Anzeige
Anzeige

Kontrollierte natürliche
Lüftung in Schulen

In unseren Klassenzimmern herrscht dicke Luft. Gerade dort, wo sich Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Tages aufhalten, wird immer wieder mangelhafte Raumluftqualität festgestellt. Zu Recht ist die Schaffung eines gesunden Innenraumklimas in Schulgebäuden Gegenstand aktueller öffentlicher Diskussionen. Die gute Nachricht vorweg: Es gibt ein Lüftungssystem, das kostengünstig und energieeffizient für gute Luft beim Lernen sorgt. Auch wenn der Lehrer in der Hektik des Unterrichts vergisst, die Fenster zu öffnen.
Frische Luft im Bereich von 20-23°C steigert die Leistungsfähigkeit von Schülern und Lehrern. Studien zeigen, dass Schüler bei regelmäßigem Lüften die ihnen gestellten Aufgaben in deutlich kürzerer Zeit lösen können und dabei weniger Fehler machen. In den meisten Schulräumen wird im Alltag allerdings eine Lüftung von Hand oftmals nicht konsequent, oder im schlimmsten Fall gar nicht durchgeführt. Die Folge der zum Teil erheblichen Lüftungsmängel ist nicht nur ein zu hoher Kohlendioxyd-Anteil, sondern auch eine steigende Anzahl von gesundheitsgefährdenden Viren und Bakterien in der Luft.

Kohlendioxyd als Indikator für verbrauchte Luft

Der Anteil an Kohlendioxyd (CO2) in der Raumluft gilt als wesentlicher Indikator zur Beurteilung der Raumluftqualität. Dieses Gas ist in geringen Mengen unschädlich und in einer Konzentration zwischen 350 und 500ppm in der natürlichen Außenluft enthalten. In Innenräumen ist die Konzentration jedoch höher, da Menschen CO2 mit ihrer Atemluft abgeben: Ein erwachsener Mensch produziert auf diese Weise je nach körperlicher Aktivität zwischen 10 und 200l/h. Wird die Raumluft nicht ausgetauscht, sammelt sich das CO2 im Raum und kann bei erhöhter Konzentration deutliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zeigen. Zur hygienischen Beurteilung von Innenräumen wird die sogenannte Pettenkoferzahl von 1.000ppm (0,1 Volumen-Prozent) CO2 eingesetzt, welche einen lufthygienisch akzeptablen Bereich kennzeichnet. Wird dieser Wert überschritten, verschlechtern sich Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Um diesen Grenzwert einzuhalten, benötigt ein Erwachsener in Innenräumen pro Stunde etwa 32m3 Frischluft, also umgerechnet etwa 9l/s. Betrachtet man einen Klassenraum mit bis zu 40 Schülern und einem Lehrer, wird die Relevanz dieses Themas sehr schnell deutlich.

Erhebliche Lüftungsmängel sind die Regel

Immer wieder wird in Schulen und Fortbildungseinrichtungen eine mangelhafte Luftqualität festgestellt, die Konzentrationsschwierigkeiten, Ermüdungserscheinungen und Kopfschmerzen zur Folge hat. Wird nicht regelmäßig gelüftet, hat bereits etwa 20 Minuten nach Unterrichtsbeginn die Luftqualität eine kritische, nicht mehr zumutbare Qualität erreicht. Konzentriertes Arbeiten wird immer schwieriger, was für Schüler und Lehrer anstrengend und ermüdend ist. Doch wie kann der notwendige Luftwechsel auch während der Unterrichtsstunden sichergestellt werden? Die zuständigen Behörden raten dazu, neben der Stoßlüftung in den Pausen, die Schulräume auch während des Unterrichts alle halbe Stunde etwa 5 Minuten lang ausgiebig zu lüften. Die Lüftungszeiten seien im Unterrichtsablauf fest einzuplanen. Die Realität zeigt leider, dass diese Regelmäßigkeit im Schulalltag schlicht nicht eingehalten werden kann, weil hier die Zuständigkeiten oft nicht ausreichend geregelt sind und der Mensch letztlich als ‚Sensor‘ für verbrauchte Luft nicht zuverlässig genug ist. Es sind neue Lösungen gefragt, die den erforderlichen Luftwechsel nutzerunabhängig und insbesondere auch bei schwer zugänglichen Fenstern sicherstellen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die Raumtemperatur per App einstellen und dabei Energie sparen: Mit der Easytron Connect-App von Stiebel Eltron wird das Heizsystem smart - dank Z-Wave-Funkverbindung auch in der Modernisierung. Bauherren, die eine Wärmepumpe des Unternehmens besitzen, können mit der App ihre Raumtemperatur per App einstellen. Anschließend sorgt das System dafür, dass die Wunschtemperatur gehalten wird und gibt im Hintergrund eine Rückmeldung an die Wärmepumpe für einen effizienten, gleichzeitig angepassten Betrieb.‣ weiterlesen

Anzeige

Zwei zusätzliche Anwendungen ergänzen das Software-Angebot des Herstellers Fränkische: Die Lüftungsgeräte Profi-Air 250 Flex und Profi-Air 180 Flat können so künftig mit einer passenden App gesteuert werden. Installateure können für die KWL-Inbetriebnahme außerdem auf eine Pro-Version der Software zurückgreifen. Auch zur 3D-Ansicht von Lüftungsgittern und Schnellkalkulation der Systeme bietet das Unternehmen entsprechende App-Lösungen an.‣ weiterlesen

Anzeige

15 Atemzüge in 60 Sekunden sind der Richtwert für einen gesunden Erwachsenen. Doch wie setzt sich die Luft zusammen, die wir ein- und ausatmen? Der Sauerstoffgehalt macht nur gut 21% aus. Die restlichen 79% der Luft bestehen aus verschiedenen Molekülen, Teilchen und Chemikalien, die unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit stark beeinflussen können.‣ weiterlesen

In den vergangenen Jahren rückte die Vernetzung der Haustechnik zunehmend auch in den Blickpunkt von Lüftungsgeräteherstellern. Einen Beitrag zu dieser Entwicklung leistet Blauberg Ventilatoren: Das Unternehmen entwickelt dezentrale Wohnraumlüftungsgeräte, die sich per App steuern lassen. Bisher mussten Nutzer noch Einschränkungen bei der Bedienbarkeit hinnehmen. So war beim Vento Expert A50-1 W die Konfiguration nur über einen PC und die Vernetzung einer begrenzten Anzahl von Geräten möglich. Zentrale Geräte ließen sich dagegen noch gar nicht per App über WLAN steuern.‣ weiterlesen

Der Spargel meldet dem Landwirt auf sein Smartphone, wenn es unter der Abdeckfolie zu warm wird. Austernzüchter nutzen das Internet, um ihren Ertrag zu steigern: Sensoren erfassen Salzgehalt, Temperatur sowie Luftdruck und optimieren die Ernteplanung. Wie diese Beispiele aus der Nahrungsmittelproduktion zeigen, durchdringt der Begriff Digitalisierung als das Thema der Zukunft alle Bereiche des Lebens. Was verstehen wir unter Digitalisierung in Bezug auf Anwendung sowie Nutzen in der Immobilienwirtschaft?‣ weiterlesen

Immer mehr Eigenheimbesitzer erzeugen ihren eigenen Solarstrom und möchten diesen möglichst vollständig und unabhängig vom Stromnetz nutzen. Die technische Voraussetzung dafür sind Heim-Batteriespeicher, die naturgemäß fachgerecht installiert werden müssen. Speziell für Solarteure ergeben sich daraus neue Geschäftschancen - und neue Anforderungen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige