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Intelligenter Sonnenschutz: So wird Handarbeit überflüssig

Handsender statt Rollladengurt, Wettersensor statt Markisenkurbel: Die automatisierte Beschattung bietet Vorteile. Der Wohnkomfort verbessert sich, der Einbruchschutz steigt und der Energieverbrauch sinkt, um nur einige Pluspunkte zu nennen. Oft entscheiden sich Besitzer von Ein- und Mehrfamilienhäusern dafür, Rollladen, Jalousien und Markisen zu motorisieren. Egal ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung: Gut geplant ist halb umgesetzt. Und für die Planung einer passenden Automatisierungslösung ist es wichtig, die aktuellen Trends und Entwicklungen zu kennen. Hier einige Tipps für die Auswahl und Vernetzung der technischen Komponenten.
Werden Rollläden oder Markisen motorisiert, dann ist der klassische Rohrantrieb das Herz der Automatisierung. Und der Nutzer von heute stellt hohe Ansprüche an moderne Antriebe: Sie sollen robust, langlebig und verlässlich sein, zugleich aber auch möglichst leise und wartungsfrei arbeiten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gehen viele Hersteller innovative Wege. Der deutsche Hersteller elero z.B. hat bei der Entwicklung der Rohrantriebsgeneration RevoLine ein Soft-Konzept umgesetzt, mit dem Rollläden und Markisen besonders leise und schonend bewegt werden. Ein Langsamlauf mit echter Drehmomentreduzierung gewährleistet eine sanfte Anschlagsfahrt. Zudem erhöht sich durch die verringerte Krafteinwirkung die Lebensdauer von Rollladen oder Markise. Weitere Bestandteile des Konzeptes sind das spezielle Getriebematerial zur Geräuschreduzierung sowie eine Bremse, deren Wirkungsweise auf magnetischer Krafteinwirkung beruht, womit sie völlig berührungslos und verschleißfrei arbeitet. Außerdem verfügen die Antriebe über eine lernende Kraftkurve: Bei jeder vollständigen Durchfahrt messen sie Weg und Kraft. Durch dieses System wird die Kraft immer den Umgebungsbedingungen angepasst. Trifft der Rollladen auf ein Hindernis oder ist er festgefroren, schaltet der Antrieb automatisch ab.

Einfache Montage

Ein weiterer Trend: Die Montage wird einfach. Zum Zubehör moderner Antriebe gehören rastbare Kupplungen, Motorlager mit Klicksystem und steckbare Kabel, was die Installation effizient macht. Ebenso unkompliziert ist das anschließende Einlernen: Der Rollladen oder die Markise wird einmal komplett aus- und wieder eingefahren, der Antrieb speichert dabei die Anfangs- und Endposition für die zukünftigen Fahrten. Manuelles Nachjustieren der Endlagen ist nicht mehr notwendig.

Automatik statt Rollladengurt

Wenn der Antrieb das Herz der Automatisierung ist, dann ist die Steuerung das Hirn: Hand- oder Wandsender sorgen dafür, dass sich der motorisierte Behang auf Tastendruck öffnet bzw. schließt. Das Angebot an Steuerungen beginnt beim einfachen Wand- oder Handsender mit den Tasten ‚Auf‘, ‚Ab‘ und ‚Stopp‘ und endet bei Zeitschaltuhren mit integriertem Astroprogramm, das den Sonnenschutz automatisch zum Sonnenaufgang öffnet und zum Sonnenuntergang schließt. Zusätzlich können die Steuerungen mit Wettersensoren kombiniert werden, welche die Wetterlage berücksichtigen. Sonnen-/Windsensoren z.B. werden an der Außenwand montiert und messen dort kontinuierlich Windstärke und Lichteinstrahlung. Bei Sonnenschein fährt die Markise aus bzw. Rollladen oder Jalousie herunter, falls gewünscht, bis zu einer voreingestellten Zwischenposition. Wird der festgelegte Schwellenwert für den Wind überschritten, erhält der Sonnenschutz den Befehl zum Rückzug und wird so vor Beschädigung geschützt. Die einzelnen Komponenten einer Automatisierung kommunizieren entweder über ein Steuerungskabel oder per Funktechnik miteinander. Signalübertragung per Kabel kommt vor allem bei Neubauten zum Einsatz, da sich die Planung der Automatisierung – und damit auch die Verlegung der Kabel – in die Gebäudeplanung integrieren lässt. Ist allerdings bereits Rollladen, Markise oder Jalousie vorhanden und soll nachträglich automatisiert werden, empfehlen sich Antriebe und Steuerungen mit Funktechnik.

