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LON & EnOcean
Gemeinsam für mehr Energieeffizienz

40% des Energiebedarfes der Industrienationen wird paradoxerweise in Gebäuden mit beträchtlichem Potenzial für Einsparungen verbraucht. Wie oft fährt man spät abends an einem voll beleuchteten Büroturm vorbei und wird sich bewusst, dass dort höchstens noch ein oder zwei Personen arbeiten? Wie oft betritt man menschenleere Räume, in denen die Kühlung oder die Heizung seit vielen Stunden auf Hochtouren laufen? Die Notwendigkeit von Energieeinsparungen in Gebäuden ist offensichtlich – LON und EnOcean können gemeinsam dazu beitragen.
Die Notwendigkeit zur Energieeinsparung wird nicht nur durch hohe Energiekosten angetrieben, die derzeit aufgrund eines Preises von mehr als 100 US-$ pro Barrel Öl in die Höhe geschossen sind, sondern ist vor allem in der Tatsache begründet, dass viele Staaten und Länder zukünftig nicht mehr genügend Energie zur Verfügung haben werden. Deshalb gilt es, jetzt zu handeln! Anhand einer interessanten Tour durch die ‚Constellation Energy‘ in Baltimore zeigte Graham Martin umfangreiche Maßnahmen zur Sicherstellung der Energieverfügbarkeit auf, wann und wo immer sie benötigt wird. Dennoch wird die Energieeinsparung immer mehr zu einer Herausforderung, bei der eine Erfolgsquote von 100% längst nicht mehr garantiert ist. Bedarfsgesteuerte und kostenintensive Programme für stark betroffene Gebiete sind da nur eine kurzfristige Notwendigkeit. Die effektive Lösung für dieses Problem liegt darin, Gebäude einfach so zu bauen oder existierende so nachzurüsten, dass sie energieeffizient sind. In der Regel lassen sich dadurch mehr als 30% Energie einsparen.

LON und EnOcean ergänzen sich

Gemeinsame Zielsetzung von LonMark und der EnOcean Alliance ist eine einfache und deutliche Reduzierung des Energiebedarfs in Gebäuden. Beide Technologien ergänzen sich hierzu. LON ist die drahtgebundene Technologie der intelligenten Gebäudeleittechnik, EnOcean die funkbasierte Automationstechnologie mit mehr als 10.000 realisierten Gebäuden weltweit. Da sich die Raumaufteilung in modernen Bürogebäuden im Schnitt alle fünf Jahre ändert, unterstützen Funksysteme die hier geforderte Flexibilität. Innenarchitekten entdecken zunehmend die neuen Möglichkeiten, die sich bei der Gestaltung und Installation von Funksystemen eröffnen: Die Position eines Schalters oder Sensors ist nicht mehr an elektrische Leitungen gebunden, sondern kann dort angebracht werden, wo sie aus ergonomischen Gesichtspunkten am sinnvollsten ist. Beispielsweise können Schalter für die Steuerung von Beleuchtung und Jalousie einfach an jedem Arbeitsplatz eines Großraumbüros installiert werden. Lichtschalter können an das Kopfteil eines Hotelbettes, an den Spiegel, die Fliesen oder die Duschabtrennung im Badezimmer geklebt werden. Raumtemperaturfühler müssen nicht mehr in der Nähe von Türen installiert werden, sodass eine Verfälschung des Temperaturwertes durch Öffnen und Schließen der Tür vermieden wird. Auf EnOcean basierende Produkte reduzieren die Kabelverlegung inner- und außerhalb von Gebäuden und gestatten dem Anwender, Sensoren an nahezu jedem Ort anzubringen (an Glas, Möbeln, Fenstern, Decken usw.).

