Anzeige
Anzeige

Kreativ überwachen: Lasermesssysteme sichern Kunstwerke

Besucher, die ihren Berührungsdrang nicht zügeln können, Kunstdiebe, die wegen der steigenden Preise am Kunstmarkt immer raffinierter werden, und Vandalismusdelikte werfen in Museumskreisen zunehmend die Frage nach einer optimalen Sicherung der Kunstwerke auf. In zahlreichen Museen sind Lasermesssysteme LMS120 die Antwort. Durch ihre gezielte und dabei flexible Flächenüberwachung können – bei gleichzeitiger Reduzierung des Wachpersonals – Diebstahl und Vandalismus erkannt und somit verhindert werden.
Maßgenau erzeugen sie angepasst an Raumgeometrien und die Anordnung der Kunstwerke – vor einem oder mehreren Exponaten einen unsichtbaren optischen Vorhang, der eine uneingeschränkte Betrachtung zulässt, aber gleichzeitig das Berührungen, das Beschädigungen oder einen Diebstahlversuch schnell und zuverlässig erkennt. Ob für eine Dauer- oder eine Wanderausstellung – die Kreativität der Überwachungsszenarien steht der virtuosen Schaffenskraft der Künstler kaum nach. Gleichzeitig bieten die TÜV-geprüften und in der VdS-Zertifizierung befindlichen LMS120 alle Möglichkeiten zur Integration in übergeordnete Überwachungs- und Alarmkonzepte.

Objektschutzlösung im Bereich Building Automation

In der Gebäudeabsicherung sowie beim Objektschutz erweist sich die Lasermesstechnik des LMS120 in zahlreichen Einsatzfällen als wirtschaftliche und technische Ideallösung. Ihr gelingt es, das Diebstahl- und Beschädigungsrisiko für Kunstwerke zu minimieren, ohne die ungestörte Betrachtungsmöglichkeiten des Besuchers einzuschränken. Für den Betreiber ebenfalls wichtig ist die Manipulationssicherheit der Geräte sowie die Möglichkeit, über die potentialfreien Relaisausgänge Videoüberwachungs- und Alarmierungssysteme aktivieren zu können. Betrachtet man das Zusammenwirken von mechanischen Sicherungen, elektronischen Gefahrmeldeanlagen und personell-organisatorischen Maßnahmen in einem Museum, wird durch den Einsatz der Lasermesstechnik Sicherheit für die Exponate und den hierfür zur Verfügung stehenden Mitteln erreicht.

