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Ledotron: Dimmen digital definiert

Durch die Umsetzung der europäischen Ökodesign-Richtlinien 2005/32/EG und 2009/125/EG dürfen ab Herbst 2012 alle für die Wohnraumbeleuchtung gängigen Glühlampen nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Die energieeffizienteren LED-Lampen und Energiesparlampen lassen sich häufig nicht normenkonform mit herkömmlichen Steuergeräten dimmen bzw. steuern. Um einen gemeinsamen, zukunftsfähigen und störungsfreien Standard zu schaffen, haben sich der Lichthersteller Osram und die führenden Hersteller von Elektroinstallationstechnik Gira, Jung, Merten und Schneider Electric zusammengetan und stellten ‚Ledotron‘, eine standardisierte digitale Steuertechnik, auf der Light+Building 2012 vor. Beratung, Verkauf und Installation erfolgen über den Fachhandel seit Ende Juni 2012.
Mit der europäischen Ökodesign-Richtlinie werden schrittweise bisher gängige Glühlampen vom Markt genommen. An ihre Stelle treten energiesparende Lampen, die häufig mit integriertem Vorschaltgerät und E27- oder E14-Sockel ausgestattet sind. Doch diese neuen Lampen können Probleme beim Dimmen verursachen, sie zeigen unangenehme Effekte, wie Flackern oder einen unsteten Dimmverlauf. Zusätzlich werden dabei oft gesetzliche Vorgaben im Bereich der Stromoberschwingungen und der Funkentstörung verletzt. Unzulässige Gerätekombinationen führen teilweise sogar zu Lampendefekten. Zudem zeigt sich im Markt ein deutlicher Trend zur Verwendung von sogenanntem ‚Ambient Light‘. Je nach Stimmung, Tätigkeit und Tageszeit wird ein anderes Lichtniveau gewünscht. Digital ansteuerbare und stufenlos digital dimmbare Lampen im Wohnbereich sparen nicht nur viel Energie, sondern schaffen auch die jeweils passende Wohlfühlatmosphäre.

Digitale Steuertechnologie verfolgt neuen Ansatz

Die derzeit verfügbaren, analogen Dimmtechnologien sind nach Ansicht der führenden Anbieter im Markt nicht ausreichend optimierbar, um die neuen Lampen zufriedenstellend und normenkonform dimmen zu können. Die von ihnen neu entwickelte digitale Steuertechnologie unter dem Markennamen Ledotron geht daher einen grundsätzlich neuen Weg. Dimmer können zukünftig durch Ledotron-Steuergeräte ersetzt werden, die digitale Steuerinformationen über die Netzleitung an die angeschlossenen Ledotron-Lampen senden. Die vorhandenen Leitungen werden unverändert weiterverwendet. Die Ledotron-Leuchtmittel – vor allem Kompakt-Leuchtstofflampen und LED-Lampen – sind mit ihren integrierten Vorschaltgeräten in der Lage, diese Informationen aufzunehmen und in Funktionen umzusetzen.

Digitales Zeitalter hat begonnen

Seit Juni 2012 hat in der Regelung von Leuchtmitteln das digitale Zeitalter begonnen. Dabei geht es nicht nur um die Steuerung der Helligkeit, sondern in Zukunft auch um die individuelle Anpassung von Lichtfarben – unter Einsatz dafür geeigneter LED-Lampen. Weitere Ausbaustufen, z.B. Funkschnittstellen, Busanbindungen oder neue Bedienkonzepte, sind damit ebenfalls möglich. Die Vorteile von Ledotron sind einleuchtend:

– Steuerbare Helligkeit (zukünftig auch Lichtfarbe mit dafür geeigneten Lampen)
– Komfortabler und normenkonformer Betrieb
– Einfache Installation mit sofortiger Betriebsbereitschaft
– Nutzung der vorhandenen Leitungen
– Betriebssicherheit auch in Kombination mit, an sich, ungeeigneten Komponenten
– Zukunfts- und Ausbaufähigkeit

Gira, Jung, Merten, Schneider Electric und der Lichthersteller Osram sehen diese neue Technologie als offenen Industriestandard und bieten allen Herstellern im Markt die Mitarbeit an. Standardisierung und Normung des neuen Verfahrens sind auf den Weg gebracht, eine gemeinsame Kommunikationskampagne wurde bereits gestartet, um das Fachhandwerk mit Ledotron bekannt zu machen.

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