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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Komplexität
als Chance

kaum ein anderer Bereich ist so stark geprägt von Dynamik wie die Elektrotechnik. Die Produkte und Lösungen werden immer komplizierter und die Geschwindigkeit des Wandels ist hoch. Um mit diesem Tempo technischer Innovationen Schritt halten zu können, bedarf es ständiger Fortbildung und Weitblick. Komplexität ist weitläufig negativ behaftet. Aber genau darin kann eine Chance liegen. Elektrobetriebe können die Komplexität für sich nutzen, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz aufzubauen. Spezialisierung heißt das Zauberwort. Wer sich frühzeitig auf ein bestimmtes Aufgabengebiet konzentriert, hat den Vorteil des zeitlichen Vorsprungs gegenüber der Konkurrenz. Umso vielschichtiger das Angebot ist, desto größere Bedeutung hat es für den Kunden, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Spezialisten sind in solchen Zeiten gefragter denn je. Die Betriebe müssen dabei ihre Alleinstellungsmerkmale gegenüber den Mitbewerbern weiter ausbauen. Die gegenwärtige Geschäftslage des E-Handwerks ist überaus positiv und die Auftragsbücher sind voll. Doch gerade in Zeiten des konjunkturellen Hochs ist es wichtig, sich den beschriebenen Vorsprung zu erarbeiten, um auch in schlechten Zeiten erfolgreich zu sein. Somit gewinnt die berufliche Qualifizierung in der Elektrobranche an Bedeutung. Und in einem Punkt sind sich alle Fachleute einig: In Zukunft wächst der Stellenwert der Dienstleistung – das Produkt ist nur noch Mittel zum Zweck, um die individuellen Lösungen zu realisieren. Nicht ohne Grund lag ein besonderer Fokus des diesjährigen Gemeinschaftsauftritts der Verbände VDE, ZVEH und ZVEI auf der IFA 2016 darauf, welche Ausbildung und Qualifizierung in Industrie und Handwerk nötig sind, um bestmöglichen Service zu bieten.

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