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IP-basierte Kommunikation

IP-basierte Software ist grundlegend für die einfache und intelligente Integration der Gebäudekommunikation in Smart Home-Anwendungen. Das System Siedle Access gewährleistet Flexibilität und Erweiterbarkeit.

 

Wer Siedle Scope kauft, bekommt mehrere mobile Videosprechstellen im Paket: Die Siedle-Station als sichere Basis und die App als flexible Ergänzung in der virtuellen Welt. (Bild: S. Siedle & Söhne)

Wer Siedle Scope kauft, bekommt mehrere mobile Videosprechstellen im Paket: Die Siedle-Station als sichere Basis und die App als flexible Ergänzung in der virtuellen Welt. (Bild: S. Siedle & Söhne)

Access bietet IP-Kommunikation für individuelle Ansprüche. Mit zwei Versionen wird Siedle zukünftig den unterschiedlichen Anforderungen gerecht: Access Home bildet den einfachen Einstieg in die IP-Welt. Und Access Professional erfüllt die Ansprüche eines professionellen IT-Managements in komplexen Projekten. Die Access-Varianten können zentral konfiguriert sowie flexibel skaliert und gestaltet werden und bieten eine hohe Betriebs- und Funktionssicherheit. Beide lassen sich in das Smart Home integrieren und ermöglichen die Kommunikation über Laptop und Smartphone. Access verfügt über ein sicheres Türkonzept: Die letzte Strecke zur Türstation verläuft nicht über das IP-Netzwerk, sondern über ein Twisted-Pair-Kabel (Cat-5).

Maßgeschneiderte Komplexität

Der Fokus bei Access Home liegt auf größtmöglicher Einfachheit für Anwendungen kleinerer und mittlerer Größe bis zu 40 Teilnehmern. Das System vereinfacht die Installation, Konfiguration und Administration. Dank der vorinstallierten Software ist Access Home schnell betriebsbereit. Access Home wird auf einem Server im Hutschienengehäuse mit kompakter Embedded-Technologie geliefert und verfügt über eine effiziente Energieversorgung via Ethernet (PoE). Access Professional ist speziell für die Bedürfnisse von IT-Profis und Administratoren gemacht. Es bietet hohe Flexibilität. Deshalb ist es als Netzwerk für komplexe, IT-basierte Projekte geeignet, die verschiedene Systeme integrieren: beispielsweise Großprojekte mit bis zu 320 Teilnehmern, mehreren Administratoren und unterschiedlichen Berechtigungsgruppen. Access Professional ist ein reines Softwaresystem ohne Bindung an eine spezifische Hardware. Es basiert auf einem Windows-Server und kann in jeder IT-Umgebung betrieben werden, die die entsprechenden Spezifikationen erfüllt. Optional ist ein Hardwareserver erhältlich. Access Professional verfügt über eine KNX-Schnittstelle und lässt sich an Heimautomationssysteme anbinden, z.B. von Crestron oder Control4. Das Release 4.0 ermöglicht die Integration von Access in eine virtuelle Serverumgebung, die im Vergleich zu einer herkömmlichen Hardwarelösung zusätzliche Ausfallsicherheit bietet.


Richard Rutschmann, Geschäftsleiter Innovation bei Siedle. (Bild: S. Siedle & Söhne)

Richard Rutschmann, Geschäftsleiter Innovation bei Siedle. (Bild: S. Siedle & Söhne)

Richard Rutschmann erläutert das Potenzial von IP-Kommunikation im Smart Home

Herr Rutschmann, welchen Stellenwert hat IP-basierte Türkommunikation für das Smart Home und wie hängen beide zusammen?

IP-basierte Systeme sind die Grundlage für eine einfache und intelligente Integration der Türkommunikation in Smart Home-Plattformen. Das geschieht bei uns über eine Schnittstelle, die die Siedle-Systemtechnik an die Plattformen von Smart Home-Anbietern anbindet. Dieses Interface stellt sicher, dass die hohen Anforderungen an die Kommunikationstechnik erfüllt werden, z.B. rausch- und echofreies Verhalten.

Können Sie an einem Beispiel erläutern, wie die Türkommunikation dann mit anderen Anwendungen zusammenwirkt?

Das Interface tauscht Ereignisse mit der Plattform aus, etwa wenn ein Besucher klingelt oder der Bote die Post einwirft. Daraufhin werden individuell programmierbare Szenarien ausgelöst. Denkbar ist z.B., dass der Türruf während des Fernsehens auf dem Monitor des Smart-TVs eingeblendet wird und dann Audio- und Videokommunikation mit der Tür möglich sind. Der Besucher kann per Tastendruck über die TV-Fernbedienung eingelassen werden. Zugleich kann am Eingang ein einladendes Lichtszenario aktiviert werden.

Stichwort Fernsteuerung: Über welche Geräte lässt sich die integrierte Türkommunikation im Smart Home bedienen?

Die mobile Fernsteuerung der verbundenen Systeme ist eine zentrale Anforderung. Smartphone wie Tablet nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein. Die Siedle-App mit Mobilfunkanbindung leitet den Türruf sogar auf die Smartwatch am Handgelenk weiter. Neben der App bietet Siedle auch ein virtuelles Telefon für Laptop und PC sowie die mobile Videosprechstelle Scope, die über DECT Audio, Video und Steuersignale überträgt.

Können auch bestehende Anlagen mit Bussystem integriert werden?

Ja, das ist bei Siedle kein Problem. Die Smart Gateways binden unser umfangreiches Siedle-Bussystem In-Home an die IP-Welt an und öffnen es damit für Smart Home-Systeme.

Bietet Siedle ein eigenes System für das intelligente Haus an?

Die Kooperation von Siedle und Jung macht das möglich. Sie ist ebenfalls ein konsequenter Schritt in Richtung vernetztes Haus. Zwei unabhängige Unternehmen bündeln ihre Kräfte. Siedle ist Experte für Gebäudekommunikation, Jung für Gebäudeautomation. Die Systemtechnik von Siedle verbindet die Technologien. Auf diese Weise kann der Nutzer auf einem Videopanel von Siedle auch die KNX-Gebäudeautomation von Jung bedienen – und umgekehrt auf einem Jung-Panel die Türkommunikation von Siedle.

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