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LCN – Gebäudeleittechnik
… macht das Leben komfortabler

Die Technik in Gebäuden hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht, die das Leben leichter und angenehmer machen. Ermöglicht wird dieser Komfort durch die moderne Gebäudeleittechnik. Das Ziel von LCN-Gebäudeleittechnik ist es, Ihr Haus sicherer, energieeffizienter und komfortabler machen. Bei einfachster Handhabung!
Autor: Heiko Sander, Issendorff GmbH l Bilder: Issendorff GmbH
Die LCN-Gebäudeleittechnik ist in der Lage eine automatische Lichtsteuerung mit Lichtszenen, eine Alarmanlage, die selbstständige Temperaturregelung der Räume und vieles mehr zu realisieren. So werden Markisen, Jalousien und Rollläden in Abhängigkeit von Wind, Regen oder Sonne gesteuert. In einem Einfamilienhaus ergeben sich beispielhaft folgenden Anwendungen: Wird die Alarmanlage mit LCN realisiert, so kann jedes Fenster einzeln auf einem Visualisierungs-PC sowie auf einem stationären Touch Panel dargestellt werden. Von diesen Standorten kann die Alarmanlage scharf bzw. unscharf geschaltet und natürlich sämtliche Funktionen des Hauses gesteuert werden. Der Zutritt zum Gebäude erfolgt über Transponderkarten, die die Haustür öffnen und die Alarmanlage ausschalten. Sämtliche Fenster verfügen über elektrische Jalousien die einzeln, pro Etage oder komplett gesteuert werden können. Übergeordnet befinden sich Lichtsensoren am Gebäude, die an der jeweiligen Seite des Hauses die elektrischen Jalousien steuern, und zusätzlich zur lichtabhängigen Steuerung verfügt das Haus über einen Regensensor und einem Windsensor.

Einflussmöglichkeiten

Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv in die Steuerung eines Bauwerkes einzugreifen, nur einige Beispiele werden hier aufgeführt: Internet, Handy, SMS, Voicemail, Email oder mobile und stationäre Touchpanels. Per Mausklick kann dann die Alarmanlage scharf geschaltet oder die Heizung geregelt werden. Je nach Kundenwunsch sind die oben genannten Funktionen fernbedienbar bzw. auch komfortabel mittels eines zentralen Touchpanel zu bedienen. Alle LCN-Komponenten sind so multifunktional ausgestattet, das bei konsequent 4-adriger Verdrahtung und Verwendung von Elektronikdosen zur Aufnahme der elektronischen LCN-Komponenten eine entsprechende Erweiterung kein Hindernis ist. Wünsche können jederzeit, auch später, realisiert werden. Eingesetzt werden u.a. Bewegungsmelder, Temperatursensoren, Licht- und Feuchtigkeitssensoren und Aktoren für die Heizungssteuerung und Fenstersteuerung. Bei der Wahl der Bedienelemente hat der Eigentümer freie Wahl. Egal ob konventionelle Taster, Schalter oder Tastsensoren der verschiedensten Hersteller, LCN lässt keine Wünsche offen. Das System bietet mehrere Lösungen, je nach Größe des Objekts und Etat des Bauherren. Ob mit einer preiswerten Variante oder einem Luxusausbau, LCN verträgt sich gut mit konventioneller Installationstechnik und lässt den Bauherren alle Freiheiten. LCN bietet Ihnen einen maximalen Nutzerkomfort, der flexibel auf Ihre eigenen Bedürfnisse einrichtet werden kann.

