Kommunikation mit BACnet

Brücke zu mehr
Gebäudeeffizienz

Beleuchtung und Verschattung, Heizung und Lüftung – werden die verschiedenen Gewerke aufeinander abgestimmt, lassen sich Gebäude wesentlich energieeffizienter betreiben. Weitere Möglichkeiten wie Überwachung und Alarmierung ergeben sich, wenn die einzelnen Komponenten mit hoher Integrationstiefe vernetzt werden. Gleichzeitig eröffnen Zeitschaltprogramme oder Trendlogaufzeichungen neue Potenziale für die Gebäudeautomation.

Wenn es um komplexere Regelparameter oder Funktionen geht, reicht der Austausch von analogen und digitalen Steuersignalen in einer klassischen Aufschaltung durch Hardware-Kontakte oft nicht aus. Hier bietet die kommunikative Aufschaltung via Datenprotokoll Vorteile, die sich aus dem koordinierten Zusammenspiel der einzelnen Gewerke ergeben. Neben dem dafür benötigten Know-how ist dabei die Interoperabilität der verschiedenen Hersteller die größte Herausforderung. Die notwendigen Brücken baut das Netzwerkprotokoll BACnet (Building Automation and Control Networks). Als international führender Standard (ISO16484-5) überwindet BACnet Herstellergrenzen und schafft somit die Basis, um den Datenaustausch zwischen den verwendeten Geräten zu vereinheitlichen.

International führender Standard

BACnet unterstützt acht Netzwerkmedien, darunter das Internetprotokoll IPv4 sowie in Zukunft seinen Nachfolger IPv6. Dadurch können Komponenten in vorhandene IT-Infrastrukturen eingebunden werden, wie dies bei Leittechniksystemen, DDC- oder SPS-Controllern der Fall ist. Aber auch serielle Standards lassen sich implementieren, wie RS485, der in intelligenten Feldgeräten wie Frequenzumformern, Pumpen oder Antrieben implementiert ist. Ob physikalisch oder virtuell – alle gewonnenen Informationen werden als standardisierte Objekte zur Verfügung gestellt, ein Objekt kann verschiedene Eigenschaften enthalten (sogenannte Properties). Hierbei ermöglicht die Visualisierungs- und Analyse-Software BACeye einen einfachen Zugriff auf die BACnet-Geräte und deren Objekte und Eigenschaften. Über 50 Objekte bilden derzeit analoge, binäre oder mehrstufige Größen ab. Sie stellen Zeitschaltprogramme, Alarmklassen, Brand- oder Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrollsysteme oder Trendlogs dar und sollen zukünftig auch Aufzüge, Fahrtreppen etc. umfassen. Über 40 definierte Dienste ermöglichen einfache Services wie Lesen/Schreiben, aber auch den Management-Zugriff auf die Geräte sowie den Austausch von Routinginformationen oder Authentifizierungen.

Technische und organisatorische Systemintegration

Sollen die verschiedenen Komponenten kommunikativ aufgeschaltet werden, gibt es eine Reihe technischer Fragen, die zuvor Antworten benötigen. Das beginnt bei den betroffenen Geräten und den durch die Integration zu erreichenden Zielen, geht über die eingesetzten Kommunikationsprotokolle und Tools bis zu Benutzerberechtigungen und Wartung des Netzwerks. Auch in organisatorischer Hinsicht ist vieles zu beachten: Die einheitliche Verwendung von Texten und Zeichen, die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Gewerke, Absprachen mit der IT-Abteilung, Anbindung an das Internet und einiges mehr.

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