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Moderne Gebäudetechnik, die Schule macht

Sonnenschutz, Lichtsteuerung, Brandschutz – nach mehr als 30 Jahren im alten Gebäude hat die Johann-Brunner-Schule in Cham einen Schnitt gemacht: Sie errichtete an alter Stelle ein komplett neues, modernes Schulgebäude und bekam im Zuge dessen auch eine Gebäudesteuerung nach individuellen Wünschen von Merten.

 Brandsicher: Durch die Unterverteilung in drei Zonen ist gewährleistet, dass die KNX-Anlage auch bei Feuer arbeitet. (Bild: Schneider Electric GmbH)

Brandsicher: Durch die Unterverteilung in drei Zonen ist gewährleistet, dass die KNX-Anlage auch bei Feuer arbeitet. (Bild: Schneider Electric GmbH)


Die Johann-Brunner-Hauptschule in Cham war bisher in einem Bau aus den Siebzigerjahren untergebracht. Mehr als 500 Jugendliche besuchen die Schule, etwa 80 Mitarbeiter kümmern sich um die Schülerinnen und Schüler. Im Jahr 2008, nach über 30 Jahren im alten Schulgebäude und im Zuge des Wandels von Haupt- zu Mittelschule, entschloss sich die Verwaltung zu einem Neubau. Das Gebäude war in die Jahre gekommen – so gab es z.B. kein zentrales Gebäudesteuerungssystem, die Elektronik war veraltet. Helmut Leberfinger, als Produkt- und Applikations-Spezialist Installationssysteme Südbayern verantwortlich für Merten-, Ritto- und Schneider Electric-Produkte, bemerkt dazu: „Es wurden immer nur Kleinigkeiten verändert und nach der Fertigstellung keine großen Installationen mehr getätigt. Der Hausmeister, der auch Elektroinstallateur ist, hatte damals die Anlage in der Schule installiert und seitdem alle Reparaturarbeiten umgesetzt.“ Im Rahmen des Neubaus sollte dementsprechend auch eine moderne Gebäudesystemsteuerung zum Einsatz kommen – nicht zuletzt deshalb, um die Auflagen an Brandschutz und Energieeffizienz zu erfüllen. Schnell war man sich beim Schulverband Cham einig, dabei auf den KNX-Standard zu setzen: Die neue Gebäudelösung sollte einen automatischen Sonnenschutz durch Jalousien sowie Präsenzmelder umfassen, die das Licht nur bei Bedarf anschalten. Auch für die Heizung wollte man energiesparende Technik einsetzen. Besondere Anforderungen stellte die Schulleitung aber an die Brandmeldeanlage: Um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten, müssen Rettungswege und Notausgänge jederzeit beleuchtet und auch nachts leicht zu finden sein.
Im hellen Schulgebäude fühlen sich Jugendliche und Lehrkräfte wohl. (Bild: Schneider Electric GmbH)

Im hellen Schulgebäude fühlen sich Jugendliche und Lehrkräfte wohl. (Bild: Schneider Electric GmbH)

Vertrauen zu Merten

Nach der Ausschreibung des öffentlichen Auftrags und eingehender Prüfung der Angebote entschloss sich der Schulverband Cham in Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung, auf regionale Betriebe und deren fachliche Expertise zurückzugreifen. Für die Elektroinstallation wählten die Verantwortlichen der Schule Elektro Schmelmer aus St. Englmar aus und verließen sich auf die Empfehlung des Unternehmens zu Produkten von Merten: „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Schmelmer zusammen“, ergänzt Leberfinger. „Dadurch hat der Betrieb sehr viel Erfahrung in der Installation von Merten-Produkten und kennt die dazugehörige Software sehr gut.“ Die Elektro-planer Hallermeier und Falkenstein erstellten für die Bewerbungsphase zunächst ein Konzept, anschließend organisierten sie bei Merten eine Produktvorführung, was den Schulverband Cham, der als Bauherr agierte, schließlich überzeugte. Vor der Ausführung erfolgte mit den Elektroplanern und dem Bauherrn noch ein weiteres Gespräch, um die einzelnen Lösungsschritte vorzustellen und jede Funktion auf ihre Machbarkeit zu überprüfen.

 Einfachere Wartung und Programmierung dank Touchpanels wie hier in der Turnhalle (Bild: Schneider Electric GmbH)

Einfachere Wartung und Programmierung dank Touchpanels wie hier in der Turnhalle (Bild: Schneider Electric GmbH)

Dezentrale Verkabelung für mehr Sicherheit

Bei der Installation der gesamten KNX-Struktur fanden hauptsächlich Merten-Produkte Anwendung: Dazu gehören sämtliche Aktoren in der Verteilung für Jalousien und Heizung sowie auch die Schalter, Steckdosen und die Wetterstation. Die Verkabelung im Schulgebäude wurde in drei abgegrenzte Zonen eingeteilt, die jeweils ihre eigene Verteilung im Keller der Schule besitzen. Von dort aus laufen alle wichtigen Kabel wie Licht- und Jalousieleitungen oder die Heizungsregelung zu den Klassenzimmern. Jedes Stockwerk in jeder der drei Bauabschnitte besitzt zusätzlich seine eigene Unterverteilung. Das gewährleistet die Sicherheit der Jugendlichen und Lehrkräfte auch im Brandfall: Bricht ein Feuer in einem Klassenzimmer aus, richtet der Brand nur in einer der drei Zonen Schaden an. Das übergeordnete KNX-System und damit die Energieversorgung durch die dezentrale Verteilungsstruktur bleibt intakt – die Rettungswege blieben so trotz lokaler Schäden weiter beleuchtet. In jedem Zimmer befinden sich Sensoren und Taster, die mittels Busleitung – dem eigentlichen KNX-System – verkabelt sind. Es gibt insgesamt 645 KNX-Teilnehmer, 14 Linien und 3.500 Gruppenadressen. Die Hardware ist nur eine Seite des KNX-Systems – auch die Software galt es einzurichten. Programmiert wurde die Anlage von Alexander Dietl, Projektleiter der Firma Schmelmer. Jeweils ein 10″-Touchpanel und ein MT701-Panel wurden in der Schule, der Turnhalle und in der Aula installiert, auf die die Schulleitung und die Hausverwaltung Zugriff haben und mit der sich sämtliche Gebäudefunktionen steuern lassen. Sie sind jeweils in verschiedene Zonen wie Licht, Jalousie und Einzelraumregelung eingeteilt. Einzelne Lampen oder der Sonnenschutz können so zentral ein- oder ausgeschaltet werden. Auch Fehlermeldungen werden auf den Touchpanels angezeigt: Wenn z.B. eine Pumpe oder ein Brandmelder eine Störung mitteilt, wird sie über den Binäreingang in das Bus-System eingekoppelt.

 Freundlich und modern - das neue Gebäude der Johann-Brunner-Mittelschule in Cham (Bild: Schneider Electric GmbH)

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