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IP-Kameras sichern Bürogebäude

Bukarest im Jahr 2010. Der Norden der rumänischen Hauptstadt entwickelt sich zunehmend zu einem der wirtschaftlichen Zentren der Stadt. Es entstehen immer mehr repräsentative Bürogebäude, Einkaufszentren und gehobene Wohnanlagen, darunter auch ein luxuriöses Bürogebäude mit einer Bürofläche von 26.000m² und einem Restaurant mit 150 Plätzen. Weitere Untergeschosse mit einer Größe von 19.000m² werden als Lagerflächen und Tiefgaragen genutzt. Das Gebäude erfordert ein umfassendes Sicherheitskonzept.
Um einen 24-Stunden-Sicherheitsdienst für ihre Mieter anzubieten, suchte die verantwortliche Gebäudemanagementfirma nach einer geeigneten Videoüberwachungslösung. Ein Mieter des gleichen Bürogebäudes, eine der weltgrößten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften, suchte ebenfalls nach einer passenden Sicherheitslösung für ihre angemieteten Räume, die sich über sechs Etagen des Gebäudes erstrecken. Die Lösung für die Büros sollte effektiv, aber gleichzeitig dezent sein.

Das Gebäude: Eine Lösung für die Gebäudemanagementfirma

Bei der Evaluierung möglicher Kameramodelle für das ganze Gebäude musste das HKLS-Planungsbüro, ein Ingenieursbüro für technische Fachplanung, zwischen einer analogen und einer digitalen Sicherheitslösung wählen. Die Entscheidung zugunsten von Digitalkameras fiel schnell: Digitale Überwachungskameras ermöglichen höhere Auflösungen, bessere Bildqualität und einen größeren Funktionsumfang. Jedoch nicht alle IP-Kameras auf dem Markt bieten mehrere Funktionen und sind zugleich einfach zu bedienen. Darüber hinaus führten hohe Anforderungen an Formfaktor und Qualität dazu, dass sich das HKLS-Planungsbüro schließlich für 30 IP-Box-Kameramodelle der Firma Basler entschied, darunter zwölf mit Tag/Nacht-Funktionalität. Ein weiterer Grund, sich für diesen Anbieter zu entscheiden, war die Tatsache, dass die IP-Kameras nach höchsten Qualitätsstandards ausschließlich in Deutschland hergestellt werden. Bewegungserkennung und Alarmspeicherfunktionalität in der Kamera waren unter den Hauptanforderungen des Projekts – Merkmale, über die jedes Basler IP-Box-Kameramodell standardmäßig verfügt. So kann etwa eine Person, die nachts in das Bürogebäude eindringt und von der Kamera erfasst wird, einen Alarm über E-Mail, FTP, HTTP, eine Software oder ein elektrisches Ausgangssignal auslösen. Durch Einrichten des kamerainternen Alarmspeichers werden Bilder abgelegt, die das Gerät sowohl einige Sekunden vor als auch einige Sekunden nach einem Alarm aufnimmt. Der Benutzer kann auf Bilder aus diesem Speicher zurückgreifen und den Grund für einen Alarm identifizieren. Dadurch lässt sich ein Verbrechen nicht nur aufzeichnen, sondern von vornherein verhindern. Für die nächtliche Überwachung sensibler Bereiche entschied sich das HKLS-Planungsbüro für ein Kameramodell mit Tag/Nacht-Funktionalität. Die technische Umsetzung dieser Option erfolgt über einen automatisch schwenkbaren IR-Sperrfilter, der sich im Tagmodus vor dem Sensor befindet und im Nachtmodus vom Sensor weggeschwenkt wird. Bei normalen Lichtverhältnissen ist der IR-Sperrfilter vor dem Sensor positioniert und bildet alle Farben korrekt ab. Wird der Sperrfilter in der Dunkelheit vom Sensor weggeschwenkt, produziert die Kamera Schwarzweißaufnahmen bei Infrarotbeleuchtung. Die von den IP-Box-Kameras aufgenommenen Videostreams werden bei der Installation in Bukarest mithilfe der Alnet-Videomanagement-Soft­ware verarbeitet, an zwei Server (mit 16 Kameraeingängen) übertragen und dort 30 Tage lang gespeichert.

