Lauswiesenhalle Schorndorf-Haubersbronn

Sporthalle ist Gewinner
in Sachen Effizienz

Mit ihrer Lauswiesenhalle kann das schwäbische Schorndorf-Haubersbronn optimistisch in die Zukunft blicken: Die 146m² große Sporthalle in Holzbauweise und Passivhausstandard ist schon jetzt ein Sieger, was Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit betrifft. Allein mit der cleveren Vernetzung aller haustechnischen Gewerke können bis zu 35% der herkömmlichen Betriebskosten eingespart werden. Zudem muss der Betreiber seltener persönlich vor Ort sein, da Störmeldungen automatisch übermittelt und offenstehende Fenster und Türen aus der Ferne erkannt werden. Verantwortlich für Konzeption und Ausführung der Elektroinstallation und Gebäudeautomation zeichnete Schlotz Gebäudetechnik aus Schorndorf.
Elegante Rhön- und Kunstradauftritte, Boden- und Geräteturnen werden in Haubersbronn ebenso trainiert wie Tischtennis, Basketball, Handball oder Volleyball. An den Wochenenden finden zudem oft Wettbewerbe in der Lauswiesenhalle statt. Sie misst 44×22,50m, das Spielfeld mit einer Abmessung von 40x20m lässt sich in drei kleinere Einheiten für parallel stattfindende Trainingseinheiten aufteilen. Mit einem breiten Lichtband im oberen Hallendrittel wird die Halle mit Tageslicht beleuchtet. Im Mittelpunkt der Elektroinstallation steht die Vernetzung aller haustechnischen Komponenten über ein KNX-System. U.a. sind Beleuchtung, Jalousien, Fenster, Türen, Heizung und Lüftung miteinander verknüpft und werden in Abhängigkeit zueinander automatisch geregelt. „Durch die Gewerke übergreifende Vernetzung konnten wir bereits die Investitionskosten reduzieren, da KNX-Kombisensoren ihre Informationen gleich mehreren Gewerken, wie Heizung, Lüftung oder Elektro, zur Verfügung stellen“, berichtet System-Integrator Ralf Schlotz. Das KNX-System ist gekoppelt mit einem Outlook Terminkalender, in den der Betreiber die Belegzeiten einträgt – so werden Raumtemperatur, Luftqualität, Warmwasser und Beleuchtung vollautomatisch und ohne manuelles Zutun bedarfsgerecht reguliert. Die speziell von der Firma Schlotz entwickelte Software wertet den Outlook-Terminkalender mit all seinen Funktionen aus und gibt die relevanten Informationen an den Gira FacilityServer in der Halle weiter. Dieser sendet dann die entsprechenden Befehle an die Aktoren und bezieht dabei auch Informationen installierter Sensoren, wie Temperatur, CO2-Gehalt oder Luftfeuchte, mit ein.

Automatische Legionellenspülung

Für stets keimfreies Frischwasser hat Ralf Schlotz ein komplexes Programm zur kontrollierten und sicheren Legionellenspülung entwickelt. In definierten Zeitabständen übermittelt der Gira FacilityServer den Befehl an die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik zur automatischen Spülung: Die Temperatur des Warmwassers wird auf mindestens 70°C erhöht. Ist diese Temperatur erreicht, werden die elektrischen Ventile an den Wasserauslässen angesteuert und die Leitungen desinfiziert. Um Verbrühungen zu vermeiden, finden die Spülungen außerhalb der Belegung statt und die Räume werden zusätzlich mit Präsenzmeldern überwacht. Der Betreiber erhält ein Protokoll als konkreten Nachweis, wann, wie lange und mit welchen Temperaturen gespült wurde – er selbst muss dazu also nicht mehr selbst vor Ort sein.

Bedarfsgerechte Beleuchtung

Die Beleuchtung der Sporthalle erfolgt bedarfsgerecht und energieeffizient: dank Präsenzmeldern nur dann, wenn Personen anwesend sind. Kombiniert ist dies mit einer Konstantlichtregelung via Dali – wird es im Tagesverlauf draußen heller, dimmt die künstliche Beleuchtung herunter, wird es abends wieder dunkel, schaltet sich automatisch mehr Licht hinzu. So wird immer ein konstanter Wert von 500lx erreicht. Bei einer Leuchtmittelstörung wird automatisch eine Meldung an den Hausmeister abgesetzt. Benötigen etwa die Tischtennisspieler eine stärkere Beleuchtung, können sie dies an einem Touchdisplay im Regieraum selbst regulieren. Das grafische Interface ist über selbsterklärende Symbole intuitiv bedienbar. Wird die gesamte Halle genutzt, wird die Beleuchtung überall geschaltet, sind die Trennwände heruntergelassen, erscheinen automatisch die einzelnen Bereiche auf dem Display und lassen sich unabhängig voneinander bedienen. Neben der Beleuchtung können die Sportler auch die Basketballkörbe herunterfahren. Über eine zweite, passwortgeschützte Ebene haben die Techniker Zugriff auf die gesamte Gebäudeleittechnik.

Das könnte Sie auch interessieren

Drei Meisterstipendiaten legen erfolgreich Abschlussprüfung ab

Seit 2015 lobt die Initiative Elektromarken. Starke Partner. jährlich zehn Meisterstipendien aus. Die Unterstützung der 17 Markenhersteller erzielte viele positive Resonanzen und trägt bereits Früchte: Drei der Meisterstipendiaten 2016 haben mittlerweile erfolgreich ihren Meisterabschluss in der Tasche. Auch in diesem Jahr lobt sie wieder Meisterstipendien aus.

Anzeige
VDE-Forum zur Deutschen NormungsRoadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘

Vom 5. bis 6. Dezember 2017 findet in der alten Schlosserei der Energieversorgung Offenbach (EVO) das VDE-Expertenforum zur Deutschen Normungs-Roadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘ statt. Bei steigenden Energiepreisen und knappen Energieressourcen hängen Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit immer mehr von der Fähigkeit ab, den Einsatz von Energie möglichst effizient zu gestalten.

Experte für Arbeitgebermarke verstärkt die Elmar-Jury 2017

In diesem Jahr verleiht die Initiative ‚Elektromarken. Starke Partner.‘ erstmals einen Elmar für den besten Arbeitgeber. Die neu geschaffene Kategorie richtet sich an alle Elektrohandwerksbetriebe, die außergewöhnliche sowie innovative Mitarbeiterkonzepte entwickelt und umgesetzt haben. Als Spezialist für das Thema Arbeitgebermarke ist dieses Jahr der deutsche Employer Branding-Stratege Ingo Müller Teil der vielseitig versierten ELMAR-Jury.

German Brand Award für Merten

Schneider Electric gehört mit seiner Marke Merten zu den Preisträgern des German Brand Award 2017, der vom Rat für Formgebung und dem German Brand Institute verliehen wird. Mit dem Award werden erfolgreiche Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation ausgezeichnet.

Grundlagen und Planungshilfen für die Gebäudeautomation

Die Richtlinienreihe VDI3814 ‚Gebäudeautomation‘ wird derzeit vollständig überarbeitet. Ziel ist es, die bisher getrennten Planungsansätze der Anlagenautomation nach VDI3814 mit denen der Raumautomation nach VDI3813 zusammenzuführen. Weite Teile der bisherigen VDI3814 konnten in die EN ISO16484 überführt werden. Die neue VDI3814 soll wieder den aktuellen Stand der Technik in Planung und Ausführung von Gebäudeautomation beschreiben. Unter Gebäudeautomation werden dabei alle Maßnahmen, Einrichtungen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur automatischen Steuerung und Regelung, Überwachung, Optimierung und Bedienung sowie für das Management zum zielsetzungsgerechten Betrieb der Technischen Gebäudeausrüstung verstanden.

Deutsche setzen bei der Beleuchtung auf LED-Technik

LED-Licht spart Energie und damit Kosten. Zudem halten LED-Leuchtmittel um ein Vielfaches länger als konventionelle Leuchtmittel.