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Intelligentes Lichtmanagement für moderne Architektur

Das Haus Seebacher beschäftigt sich seit 1994 mit der Entwicklung und Vermarktung des eigenen Bussystems ISYGLT (InnovativSYstem für die GebäudeLeitTechnik). Von Anfang an stand hinter den Produkten die Philosophie der universellen Einsatzmöglichkeiten und freien Anpassbarkeit. Natürlich mussten die Produkte auch für die Installationstechnik in Bezug auf Bauform, Anschlussmöglichkeiten und Betriebssicherheit gut geeignet sein. In den vergangenen 15 Jahren fanden die Komponenten und Systeme in mehr als 1.700 Projekten Anwendung.
Anfangs eingebrachte Bedenken gegenüber einem proprietären Bussystem, was ISYGLT aus dem Haus Seebacher letztendlich ist, können durch die überdurchschnittliche Funktionalität, Betriebssicherheit und natürlich 100%ige Kompatibilität der Bauteile untereinander ausgeräumt werden. ISYGLT ist von der Feldebene bis zur mittleren Leitebene einsetzbar. Dabei gibt es die Möglichkeit auch das komplette Know-how des Hauses Seebacher in Bezug auf Planungsunterstützung, Konzeption bis hin zur betriebsfertigen Anlage zu nutzen.

Anbindung sichergestellt

Um mit weiteren Gewerken oder Systemen kommunizieren zu können, besitzt das System diverse Schnittstellen. Dies sind z.B. einfache RS232 Interfaces mit ASCII Protokollen oder beim IP-Master eine Modbus-TCP-Schnittstelle. Letztere ist sehr schnell und weit verbreitet. Für die Steuerung von DALI und DMX-Komponenten befinden sich ebenfalls Module im Lieferportfolio, die eine sinnvolle Funktionserweiterung für diese Systeme beinhalten. Durch die UG-Gateway-Serie stehen noch weitere Schnittstellen wie BACnet, M-Bus, LonTalk, RK512/3964R (Simatic SPS), Profibus FMS, Profibus DP, Profibus Profil-GA 2.0, EIB/KNX, OPC und weitere zur Verfügung. Jedes System hat seine eigene Grundphilosophie und mit jedem Gateway muss man Kompromisse in Bezug auf die Verbindung von zwei oder mehreren Systemen eingehen. Aus diesem Grund versucht Seebacher ein möglichst ‚rundes‘ Produktprogramm – natürlich in Bezug auf Sicherheit, Funktionalität, Bedienfreundlichkeit optimiert – anzubieten. ISYGLT ist im Grundsatz ein zyklisches Bussystem. Dies erfordert einen Master-Controller, dem alle Informationen im System zur Verfügung stehen und garantiert hohe Betriebssicherheit bei gleichbleibenden Zykluszeiten (siehe SPS-Steuerungen in der Industrie). Gleichzeitig nutzt ISYGLT dazu in Kombination für gewisse Komponenten die Ereignissteuerung, was wiederum die internen Verarbeitungszeiten der Module optimiert. Gemäß dem Motto ‚Stillstand = Rückschritt‘ wurde das Sortiment seitens der Master-Controller nach oben und nach unten abgerundet. Im unteren Segment ist ein neuer Compact-Controller für Kleinstanwendungen im Licht- und LED-Bereich verfügbar. Im oberen Segment wurde der sogenannte IP-Master überarbeitet, das Gehäuse von 9TE auf 6TE verkleinert und die Elektronik mit weiteren zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Der ISYGLT IP-Master kann nun gleichzeitig in der Feldebene mit den Peripheriemodulen (I/O, AD, DA, etc.) kommunizieren, über den Backbone Daten mit anderen Mastern austauschen und auf der Ethernetebene parallel das ISYNET-TCP-Protokoll und Modbus/TCP-Protokoll verarbeiten.