Funk zuverlässig und sicher

Was die EnOcean-Technologie ausmacht, ist die zuverlässige Nutzung frei verfügbarer Umgebungsenergie, z.B. Solar-, Bewegungs-, Wärme- oder Vibrationsenergie. ‚Ganz ohne Batterien und Wartung‘ war das Schlüsselargument für eine breite Marktakzeptanz dieser Funklösung, vor allem im Bereich von Bürogebäuden. Die gegenüber batteriebetriebenen Funksensoren bestehenden Bedenken von Bauunternehmern, Architekten und Facility Managern hinsichtlich des regelmäßig erforderlichen 1.000-fachen Batteriewechsels in einem modernen Gebäude treffen auf EnOcean-Sensoren nicht zu. Die Mieter von Büroflächen erwarten einen zuverlässigen Betrieb rund um die Uhr. Nicht der Ausfall eines Sensors, sondern bereits die verminderte Reichweite infolge ermatteter Batterie des am häufigsten genutzten Sensors bestimmt bei batteriebetriebenen Geräten das Wechselintervall. In diesem Zusammenhang veröffentlichte Daten über die Lebensdauer von Batterien – in der Regel Idealwerte – sind nicht wirklich aussagekräftig. Der Einsatz von Batterien kann zunächst zwar kostengünstiger sein, doch Wartung und Entsorgung (toxische Abfälle) sowie Fehlfunktionen können die anfänglichen Einsparungen leicht zunichte machen. Im Gegensatz zu sogenannten netzbildenden (vermaschten) Funknetzwerken sind die EasySens-Funkschalter nicht die ganze Zeit aktiv, sondern nur bei Betätigung: Er sendet nur dann, wenn er tatsächlich betätigt wird. Interessanterweise ist die elektromagnetische Emission eines EasySens/EnOcean Schalters deutlich niedriger als die Emission eines vergleichbaren konventionellen Schalters, der eine 100W-Glühlampe schaltet. Anfänglich geäußerte medizinische Bedenken hinsichtlich der Hochfrequenzstrahlung von Funksensoren konnten in wissenschaftlichen Experimenten ausgeräumt werden. So kann der Einsatz auch in Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, Regierungs- und Bürogebäuden uneingeschränkt empfohlen werden. Ohne Komfort einzubüßen, können Funkschalter – baubiologisch unbedenklich – direkt am Bettkopfteil oder auf dem Nachttisch angebracht werden.

Prädestiniert für Raumautomation

EnOcean-Knoten verwenden bewusst nicht das durch Bluetooth und W-LAN populäre 2,4GHz-Band, sondern die in Europa und im Nahen Osten lizenz- und gebührenfreie Frequenz 868.3 (in Nordamerika und Fernost 315MHz). Alle Sys­teme, die das 2,4GHz-Band nutzen, müssen sich die begrenzte Anzahl der Kanäle teilen. Je populärer dieses Band wird und je mehr Computer mit W-LAN-Anschluss sich in einem Büroturm befinden, desto größer werden folglich die Probleme durch Störungen oder Interferenzen mit W-LAN-Netzen und anderen permanent aktiven Systemen wie Mobiltelefonen, Bluetooth und kabellose Videoüberwachungen. Die Sensoren und Aktoren kommunizieren per Funk als intelligentes Unternetzwerk typischerweise innerhalb eines Raumes und ersetzen die konventionelle Verkabelung genau dort, wo sich die Raumaufteilung am häufigsten ändert und jede Änderung damit besonders kostspielig wird. Die übergeordnete Kommunikation zur Leitebene erfolgt beispielsweise durch LON-Gateways, die jeweils mehrere Räume/intelligente Unternetzwerke mit dem LON-Backbone der Gebäudeautomatisierung verbinden. Damit wird die Flexibilität eines Funk-Systems mit der hohen Bandbreite eines drahtgebundenen Backbones kombiniert. Die zweite Generation des Gateways, beispielsweise der neue EasySens STC65-FTT des EnOcean Alliance-Promoters Thermokon ermöglicht zukünftig eine vollständig bidirektionale Kommunikation. Daten, die von EnOcean-basierten Sensoren generiert werden, können direkt von LON basierenden Aktoren und Reglern abgerufen werden. Controller können wiederum mit EnOcean-basierten Aktoren kommunizieren. Typische Anwendungen dafür sind energiesparende Funktionen, wie das Dimmen oder Ausschalten der Beleuchtung bei Nicht-Belegung des Raumes, HLK-Abschaltung bei offenem Fenster, Standby-Modus von Heizung, Lüftung und Klimaanlage bei Nicht-Belegung eines Raumes usw. Die En­Ocean-Technologie hat sich als Standard unter Architekten und Systemintegratoren in Europa etabliert und ist nun in Nordamerika und im Nahen Osten auf dem besten Weg dorthin. Es gibt zehntausende von Gebäuden, die nachhaltig bereits von der Technologie profitieren. Hierzu zählen Firmenzentralen (SAP, IBM, Bosch, Siemens, Nestle,…), öffentliche Gebäude (Schulen, Behörden…), historische Gebäude, Wohngebäude, denkmalgeschützte Gebäude und Hotels.

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