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Barrierefreie Wohnanlage in Dortmund

Intelligente Wärmenutzung

Der Einsatz regenerativer Energien, die Optimierung der Betriebskosten und die hygienisch einwandfreie Trinkwassererwärmung waren die besonderen Zielvorgaben des Betreibers einer barrierefreien Wohnanlage in Dortmund.

Wohnanlage (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Wohnanlage (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)


Der 2008/2009 realisierte Neubau des Betreibers (Spar- und Bauverein Dortmund) besteht aus 50 Wohnungen mit einer Größe zwischen 48 und 80m2 Wohnfläche. Zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume mit insgesamt ca.100m2. Die Wohnungen werden im Winter durch eine Fußbodenheizung beheizt und im Sommer optional gekühlt. Sie sind mit einer Einzelraumregelung und separater Zähleinrichtung ausgestattet.
Kollektoranlage (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Kollektoranlage (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Technik

Die Wärmeversorgung erfolgt zentral über eine Wärmepumpenanlage mit zwei Einheiten. Als Wärmequelle dient ein Erdsondenfeld, das mit Sole betrieben wird. Das Sondenfeld dient in den Sommermonaten auch zur passiven Kühlung der Räume. Eine Solaranlage unterstützt zusätzlich die Trinkwassererwärmung und die Raumheizung mit Wärme. Die Wärmepumpen versorgen über einen Verteiler die Raumheizgruppen. Diese verfügen über eine witterungsgeführte Mischer-Vorregelung, welche wiederum die einzelnen Heizkreisverteiler mit Wärme versorgt. Des Weiteren werden die Leitwerkschichtspeicher für die Trinkwassererwärmung beladen. Diese Heizungsspeicher dienen gleichzeitig als Pendelspeicher für die Wärmepumpenanlage. Parallel können die Schichtspeicher auch über die Solaranlage beladen werden. Bei hohen Temperaturen über den Kopfbereich durch das Leitwerk des Speichers, bei geringeren Temperaturen in die Speichermitte. Während sie durch variable Drehzahländerung der Sekundär-Solarkreispumpe auf die unterschiedlichen Zieltemperaturen (Raumheizung und Trinkwassererwärmung) angepasst werden können, wird ab einer parametrierbaren Temperaturgrenze gezielt auf die Speichermitte umgeschaltet. Zudem ist es möglich, dass die Heizgruppen direkt von der Solaranlage über den Verteiler versorgt werden. Nur die Überschusswärme wird in den Speicher geleitet.

Kaskade und Regelungsschrank System 018 (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Kaskade und Regelungsschrank System 018 (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Multifunktionale Nutzung des Speichers

Der Speicher wird somit multifunktional genutzt. Er dient als Wärmevorlage für die durchflussorientierte Trinkwassererzeugung, als Schichtspeicher für die Solaranlage sowie als Pendelspeicher für die Wärmepumpe und die Fußbodenheizung. Werden die Wärmepumpen im Winter vom EVU gesperrt, erfolgt die Versorgung ausschließlich über die Speicher, die im Vorfeld der Sperre voll beladen werden. Die Speicher sind mit elektrischen Heizstäben ausgerüstet. Diese können sowohl zum Zweck der Trinkwassererwärmung (mit höheren Temperaturen als die Wärmepumpe es ermöglicht) in Abhängigkeit von der eingestellten Speicherüberhöhung betrieben werden. Hierbei läuft der Heizstab bei Sollwertunterschreitung und nach einer angegeben Zeitspanne automatisch. Er bleibt in Betrieb, bis die Solltemperatur erreicht ist. Weiter kann der Elektroheizstab zum Zweck der thermischen Desinfektion über ein Wochenprogramm angesteuert werden. Hierbei läuft der Heizstab nur zum Zeitpunkt der thermischen Desinfektion. Im Falle einer Havarie der Wärmepumpen wird nach einer parametrierbaren Zeitschwelle der Elektro-Heizeinsatz automatisch zugeschaltet. Bei den eingesetzten Wärmepumpen ist dies der eigentliche Zweck der Heizstäbe in diesem Projekt.

Hydraulische Weiche (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

Hydraulische Weiche (Bild: Varmeco GmbH & Co KG)

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