Flexible Programmierung und Parametrierung

Die Funktionsprogrammierung, Parametrierung von komplexen Modulen und das Debugging in der Feldebene funktioniert wahlweise seriell (RS232) oder ebenfalls via Ethernet. Letzteres öffnet die Tore der IT-Welt. Die Grenzen gibt dann der Netzwerkadministrator vor. Programmierung oder Bedienung via W-LAN oder von zu Hause sind damit leicht zu verwirklichen. Für kleine Anlagen gibt es einen Webserver, mit dem die Bedienung der Anlage, das Stellen von Lichtwerten, Schwellwerten, Temperaturen, Schaltzeiten u.v.m. möglich ist. Neu ist auch eine Störmeldeverarbeitung, die 144 Meldungen in bis zu 4.000 Einträgen verwaltet. Abgerundet wird das System durch eine Nutzerverwaltung, die Rechte für interne und externe (Einwahl über Router) Kommunikation vergibt und die Sichtbarkeit und Bedienbarkeit von Seiten und direkte Zugriffe regelt. Der Master erkennt eine kleinere Bildschirmauflösung automatisch und gibt ein kleineres Format für Smartphones (iPhone etc.) aus. Handys mit WAP-Funktion haben die Möglichkeit, auf WAP-Pages zuzugreifen. Für den E-Mail-Versand steht ein SMTP-Client zur Verfügung. Dieser ermöglicht 16 Mails an 16 unterschiedliche Empfänger. Weitere Spezialanwendungen sind die Mini-Page und das Mini-Control. Um im Bereich der PC-Visualisierung eine für ISYGLT geeignete Software anbieten zu können, steht eine plattformunabhängige Lösung auf Java-Basis zur Verfügung. Basis ist ein Java-Server, der auf einem ‚Dauerläufer-PC‘ installiert wird. Die Kommunikation ist durchgängig bidirektional, deshalb erfolgt die Auslieferung mit einem eigenen, geprüften Browser. Die Seitenprogrammierung erfolgt im internationalen HTML-Standard durch Einfügen und Platzieren von Controls.

Einsatzgebiete der Technik

Die Projekte reichen von der einfachen LED-Farbsteuerung in den Swarovski-Shops Shanghai, London bis hin zu komplexen Managementlösungen für Museen, Logistikzentren und Funktionsgebäuden. Ein Beispiel aus jüngster Fertigstellung ist das Museum Brandhorst, München (eröffnet im Mai 2009). Aufgabe war, ein Lichtkonzept umzusetzen, bei dem das Tageslicht den Vorzug vor dem Kunstlicht hat. Die Lichtregelung verhindert zu hohen, schädlichen Lichteinfall für die ausgestellten Kunstobjekte. Die Steuerung in der Feldebene übernehmen fünf IP-Master. Einer davon fungiert als Server und verwaltet über den Backbone zentrale Informationen für alle Master. Das sind z.B. Himmelslichtwerte Ost, Süd, West, Nord, Datum und Uhrzeit, Sonnenstand (Azimut und Elevation) sowie die Windgeschwindigkeit und Regendetektion. Für die Bedienung der Anlage sind örtliche Tasten und 13 Touch-Panels in den Ausstellungsbereichen vorhanden. Eine zentrale Visualisierung befindet sich in der Sicherheitszentrale. Hier hat sich die Java-Lösung bestens bewährt. Die Kummunikation zu den Mastern erfolgt via Ethernetverbindung. In der Visualisierung sind eine komplexe Benutzerverwaltung, eine einfache Bedienebene, eine Experten-Bedienebene, eine Störmeldeverwaltung und die Aufzeichnung der Lichtwerte enthalten.

Dali-Steuerungskonzept in Köln Messe

Ein weiteres Projekt war die Modernisierung der Beleuchtungssteuerung der Köln Messe in Halle 11. Hier sind 3500 Dali-Leuchten und diverse Halogenstrahler einzeln per PC-Visualisierung individuell in Gruppen und Helligkeiten konfigurierbar. Pro Dali-Leuchte erfolgt auch die Überwachung auf EVG- und Leuchtmittel-Fehler mit Signalisierung als Sammel- und Einzelmeldung in der Grundrissanzeige der Visualisierung. Eine Spezialfunktion dabei ist die automatische Adressierung von ausgetauschten/ersetzten EVGs. Dies weiß jeder zu schätzen, der bei einer fertig adressierten Anlage Leuchten auswechseln musste. Bis zu vier EVGs können der Reihe nach von der kleinsten zur größten Adresse eingebaut und automatisch adressiert werden. Insgesamt drei IP-Master mit Ethernetschnittstellen steuern und überwachen die Funktionen von 52 Dali-Bussen.