Kreative Exponateüberwachung

Die LMS120 Objektschutzlösung lässt sich auf die Anforderungen der Überwachung von Exponaten, die räumlichen Gegebenheiten und verschiedene Tages- und Nachtszenarien flexibel anpassen. Möglich macht dies das Funktionsprinzip. Der aktiv tastende Scanner des Messsystems sendet mit einer Winkelauflösung von 0,5° und Scanfrequenzen bis 50Hz einen unsichtbaren Laserimpuls fächerförmig im 270°-Winkel aus und misst die Zeit bis zum Empfang der Reflexionen. Damit ist eine Überwachung sichergestellt. ‚Dunkle Gestalten‘ mit nur wenigen Prozent Rückstrahlkraft (Remission) des ausgesendeten Laserlichts werden genauso erkannt wie Personen am helllichten Tage. Es werden keine zusätzlichen Beleuchtungsquellen benötigt, denn der Laser bringt sein Licht selbst mit. Unabhängig von den Lichtverhältnissen in einem Raum und wirksam geschützt gegen starken Lichteinfall oder gezieltes Blenden, bietet das Lasermesssystem LMS120 so jederzeit Detektionssicherheit. Da die Scanner in einer niedrigen Laserschutzklasse arbeiten, können sie weder Personen verletzen noch Beschädigungen an den Exponaten verursachen. Über 400 verschiedene Farbtöne nach RAL-Farbsystem lassen sich für das Grundgehäuse realisieren. Das Gerät ist klein, verbraucht wenig Strom und bietet einen Spannungseingang von 9 bis 30V und ist somit auch für mobile Anwendungen an Servicerobotern in Museen und Objektschutzanlagen geeignet. Es arbeitet ohne zusätzliche IT-Infrastruktur. Innerhalb des vom LMS120 erzeugten Laserfächers können – unabhängig von der Größe und Geometrie eines Raumes oder eines Objektes – über einen codierten Gerätezugang die bis zu zehn Überwachungsfelder auf jede Größe der Exponate sowie ihre Platzierung und Anordnung an der Wand ’simpel‘ eingestellt werden. Dabei werden die Raumarchitektur, die nahe Betrachtung durch den Kunstgenießer, das Lesen von Hinweistafeln zum Ausstellungsobjekt ebenso wenig beeinträchtigt wie nach Museumsschluss Reinigungsarbeiten unter einem Bild oder um eine Skulptur herum. Gleichzeitig ist jedoch Sicherheit gegen Ab- und Wegnehmen, Berühren, Herausschneiden eines Bildes aus dem Rahmen oder sonstige ungewünschte Annäherung sichergestellt. Dabei ermöglichen die Lasermesssysteme eine flexible Nutzung der Räume und Wandflächen, da sich Veränderung in der Raumstruktur, z.B. durch das Aufstellen von Wänden oder Skulpturen, oder das Austauschen von Bildern unterschiedlicher Formate, auf einfache Weise berücksichtigen lassen. Auch Wanderausstellungen mit den unterschiedlichen Exponaten und Räumen lassen sich somit einfach und wirkungsvoll absichern. Zur Vitrinenabsicherung – sofern große Flächen überwacht werden – ist das Gerät ebenfalls einzusetzen. Durch die variable Tag- und Nachtschaltung wird tagsüber das Innere der Vitrine gesichert, während nachts die bloße Annäherung den Alarm auslöst.

Hohe Detektionssicherheit, niedrige Fehlalarmrate

Sobald eine Person in das Schutzfeld eingreift, führt dies zu einer veränderten Laufzeit des ausgesendeten Lichtimpulses und damit zur Ausgabe eines Alarmsignals. Die Doppelpuls-Auswertung der Messpunkte in Verbindung mit der integrierten Entfernungsmessung macht die Feldüberwachung stabil und eine präzise Lokalisierung eines Eingriffs in das Feld möglich. Da das System nicht nur die Person als solche, sondern auch deren Position im Raum ermitteln kann, können über das LMS120 zudem Überwachungskameras fokussiert und nachgeführt werden. Personen mit Diebstahl- oder Vandalismusabsichten können so entscheidend vor ihrer Tat erfasst und eine Wachmannschaft alarmiert werden. Des Weiteren könnte im Nachhinein der Tathergang rekonstruiert werden. Zur Sicherstellung einer Akzeptanz der Schutzfunktion des LMS120 bei Besuchern und Wachpersonal ist es entscheidend, dass Falschauslösungen und Fehlalarme durch das System vermieden werden. Dies wird zum einen dadurch erreicht, dass die Überwachungsfelder durch Programmierung so begrenzt werden, dass sie Arbeiten im Raum z.B. die Reinigung von Bodenflächen unter oder Hinweistafel neben einem Bild zulassen, ohne einen Alarm auszulösen. Auf der anderen Seite ist die tastende Scanner-Technologie so robust ausgelegt, dass z.B. Wärmeänderungen, Lichteinflüsse oder Funkwellen die Überwachung nicht beeinträchtigen. Darüber hinaus verfügt das Produkt über einen Arbeitsbereich von 18m, wodurch sich das System – geschützt vor neugierigen Blicken und außer Reichweite von Personen – überwindungssicher an einem abgesetzten Ort im Raum anbringen lässt. Diese Positionierungsmöglichkeit ermöglicht die störfreie Betrachtung der Kunstwerke.