Konzept – klar und logisch

Üblicherweise erfolgt die Übertragung über verdrillte Leitung oder über eine Trägerfrequenz, die auf die Netzleitung aufmoduliert wird. LCN geht einen anderen Weg. Es überträgt seine Daten über eine zusätzliche Ader des normalen NYM-Stromkabels. Das erspart die Verlegung eines getrennten Leitungsnetzes und erleichtert es, Gebäude auf moderne Bussysteme vorzubereiten. Durch diese Nähe zur konventionellen Installation ist es gegenüber anderen Bussystemen preisgünstiger. In einem Objekt können bis zu 250 LCN-Module direkt miteinander gekoppelt werden. Das reicht für etwa 100 Räume plus Außenanlagen. Bei Großobjekten können 120 solcher Bussegmente zu sehr großen Anlagen ausgebaut werden. Und selbst die Kleinigkeiten wurden bedacht. Was zwischen Menschen manchmal nicht klappt, ist bei LCN Standard – Kollisionserkennung. Wenn zwei Module gleichzeitig anfangen zu ’sprechen‘ hört eines zunächst auf und wartet bis der Bus wieder frei ist. Eine Datenkollision wird so sicher verhindert und alle Befehle kommen verständlich an, egal, ob es sich um drei oder um 30.000 Module handelt. LCN setzt auf ein klares Konzept: möglichst wenig verschiedene Module, die jeweils eine Vielzahl von eingebauten Funktionen enthalten. Der Installateur schaltet sich einfach frei, was er braucht, statt die Baugruppe auszutauschen. Das Spektrum ist groß: So enthalten zum Beispiel fast alle LCN-Module 100 Lichtszenenspeicher pro Ausgang, getrennte Controller sind nicht erforderlich. Für die GLT stehen unter anderem zwei Stetigregler und 5 Schaltschwellen unabhängig voneinander zur Verfügung, so dass z.B. jede UP-Baugruppe gleichzeitig Heizung, Kühlung und die Beleuchtung regeln kann. Spätere Erweiterungen sind meist durch einfaches Freischalten von weiteren Funktionen zu realisieren. Es ist keine Änderung der Verkabelung nötig. Diese Funktionsvielfalt in den LCN-Modulen ermöglicht es, mit nur fünf verschiedenen Busmodulen das gesamte Spektrum der Anforderungen abzudecken. Das spart Lagerkosten und vereinfacht die Handhabung. Durch die Reduzierung auf wenige Busmodule, die auch noch beinahe einheitliche Funktionsstrukturen enthalten, wird die Parametrierung einfach und ist schnell zu erlernen.

Die Hardware – hart und schlau

Da sich die Datenleitung im Stromkabel befindet, wird sie wie eine gewöhnliche Netzader behandelt. Sie ist gegen 230V resistent und übersteht sogar Spitzen bis 4kV. Jedes LCN-Modul verfügt über ein eingebautes Netzteil. Dadurch werden Probleme vermieden, die bei der Stromversorgung über das Datenkabel zwangsweise auftreten. Wird z.B. bei LCN ein beliebiger Teilbereich spannungslos geschaltet, können die anderen Teilbereiche weiter arbeiten. Es gibt keine Zentrale, die Programmierung ist in jedem einzelnen LCN-Modul gespeichert, jedes Modul ist für sich autonom. Die kleinste mögliche Installation besteht dementsprechend aus nur einem LCN-Modul. Und ist jederzeit erweiterbar.

Software – So spricht der Bus

Die Kombination von Sensor und Aktor in den LCN-Modulen hat noch weitere Vorteile. Die direkte Abarbeitung innerhalb des Moduls spart Ausführungszeit. Und weil weniger Baugruppen erforderlich sind wird weniger Platz in der Verteilung belegt, was sich im günstigeren Preis niederschlägt. Auch die Programmierung wird einfacher und übersichtlicher, da Tasteneingänge, Tastenkommandos, Verbraucherausgänge und Rückmeldungen komplett in einem Modul parametriert werden. Das wird deutlich am Beispiel eines Eingangsbereiches mit Tastern, Bewegungsmelder (LCN-BMI), Temperatursensor, IR-Empfänger und zwei Leuchten – alles an einem LCN-Modul. Da LCN-Telegramme nicht nur ein Bit, sondern ganze Befehle übertragen, können Aktoren problemlos sehr unterschiedliche Aktionen nacheinander ausführen: So können die Hausbewohner das Licht dimmen. Die Bewegungsmelder steuern die Beleuchtung auf einen bestimmten Helligkeitsverlauf über die Zeit. Natürlich sind zusätzlich beliebige Lichtszenen abrufbar – von Tasten, Meldern Folgesteuerungen, etc. Weitere Möglichkeiten sind Verknüpfungen von Funktionen und Bedingungen. So könnte z.B. dieses Flurlicht nur abends (bei Dunkelheit) einschaltbar und nachts seine Helligkeit begrenzt sein. Oder das Flurlicht im Eingangsbereich könnte auch das Flurlicht im Wohnbereich einschalten. Das alles findet in einem einzigen LCN-Modul statt.

Viel zu sehen

Komfortabel ist die PC-Lösung mit der Visualisierungssoftware LCN-W. Hier können die Grundrisse aller Etagen in eigene Bildschirmfenster gelegt werden. Mehr noch: es können von einem Fenster weitere Fenster aufgerufen werden und so in großen Anlagen übersichtlich ‚gezoomt‘ werden. So können bis zu 30 Visualisierungsbäume eingerichtet und für einzelne Nutzer freigegeben werden, damit der Haustechniker alle Infos hat und der Nachtwächter die Anlage trotzdem ganz einfach bedienen kann. Auf Wunsch mit akustischer Kommunikation und spezieller Unterstützung von Touch-Screens. Die Visualisierung bietet naturgemäß weitere Funktionen: Temperaturanzeige, Steuerung der Regler und Messwerterfassung bis hin zu Datenschreibern, die ihr Messwerte an andere Programme wie Exel weitergeben können. Die aktiven Rückmeldungen und die damit entstehenden Kontrollmöglichkeiten sind sehr hilfreich. Eltern sehen, ob die Kinder das Licht ausschaltet haben oder ob im Keller noch Licht brennt. Der Hallenmeister braucht nicht mehr alle Räume abzugehen, er bekommt alle Informationen optisch signalisiert.