Beleuchtungslösungen für Lagerhallen

Realisiert wurden des Weiteren die Energieoptimierung der Beleuchtung in den Lagerhallen eines großen deutschen Vollsortimentanbieters, durch optimale Tageslichtnutzung, bedarfsgerechte Regelzonen und Helligkeiten. Dazu gehört auch die Steuerung der RWA-Klappen und bidirektionale Kommunikation mit der Lufterhitzersteuerung. Im Verwaltungsbereich wurde zur Lichtsteuerung noch eine licht- und sonnenstandsgeführte Jalousiesteuerung realisiert. Während der Arbeitszeiten ermitteln die Module Fahrstrategien, um das Tageslicht optimal zu nutzen und eine Blendung im Raum zu vermeiden. Nach den Arbeitszeiten fahren die Jalousien in eine einheitliche Position, damit die Fassade in einem einheitlichen Bild zu sehen ist. Bei Alarmanlagenscharfschaltung erfolgt die Schließung der Jalousien, jedoch unter Berücksichtigung von ‚Sonnenlichtzeiten‘ für die Blumen in den Büros. Übergeordnet ist eine komplexe PC-Visualisierung incl. Störmeldeverarbeitung mit Server und vier Clients, Gateways zu diversen Gewerken (z.B. BACnet over LON, Frako Energiemanagement, Esser Brandmeldezentrale, S7 MPI, ABI-Alarm) im Einsatz. Als implementierte Applikation erfolgt die Aufzeichnung der Kühlraumtemperatur, Verwaltung der Alarmmeldung und Aussendung von wichtigen Meldungen per SMS.

Kasten 1:
Die IP-Master Features


Kompakteres Gehäuse (6TE)

Erweiterte interne Webbrowserfunktionalität


Störmeldeverarbeitung, 144 unterschiedliche Meldungen mit Speicherung von 4.000 Einträgen


Aufzeichnung von Masterstatusmeldungen, Masterboot, Uhrsync, E-Mail abgesendet etc.


Seitenaufruf durch Smart-Phones (iPhone und andere) möglich

WAP-Pages

SMTP-Client für den E-Mail-Versand

Erweiterte Nutzerverwaltung

Minipages

Mini-Controls

integrierte Systemuhr, die durch die DCF-77, Systemuhr, einen Java-Server oder einen Internetzeitanbieter synchronisierbar ist

Funktionsprogrammierung zwischen den IP-Mastern via Ethernet

Backbone-Verbindung zwischen den Mastern (RS-485)

Programmierung, Parametrierung und Wartung (RS232 oder Ethernet)

Uploadmöglichkeit für das Projektfile

integrierten FTP-Client (ProgrammDesigner)

freie MODBUS-TCP-Schnittstelle

Kasten 2:
Java-Visualisierung mit Standard-HTML-Programmierung


Voller bidirektionaler Datenaustausch

Mitgelieferter Browser mit individuellen Anpassmöglichkeiten


Vollbild


Ein/Ausblenden von Menü-, URL- und Steuerfunktionen


Größenangabe


Variabel oder Festgröße


Scrollbalken ja/nein


Bildschirmtastatur für Touch-Panelbedienung

Benutzerabhängige Startseiten

Benutzerverwaltung mit unterschiedlichen Rechtestufen

Controls mit nutzerabhängiger Sichtbarkeit und Bedienbarkeit

Funktionscontrols für Schaltfunktionen, Analogwertverarbeitung, Schaltzeitverarbeitung, Systemsteuerung und Links

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