleiters künftig noch besser für eine stabile und anpassungsfähige Infrastruktur im Heimnetzwerk nutzen.‣ weiterlesen

Anzeige

Über lange Zeit war die Verteilung von TV-Signalen über Koaxial-Kabel als DVB-S/C/T-Signal die einzige Variante, um z.B. in Wohnanlagen oder Hotels für eine große Auswahl an Programmen zu sorgen. Durch die Digitalisierung der Signal-Übertragung bietet sich mit der IP-Verteilung inzwischen eine weitere Möglichkeit für die Programmverteilung an. Welche Voraussetzungen sind für IP-Streaming erforderlich und welche Herausforderungen stellt das an die Satelliten-Empfangs-Anlagen? Was muss beachtet werden, welche Technik muss vorhanden sein? Welche Leistungsfähigkeit ist erforderlich?‣ weiterlesen

Mit über 2.500 Wohnungen im Portfolio zählt die Wohnstätte Stade eG zu den führenden Baugenossenschaften der niedersächsischen Hansestadt Stade. Für ein im Oktober 2019 fertiggestelltes Neubauobjekt arbeitete sie erstmals mit Intratone zusammen. Frankreichs Marktführer für kabellose, mobilfunkbasierte Gegensprechanlagen und Zutrittskontrollsysteme wurde damit betraut, das Mehrfamilienhaus mit der Video-Gegensprechanlage DITA auszustatten.‣ weiterlesen

Mit einem neuen Audioserver stellt Loxone eine flexible Audio-Lösung für jedes Gebäude vor, die extra für das Elektrofachhandwerk entwickelt wurde. Während Bewohner, Besucher oder Nutzer des Gebäudes von dem Sound der Neuentwicklung profitieren, dürfen sich Elektrofachkräfte über die einfache Montage und Konfiguration freuen. Dank zahlreicher Schnittstellen, vielfacher Funktionen und freier Skalierbarkeit präsentiert sich der Audioserver als Lösung für viele verschiedene Projekte - egal ob privates Zuhause, Wohnanlage, Büro, Veranstaltungsstätte oder Einkaufszentrum.‣ weiterlesen