Die Praxis – einfach praktisch

LCN-Module gibt es für die Unterputzmontage und für die Hutschiene zentral in der Verteilung. Die Unterputz-Komponenten sind für die Installation vor Ort in jedem Raum vorgesehen und zeichnen sich durch ihre ansprechend kleinen Abmessung aus. Unabhängig davon sollten entsprechende Elektronikdosen vorgesehen werden. Beide Varianten haben Ihre Vorteile und haben auch Einfluß auf Komfort und Verkabelungsaufwand. Insgesamt ergibt sich eine hohe Flexibilität, um dem Geldbeutel jedes Kunden entsprechen zu können. Auch eine anfangs kleine Anlage (im Wohnzimmer) kann dem Kunden bereits das Gefühl eines modernen, ausbaufähigen Bussystems geben. Und es ist nicht nur eine Frage des Prestiges: Selbst bei der Haustürklingel hat der Bewohner dank Bus einen praktischen Nutzen: Abends wird automatisch von Gong auf ein Flackern einiger Lichtkreise umgeschaltet – ein stiller Alarm. Die wetter- abhängige Steuerung von Rollläden, Jalousien, Oberlichtern und Markisen ist natürlich eine Standardanwendung eines jeden Busses. LCN erweitert dies, indem die Messwerte der Wind-Regen-Licht-Temperatur-Wetterstation auch für andere Bereiche des Gebäudes genutzt werden können. So dient der Lichtsensor gleichzeitig als Dämmerungsschalter und bei großen Helligkeiten zum Abschalten von Innenleuchten und dem Fahren der Beschattung. Ein weiteres Einsatzgebiet von LCN liegt in der Alarmtechnik und Zugangskontrolle. Der Haustürschlüssel wird durch die kleine Fernbedienung (LCN-RT) ersetzt. Als Erweiterung kann per Visualisierung (LCN-W) eine Liste der erlaubten Personen hinterlegt werden, separat für jeden Eingang. Zugänge werden auf Wunsch zeitgesteuert freigegeben und die Besuche erfasst.

Objekte

Wegen seiner sehr hohen Flexibilität ist LCN nicht nur in sehr großen Objekten zum Einsatz gekommen, wie dem Bundesarbeitsgericht, dem Bundesarbeitsministerium, uptown, dem MainTower, der DB Cargo-Zentale, usw. Bemerkenswert sind ungewöhnliche Anwendungen für einen Installationsbus, wie der Motorpark Oschersleben. Im modernsten Formel-1-Ring Europas steuert LCN auch das sehr zeitkritische Renngeschehen. Hier überzeugte LCN wegen seiner Zuverlässigkeit und der Möglichkeit, sehr große Strecken über Lichtleiter zu überbrücken. Inzwischen ist LCN in zwei der vier deutschen Formel-1-Strecken erfolgreich im Einsatz.

Fazit

Der LCN ist ein Installationsbus, der mit sehr wenigen verschiedenen Baugruppen ein bemerkenswert weites Anwendungsfeld abdeckt: gewerkeübergreifend die gesamte GLT. Wegen der multifunktionalen Module liegt LCN in punkto Aufwand und Kosten günstig und ist auch schon für kleine Anlagen interessant. Bei sehr großen Objekten spielt die sehr hohe Busleistung und das ausgereifte Quittungs- und Meldewesen eine entscheidende Rolle.

Kasten:

Gewerkeübergreifende Steuerung

Heute fallen der Gebäudeleittechnik mehr und mehr Funktionen zu, die bisher nicht unbedingt zum klassischen Arbeitsbereich des Elektroinstallateurs gehörten. Zum Bereich der Fassade gehören Rollladen, Jalousie, Markise und motorgetriebene Fenster. Alle diese Baugruppen lassen sich per LCN steuern, eine eigene Intelligenz dieser Baugruppen ist überflüssig und wirkt sich im günstigeren Anschaffungspreis aus. Im Bereich der Klimatechnik wird die Einzelraumregelung der Heizung immer öfter gefragt. Die damit verbundenen Einsparungen der Energiekosten können die einmaligen Anschaffungskosten dieser Regelung bereits in kurzer Zeit amortisieren. Auch die Lüftung lässt sich einbeziehen. Die Regelung der Klappen und der Lüftermotoren ist mit LCN ebenfalls möglich. Auch im Bereich der Alarmanlagen wird LCN eingesetzt, von Fensterkontakten und Bewegungsmeldern bis zur Objektsicherung, von Störmeldungen bis zur Alarmauslösung.

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