Palais de Rohan: Sicherer Schutz für schöne Künste

Im Museum der schönen Künste des Palais de Rohan in Straßburg können sich Kunstwerke jetzt noch sicherer fühlen. Zum Schutz vor Vandalismus hat Sick hier Lasermesssysteme LMS120 zur Überwachung der Bilder installiert. Die zusammen mit dem französischen Integrator Cegelec realisierte eigenständige Installation mit Standardkomponenten löst ein akustisches Alarmsignal aus, sobald ein Besucher den Kunstwerken zu nahekommt. Dadurch will das Museum Vandalismus und sogar Diebstahl eindämmen bzw. es gar nicht erst soweit kommen lassen. Bei dem Gerätes gibt es die Möglichkeit, die installierten Kameras schnell und präzise zusteuern, sodass nun gezielt Portraitaufnahmen der ‚Täter‘ gemacht werden können. Im Gegensatz zu früher hat das französische Wachpersonal mit den LMS120 jeweils nicht nur einen, sondern gleich vier Ausstellungsräume im sicheren Blick. Es erfasst den gesamten 18m langen und 6m hohen Raum. Das Detektionsfeld endet erst ca. 20cm vor dem Kunstwerk, sodass jeder sich nähernde Finger, Kugelschreiber oder Messer entdeckt wird. Lediglich Ein- und Ausgangsbereiche werden vom Scanner ausgeblendet, damit die Besucher beim Betreten und Verlassen des Ausstellungsraums nicht von Alarmsirenen begleitet werden.

Auch für Freiflächen und zur Außenhautsicherung geeignet

Ist es schon im Innenbereich nicht einfach, zuverlässige Detektionssysteme mit hoher Manipulationssicherheit und geringer Fehlalarmrate zu finden, so gilt dies verstärkt noch für den Außenbereich. Daher enthält die LMS120-Gerätefamilie von Sick auch eine Outdoor-geeignete Version, mit der Objekte und Personen auf einer Freifläche unabhängig von Wetter, Tageszeit sowie ihrer Größe und Oberflächenbeschaffenheit zuverlässig erfasst werden können. Diese Ausführung besitzt zusätzlich Softwaremodule, die auch bei Regen, Schneefall oder Nebel eine sichere Überwachung von Fassaden, Dach- und Freiflächen sicherstellen. Somit kann schon die Absicht eines Eindringens und damit der Beschädigung einer Tür, eines Fensters oder Daches im Vorfeld erkannt werden. Die Anbindung an ein Überwachungssystem kann über Ethernet, RS 232 oder CAN-Bus erfolgen. Die CAN-Bus-Schnittstelle ermöglicht zudem die direkte Kommunikation zwischen zwei LMS100, was bei der Auswertung von Überwachungsbereichen neue Möglichkeiten bietet. Innerhalb des Überwachungsfeldes lassen sich mehrere Meldebereiche definieren. Dadurch können segmentierte Alarmmeldungen generiert werden, z.B. abgestuft auf die zunehmende Annäherung einer Person an das Gebäude. Mittels dieser Informationen ist es möglich, je nach Objektgefährdung unterschiedliche Schutzmaßnahem einzuleiten – vom Auslösen einer Sirene über die Anforderung einer Wachmannschaft bis hin zur Information des Betreibers per SMS und E-Mail. Zusätzlich können die Alarmbeleuchtung des Museums- oder Firmengeländes aktiviert, maßgeblichen Bildausschnitte zur Ansicht auf die Monitore des Überwachungspersonals geschaltet und die Aufzeichnungsrate der Videoüberwachung zur besseren Personenidentifikation erhöht werden. Anhand der über LAN und ISDN fernabfragbaren Videoaufzeichnungen von Personen und Fahrzeugen können diese identifiziert werden. Dies vermeidet Aufwand und Kosten, was auch die Versicherungswirtschaft zu schätzen weiß.