Ein wichtiger Mieter im Gebäude: Das Konzept für sechs Etagen

Für den Mieter der sechs Büroetagen waren neben technischen auch spezielle gestalterische Kriterien zu berücksichtigen. Das Unternehmen benötigte insbesondere für Flure und Eingangsbereiche der Büroflächen eine Videoüberwachungsanlage. Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Auswahl der Sicherheitskameras war der Anspruch, dass sich die Mitarbeiter zwar sicher, nicht aber überwacht fühlen sollten. Die Entscheidung fiel daher zugunsten von 63 IP-Dome-Kameras der Firma Basler aus, die mit einem festen Kuppelgehäuse ausgestattet sind. Diese IP-Dome-Kameras wurden mithilfe von Decken-Einbaukits installiert, die Basler in seinem Zubehörprogramm anbietet. Durch das Decken-Einbaukit passen sich Basler IP-Dome-Kameras in den umgebenden Deckenbereich ein und machen damit die Videoüberwachung so dezent wie möglich. Bei der Planung der Videoüberwachungsanlage galt es auch, Bandbreitenauslastung und Speicherbedarf zu berücksichtigen. Ohne eine effiziente Speicherstrategie würden die Bilddaten von 63 Kameras eine riesige Datenmenge generieren, insbesondere bei der gewünschten Datenvorhaltung von 30 Tagen. Daher werden die von den IP-Dome-Kameras erfassten Videodaten im Bukarester Bürogebäude nur dann aufgezeichnet und auf einem Server gespeichert, wenn im Bild eine Bewegung erkannt wird. Durch eine entsprechende Konfiguration der Basler IP-Kameras wird in dieser Anwendung nur das Videomaterial auf dem Server gespeichert, das in den zwei Sekunden vor und in den zehn Sekunden nach einer Bewegung im Bild aufgenommen wird. Durch Verwendung des höchst effizienten H.264-Kompressionsformats wird die übertragene und gespeicherte Datenmenge noch weiter reduziert. Auch in der für den Mieter umgesetzten Sicherheitslösung werden die von den IP-Kameras aufgenommenen Videostreams mithilfe der Videomanagement-Software von Alnet Systems verarbeitet und 24 Stunden am Tag von einer Sicherheitsfachkraft überwacht. Bewegungserkennung und die entsprechende Aufzeichnung von Videodaten erleichtern die Arbeit der Sicherheitsfachkraft dabei.

Neuentwicklungen bei den IP-Kameras

Die Firma Basler treibt die technische Entwicklung ihrer Kameramodelle stetig voran, um auch in Zukunft Produkte nach den Wünschen und Erfordernissen der Kunden anbieten zu können. Dem Ruf nach schnellen und empfindlichen Sensoren trägt Basler mit der Verwendung neuer CCD-Sensoren Rechnung, die Auflösungen von VGA bis zu 2 Megapixeln bei einer Bildrate von bis zu 100fps (Frames per second = Bilder pro Sekunde) liefern. Unter den neuen IP-Box-Kamera­modellen, die mit diesen Sensoren ausgestattet werden, sind auch solche mit Tag/Nacht-Funktionalität vertreten. Die Sensoren liefern Bilder in allen Beleuchtungssituationen und ermöglichen bis zu vier Videostreams aus einer Kamera, mit beliebiger Kombination von Kompressionsformaten (MJPEG, MPEG-4, H.264). Demnächst sind auch IP-Kameras mit CMOS-Sensoren auf dem Markt, die im unteren Preisbereich angesiedelt sind. Neuigkeiten gibt es auch bei den IP-Dome-Kameras: Baslers aktuelle Modelle dieser Kategorie werden mit einer Audiofunktion und einem neuen Multimedia-Video-Prozessor ausgestattet. Diese Prozessortechnologie wird ebenfalls in Baslers IP-Box-Kameralinie eingesetzt. Erste Modelle mit Auflösungen von bis zu 1,3 Megapixeln sind ab dem zweiten Quartal 2011 verfügbar. Mit der Integration der Audiofunktionalität können sowohl ein Mikrofon für Tonaufnahmen als auch Lautsprecher als Teil einer öffentlichen Lautsprecheranlage an die Kamera angeschlossen werden. Durch Verwendung dieser Funktion haben Basler IP-Dome-Kameras eine größere Reichweite als nur den Kamerasichtbereich. Durch ihr schlagfestes Aluminiumgehäuse und mögliche Betriebstemperaturen von -35 bis +50°C eignen sich IP-Dome-Kameras für die Videoüberwachung im Außenbereich und unter extremen Bedingungen im Innenbereich. Weiterhin sind die Kameras äußerst energieeffizient. Alle Funktionen, auch Lüfter und Heizung, lassen sich mit Standard-PoE (Power over Ethernet IEEE 802.3af Class 0) betreiben.

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