Komplexe Automatisierungssysteme

Antrieb – Steuerung – Wettersensor: Für den Sonnenschutz an der Fassade von Wohnhäusern reichen diese drei Komponenten meist aus, um eine komfortable Automatisierungslösung umzusetzen. Anspruchsvoll wird es, wenn z.B. an Bürogebäuden mehrere Jalousien an verschiedenen Fensterfronten zu koordinieren sind. So ist es nicht erwünscht, wenn an der schattigen Westfront morgens die Jalousien schließen, nur weil der Sonnensensor nach Osten ausgerichtet ist. Für solche Bedingungen gibt es spezielle Steuerungen, mit denen sich Wettersensoren je nach Bedarf kombinieren lassen. Elero beispielsweise bietet mit der Objecta eine Steuerung an, mit der sich ein speziell auf das Gebäude und seine Umgebung zugeschnittenes Sonnenschutzsystem realisieren lässt.

Glasfassaden hoch im Kurs

In modernen Bauten kommen häufig großflächige Glasfassaden zum Einsatz. Hier kann die Ausgangslage für eine Automatisierung komplex sein. Denn um angenehme Raumtemperaturen hinter wärmedurchlässigen Glasfassaden zu gewährleisten, ist ein ausgeklügeltes technisches ­System nötig, das Gebäudetechnik, Sonnenschutz, Heizung und Klimaanlage in Abstimmung miteinander steuert. Der Sonnenschutz ist dabei in das Gebäudemanagementsystem integriert. Hier kommen in der Regel Produkte von mehreren Herstellern zum Einsatz. Damit die einzelnen Komponenten im Praxiseinsatz problemlos zusammenarbeiten, haben führende Anbieter von Automatisierungslösungen die SMI-Group initiiert und den Schnittstellenstandard SMI (Standard Motor Interface) entwickelt. Dieser Standard ermöglicht eine störungssichere Verbindung zwischen den einzelnen Komponenten. Mit SMI-fähigen Antrieben und KNX-Aktoren wie sie z.B. elero als Mitinitiator der SMI-Group anbietet werden Signale über die einheitliche Schnittstelle, von der Steuerung zum Antrieb und umgekehrt, ausgetauscht. Damit können Gebäudeplaner auch komplexe Automatisierungsanforderungen mithilfe von Gebäudesteuerungen erfüllen. Die SMI-Schnittstelle steht so für eine Technologie, die bei der Technisierung von Wohnhäusern und Objektbauten eine wichtige Rolle spielen wird.

Kasten:
Hier ein Beispiel, wie sich Rollladen und/oder Jalousie per Funk ansteuern lassen: mit der Funk-Version der AstroTec, einem Funk-Windsensor und Handsendern. Alle Komponenten senden bzw. empfangen die Signale drahtlos. Auch ursprünglich bedrahtete Rollladen- bzw. Jalousieantriebe lassen sich per Funk-Empfänger (hier der Combio-868) für den drahtlosen Betrieb nachrüsten. Der Windsensor sendet bei Wind das Signal zum Schließen der Beschattung und schützt sie damit vor Beschädigung. Die beiden Einkanal-Handsender können bei Bedarf durch einen Mehrkanal-Handsender ersetzt werden, der mehrere Elemente steuert.

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