Fazit

Der LMS120 beherrscht also die Kunst der berührungslosen und barrierefreien Sicherung von Gemälden und Skulpturen in Museen. Die zertifizierte Lasermessung bietet Flexibilität und Zusatznutzen bei der Entlastung des Wachpersonals ebenso wie bei der Integration in übergeordnete Überwachungskonzepte. Ob im Innenbereich oder zur Außenhautsicherung – die hohe Manipulationssicherheit sowie Vermeidung unnötiger Fehlalarme sichern der Überwachungslösung die nötige Akzeptanz als Überwachungssystem im Gebäudemanagement bei Besuchern und Betreibern.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Im Gegensatz zu rein elektronischen Zutrittskontrollsystemen integriert das digitale System Keso Integra auch mechanische Schließanlagen und bildet sie in derselben Software ab. Modular aufgebaut kann die Zutrittslösung ähnlich eines Wabensystems unendlich erweitert werden. Entwickelt wurde das System von Assa Abloy.‣ weiterlesen

Anzeige

Ratten übertragen nicht nur Krankheiten, sondern zerstören durch ihre Wühl- und Nageaktivitäten auch Kabel, Betonkonstruktionen und komplette Gebäude. Da die zur Rattenbekämpfung notgedrungen eingesetzten Giftköder für Mensch und Natur gefährlich sein können, gelten seit Kurzem verschärfte Gesetze. Ein neuartiges funk- und cloudbasiertes Köderschutzsystem soll Verantwortlichen nun dabei helfen, die Schadnager gesetzeskonform zu bekämpfen und gleichzeitig Kosten zu sparen. ‣ weiterlesen

Flexible Arbeitsplätze, frei gestaltbare Arbeitszeiten und ein kreatives Büro-Design: Das Arbeiten im digitalen Zeitalter verändert sich. Was für viele Unternehmen nach Zukunftsmusik klingt, ist bei der Haufe Group in Freiburg Realität. Das Unternehmen errichtete dort ein Gebäude, das sich über zehn Stockwerke erstreckt und eine Arbeitswelt 4.0 ermöglicht. Die Bauherren legten aber nicht nur Wert auf eine moderne Arbeitsplatzumgebung, sondern statteten das Hochhaus auch mit modernen Brandschutzlösungen von Hekatron aus. ‣ weiterlesen

Anzeige

Systeme, die das Zuhause komfortabler und smarter machen, gewinnen immer größere Beliebtheit. Dazu gehören auch Smart Locks. Bei der Auswahl sollten Interessenten allerdings genau hinschauen, denn an der Tür zählen einige Eigenschaften, die nicht alle Anbieter erfüllen. Dazu gehören Robustheit, Sicherheit, eine einfache Installation und Bedienung sowie die Integrationsmöglichkeiten mit Drittsystemen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Smart Home ist in aller Munde! Die Möglichkeit, Geräte im eigenen Zuhause per App oder Sprachbefehl zu steuern, gilt als Technologie der Zukunft und hilft dabei, den Alltag komfortabler zu gestalten. Aber auch sicherheitsrelevante Tools wie Einbruchschutz und Brandprävention lassen sich via Smartphone regeln. Doch wie können Wasserschäden vermieden werden, die lange im Verborgenen lauern oder so plötzlich auftreten, dass eine schnelle Reaktion gefragt ist? Dafür hat Grohe ein smartes Wassersicherheitssystem entwickelt. ‣ weiterlesen

Bei Urban/Soup steht gesunder Lunch auf dem Speiseplan: Seit 2015 können sich hungrige Münchner in dem Laden in Fußweite des Viktualienmarkts mit Suppen stärken. Wie bei jedem Einzelhändler und Gastronom gilt auch hier: Der Laden muss pünktlich geöffnet werden. Doch die Schlüsselübergabe ist manchmal aufwendig oder schwierig zu organisieren. Aus diesem Grund haben sich die Betreiber für ein smartes Schließsystem entschieden, das ohne Schlüssel auskommt: das Smart Lock des österreichischen Unternehmens Nuki. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige