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Mehr Effizienz für Gebäude- und Sicherheits-Anlagen: Modernisierungskonzepte

Als Teil der Infrastruktur gehört die Gebäude- und Sicherheitstechnik zum Rückgrat eines Unternehmens. Doch gewährleisten nur Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik, dass bei Leistung und Funktionalität wirklich alle Potenziale voll ausgeschöpft werden. Modernisierung wird damit zur kontinuierlichen Herausforderung. Vor diesem Hintergrund hat Siemens Modernisierungskonzepte für Gebäudeautomation, Brandmeldetechnik und Sicherheitssysteme entwickelt, die schrittweise vorgehen und bestehende Anlagenteile weiternutzen. Gegenüber einem Totalaustausch des Systems ergeben sich daraus signifikante Kosteneinsparungen.
In Modernisierung zu investieren, heißt, in die Zukunft zu investieren. Dies gilt im besonderen Maße für die gebäudetechnischen Systeme. Eine Aufrüstung der bestehenden Anlagen macht sich damit etwa bei Energieeffizienz und Sicherheitsstandards unmittelbar positiv bemerkbar. Modernisierungskonzepte, wie sie Siemens für Gebäudeautomation, Brandmeldetechnik und Sicherheitssysteme entwickelt hat, kombinieren generationsübergreifend kompatible Hardware-Lösungen mit intelligenten Software- und Service-Dienstleistungen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die individuelle Aufgabenstellung mit dem Ziel, die vorhandene Infrastruktur schrittweise abzulösen und so möglichst lange kostenneutral weiternutzen zu können.

‚Grüne Modernisierung‘ der Gebäudeautomation

Steigende Energiepreise, aber auch ein zunehmendes Interesse an nachhaltigem Produzieren und Wirtschaften haben die Optimierung der Gebäudeautomation und HLK-Anlagentechnik in jüngster Zeit besonders in den Fokus rücken lassen. Investitionen in eine Modernisierung der bestehenden Anlagen amortisieren sich: Nachhaltig eingesparte Energie- und Betriebskosten erhöhen die Wirtschaftlichkeit. Höhere Verfügbarkeit und Betriebssicherheit tragen zusätzlich zu einem positiven Gesamtergebnis bei, weil sich Ausfallzeiten und Wartungsaufwand minimieren. Nicht zuletzt ermöglichen moderne Gebäudeautomationskonzepte erhöhte Komfortbedingungen für Mitarbeiter und Produktion. Um diese Effekte über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg zu nutzen, bündeln die Konzepte ‚Green Migration‘ und ‚Energiespar-Contracting (ESC)‘ verschiedene aufgabenspezifische Leistungen. Anlagentechnik und Gebäudeautomation lassen sich so gemeinsam modernisieren. Dieser ganzheitliche Ansatz berücksichtigt Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR), Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen (HLK) sowie ihre Nutzung und Betriebsweise. Damit verbessert er die Effizienz spürbar. Die enge Verzahnung der Einzelleistungen sichert die maximale Wirtschaftlichkeit über den gesamten Gebäudelebenszyklus:

– Effizienzanalyse: Der Kern der ‚grünen Modernisierung‘ ist die Energieanalyse. Sie zeigt energetisch sinnvolle Ideen auf, plant erforderliche Umbaumaßnahmen und schätzt Investitionsbedarf, Einsparung und Amortisierungsdauer ab – wichtige Grundlagen auch für kaufmännische Entscheidungen. Dafür wird zunächst die gesamte bestehende HLK- und MSR-Technik auf ihren Wirkungsgrad und ihr Nutzungsprofil hin analysiert. Auf dieser Datengrundlage werden – rechnerisch oder messtechnisch – die möglichen Effizienzsteigerungen bzw. Einsparmaßnahmen ermittelt.
– Modernisierung der HLK- bzw. der gesamten Gebäudetechnik: In einem zweiten Schritt werden diejenigen Teile der Gebäudetechnik saniert, die den Gesamtwirkungsgrad beschränken. Schon damit reduziert sich der Energieverbrauch deutlich.
– Migration der Gebäudeautomation: Ist die Hardware der Anlage, die Peripherie, auf neuem Stand, werden die Automatisierungs- und Managementsysteme schrittweise angepasst. Im Ergebnis erhöhen sich damit Leistungsumfang, Verfügbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage.
– Effizienzerweiterung: Zuletzt wird die MSR-Technik mit neuen Regelungsstrategien, Anlagenbetriebskonzepten und technischen Innovationen an die optimierte HLK-Anlage angepasst.
– Monitoring: Ein begleitendes Energiemonitoring – automatisch oder manuell – stellt mit verschiedenen Mess-, Vergleichs- und Kontrollfunktionen eine Transparenz im Optimierungsprozess sicher.
– Betriebsunterstützung: Während der Umstellungsphase erfährt das Betriebspersonal vielfältige Unterstützung durch eine sorgfältige Einweisung, Hilfestellung bei Problemen, Ereignisanalyse via Fernzugang und regelmäßige Softwaresicherung.
– Kontinuierliche Optimierung: Eine betriebsbegleitende Analyse ermöglicht einen ständigen Verbesserungsprozess durch die Erstellung von Gebäude-Nutzungsprofilen und die Überwachung der Verbrauchsbudgets. Zugleich bildet sie die Basis für Verbesserungsmaßnahmen und die Integration in einen kontinuierlich fortgeschriebenen Optimierungsplan.
– Instandhaltung: Die regelmäßige und fachgerecht durchgeführte Inspektion, Wartung und Instandsetzung der technischen Anlagen erhält ihre Leistungsfähigkeit und ihren Wirkungsgrad.
– Erfolgsgarantie: Im Rahmen eines ESC wird die Energieeinsparung über die Vertragslaufzeit garantiert und durch regelmäßige Erfolgsnachweise belegt.
– Finanzierung: Die anstehenden Investitionen können mithilfe von Leasing, Miete, Ratenkauf oder Forfaitierung finanziert werden.

Die technische Voraussetzung für einen solchen Modernisierungsprozess bildet das Gebäudeautomationssystem Desigo von Siemens, weil es offen und abwärtskompatible ist. Es ermöglicht eine vorausschauende Migration in kleinen, erschwinglichen und gut planbaren Schritten. Desigo-Komponenten ersetzen veraltete Elemente sukzessive und integrieren sich in das System. So werden die Vorteile der neuen Technik bei jedem einzelnen Modernisierungsschritt greifbar.

Modernisierung von Brandmeldeanlagen

Rund 75% aller Firmen, die einen nennenswerten Brandfall hatten, verschwinden innerhalb von nur drei Jahren vollständig vom Markt. Entsprechend stehen bei der Modernisierung von Brandmeldeanlagen andere Ziele im Vordergrund als bei der Gebäudeautomation. Hier geht es vor allem darum, alle verfügbaren technischen Neuerungen zur Umsetzung höchster Brandschutz-Standards zu nutzen. Denn tatsächlich haben die brandschutztechnischen Fortschritte der letzten Jahre noch einmal wesentliche Verbesserungen gebracht:

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– Detektionssicherheit: Brandmelder mit applikationsspezifischen Parametersätzen – wie die Sinteso S-Line von Siemens – ermöglichen Detektionssicherheit. Zum einen können durch Auswahl des geeigneten Parametersatzes mit hinterlegten Signalmustern Störgrößen zuverlässig ausgeschlossen werden. Zum anderen werden komplexe Brandschutz-Lösungen für schwierige Umgebungsbedingungen ermöglicht, etwa durch eine dynamische Anpassung der Parametersätze, durch ereignisgesteuerte Parameterumschaltung, durch Gefahrenstufen-Steuerung oder durch das Multizonen-Konzept.
– EMV-Sicherheit: Obwohl Mobiltelefone heute allgegenwärtig sind, genügen ältere Brandmeldeanlagen nicht immer den entsprechenden Anforderungen an die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Eine EMV-Abschirmung, wie sie für moderne Melder und Leitungsnetze heute selbstverständlich ist, vermeidet Falschalarme.
– Bedienkomfort: Klar strukturierte Bedienoberflächen mit Klartextdisplays und intuitiver Benutzerführung stellen sicher, dass auch in Stresssituationen die richtigen Maßnahmen ergriffen und effektiv abgearbeitet werden.

Auch hier sind technische Modernisierungs-Lösungen gefragt, die sowohl an die individuellen Brandschutz-Anforderungen des Kunden als auch an die jeweiligen finanziellen Möglichkeiten angepasst werden können. Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten, eine bewährte, aber in die Jahre gekommene Brandmeldeanlage zu modernisieren: Entweder die Melder werden unter Beibehaltung der ‚alten‘ Zentrale erneuert. Oder die alte Zentrale wird durch eine neue ersetzt, während in der Peripherie zunächst alles beim Alten bleibt. Selbstverständlich können – als dritter Weg – auch Zentrale und Melder gleichzeitig ausgetauscht werden. Beginnt man die Modernisierung mit den Meldern, empfiehlt sich der Einsatz von Multiprotokollmeldern. Sie lassen sich – ohne Austausch von Zentralen oder einzelnen Baugruppen – in vorhandene Grenzwert- bzw. Pulsmeldelinien einsetzen. Damit sind die Vorteile der neuen Meldertechnik – auch ohne Zentralentausch – von Anfang an verfügbar. Im Gegenzug können Zentralen der neuen Generation – Sigmasys Sinteso und Sinteso FS 20 – auch die Meldungen älterer Sensoren verarbeiten. Aber nicht nur bei der Detektionssicherheit gab es in den letzten Jahren große Fortschritte. Auch die Vernetzungstechnik hat sich stetig weiter entwickelt. Mit neu entwickelten Zentralprozessoren und Vernetzungsmodulen ist eine zukunftssichere Hochrüstung bestehender Anlagen schnell und effizient möglich. Die interne Verarbeitungsgeschwindigkeit innerhalb der Zentrale, und die Übertragungsgeschwindigkeit bei vernetzten Systemen lässt sich so an gestiegene Anforderungen anpassen.

Modernisierungskonzepte für Sicherheitssysteme

Nicht nur neue technische Möglichkeiten, auch steigende Anforderungen durch VdS Schadenverhütung, Unfall-Verhütungsvorschriften (UVV) und Europäische Normen (EN) bestimmen den Modernisierungsdruck im Bereich der Sicherheitstechnik, also bei Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videosystemen. Bei einer Modernisierung der Einbruchmeldetechnik geht es vor allem darum, bestehende, bewährte Bedienungs- und Alarmierungskonzepte unter Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten beizubehalten. Eine Umstellung auf die Transliner Ringbus-Technologie in Teilschritten ermöglicht die weitgehende Übernahme der bestehenden Leitungsinstallation und Peripherie ohne größere Anpassung der Melder. Entsprechend ist die Unterbrechungsdauer während der Umstellung minimal. Auch in Bezug auf Zutrittskontrollsysteme gewinnt Migration zunehmend an Bedeutung. Viele Firmen verfügen seit Jahren über bewährte Zutrittskontrollanlagen. Diese lassen sich durch den Wechsel auf eine neue Systemplattform um zusätzliche Funktionen erweitern. Die kundenspezifischen Stammdaten können in das neue System übernommen werden. Kombinierte Ausweisleser lassen sogar den parallelen Betrieb von zwei Systemgenerationen zu. In der Videotechnik ist der Wandel von rein analogen zu rein digitalen Systemen bereits seit mehreren Jahren in vollem Gange. Entsprechende Modernisierungskonzepte nutzen Zwischenstufen, sogenannte Hybrid-Lösungen. Die Hybridrekorder der Sistore-Produktfamilie von Siemens z.B. können Signale von analogen wie von IP-Kameras digital verarbeiten. Der parallele Betrieb von analogen, digitalen und IP-/Web-Komponenten ermöglicht auch eine getrennte Modernisierung von System-Peripherie und Bildspeicher (Controller). Für die digitale Datenübertragung kann die vorhandene Netzinfrastruktur – wie beispielsweise LANs – genutzt werden, auch über weite Strecken. Darüber hinaus eröffnet die Migration ehemals autarker Sicherheitssysteme die Perspektive auf integrierte, interoperable Lösungen. Innovative Schnittstellen ermöglichen dann ein gemeinsames, optimiertes Gefahrenmanagement und eine einheitliche, gewerkeübergreifende Bedienung. Die Skalierbarkeit solcher Systeme macht sie zudem flexibel für veränderte Anforderungen und mögliche neue Anwendungen in der Zukunft.

Fazit

Ob Gebäudeautomation, Brandmelde- oder Sicherheitstechnik: In allen Gewerken der Gebäudetechnik setzen weiterentwickelte Technologien ständig neue Standards. Um die Potenziale an Effizienz und Sicherheit voll ausschöpfen zu können, ist deshalb eine kontinuierliche Modernisierung der Anlagen notwendig. Maßgeschneiderte Modernisierungskonzepte von Siemens gehen schrittweise und nachhaltig vor. Damit wird es möglich, die Vorteile der jeweils neuesten Techniken unter weitgehender Beibehaltung der bestehenden Infrastrukturen zu nutzen. Gleichzeitig eröffnen sie neue Möglichkeiten bei der Integration ehemals autarker Systeme zu umfassenden, interoperablen Gesamtlösungen.

light+building 2010: Halle 9.0, Gang B, Stand 40; Halle 11.0, Gang A, Stand 73; Halle 11.0, Gang B, Stand 55; Halle 11.0, Gang B, Stände 85; Halle 11.0, Gang A, Stand 61; Halle 11.0, Gang A, Stände 85; Halle 11.0, Gang B, Stand 73

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