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Installationsverteiler für raue Umgebungen

Die sichere Versorgung von elektrischen Infrastrukturen in Gebäuden, Rechenzentren und Industrieanlagen erfolgt durch Installationsverteiler. Von hier aus erhalten die elektrischen Verbraucher Energie im Niederspannungsbereich. Wie montageeffiziente Lösungen aussehen, stellt Rittal auf der Light + Building 2012 mit seinen neuen ISV Installationsverteilern aus dem Systembaukasten Ri4Power unter Beweis. Durch hohe Schutzarten ist die Neuentwicklung insbesondere für den Einsatz in rauen Umgebungen geeignet.
Von außen gleicht ein Installationsverteiler oft dem anderen. Im Inneren jedoch kann dieser komplett unterschiedlich ausgestattet sein. Die individuellen Anforderungen, die für die Stromversorgung eines Gebäudeabschnittes und deren Verbraucher bestehen, fordern eine ebenso individuelle Ausstattung eines Installationsverteilers mit Schalt- und Schutzgeräten. Dies bedeutet allerdings, dass auch das Ausbausystem des Installationsverteilers ebenso flexibel und variabel auf die zu verwendeten Geräte ausgelegt sein muss. Daneben findet man gerade im industriellen Umfeld aber auch in allgemeinen Infrastrukturversorgungen häufig hohe Anforderungen an den Feuchtigkeits- und Fremdkörperschutz sowie an die Korrosionsbeständigkeit der Gehäuse von Installationsverteilern – etwa bei Kläranlagen oder einigen Prozessindustrien, wo sich aggressive Gasen vorfinden.

Hohe Schutzarten

Diesen Anforderungen begegnet Rittal mit dem neuen Ri4Power Installationsverteilersystem. Dank einer neuen Bestellstruktur von Schrank, Tragrahmen und Einbaumodulen kann ein Schaltanlagenbauer die Erfordernisse seiner Kunden nun wesentlich einfacher erfüllen. Egal ob als Wandverteiler oder Standverteiler – mit dem AE Wandschrank und dem TS 8-Anreihschranksystem von Rittal lassen sich aus dem serienmäßigen Programm sowohl ein Edelstahlgehäuse als auch ein lackiertes Stahlblechgehäuse für den Schutz eines Installationsverteilers wählen. Der erforderliche Schutz für die innere Ausrüstung mit Schaltgeräten und Verdrahtung ist durch IP55 bei den TS 8-Schränken und bis zu IP66 bei den AE-Gehäusen gegeben. Für die passende Größe kann der Anwender bei den Wandgehäusen unter sechs Schrankabmessungen sowohl im Edelstahl- als auch in lackierten Stahlblech-Ausführungen wählen. Bei dem Anreihschranksystem stehen eine Abmessung in Edelstahlschrankausführung sowie sechs verschiedene Abmessungen aus lackiertem Stahlblech standardmäßig zur Verfügung.

Verdrahtung außerhalb des Schranks

Ein weiterer Vorteil der neuen Struktur der Installationsverteiler ist der herausnehmbare Tragrahmen des Verteilergerüstes. Damit lässt sich der gesamte Geräteausbau sowie die erforderliche Verdrahtung bequem außerhalb des Schrankes unter guten Arbeitsbedingungen realisieren. Nach Abschluss der Verdrahtung wird der Tragrahmen mit allen Geräten einfach in den Schrank eingesetzt und mittels Bolzen gesichert. Um Kosten zu sparen, setzt sich der Tragrahmen nur aus den tatsächlich erforderlichen Streben zusammen. Auf hinderliche Profilstreben hat der Hersteller verzichtet, die benötigte Flexibilität für den Ausbau ist trotzdem vorhanden. Der Anwender hat dadurch mehr Einbauraum für Geräte und weiteres Ausrüstungsmaterial zur Verfügung.

Ausbaumodule: Noch mehr Möglichkeiten

Das Portfolio der Ausbaumodule bietet viele Möglichkeiten. Die Moduleinheiten bestehen aus einzelnen Sets, die platzsparend und sicher verpackt sind und sich einfach und schnell auf das Traggerüst aufbauen lassen. Sortiert nach Höheneinheiten von 150mm und Breiteneinheiten von 250mm ermöglichen die unterschiedlichen Baugrößen der jeweiligen Module eine gut passende Auswahl. Je nach Anwendung lassen sich Schutz- und Schaltgeräte, Klemmen und noch viele weitere Ausrüstungselemente mit den neuen Modulen einfach und individuell im Installationsverteiler montieren. Tiefenverstellbare Montageebenen ermöglichen eine einfache Anpassung der Geräte an die Ausschnitte der Abdeckungen und vermeiden aufwendige Sonderkonstruktionen. Auch für NH-Lastschaltleisten Gr.NH 00 bis Gr.NH 3 findet man im Portfolio passende Ausbaumodule, die sich beliebig im Schrank anordnen lassen. Mit den neuen Leistungsschaltermodulen lassen sich die aktuellen Schaltgeräte von ABB, Eaton, Schneider Electric und Siemens bis 630A mit nur zwei unterschiedlichen Modulbaugrößen einbauen. Jede Abdeckung eines Moduls besitzt dabei Schnellverschlüsse, die das Abnehmen oder Aufsetzen der Berührungsschutzabdeckung in Sekunden ermöglicht.

Nahtlos integrierbar

Da die neuen Installationsverteiler komplett auf dem anreihbaren Schaltschranksystem TS 8 und dem Wandgehäuse AE basieren, lassen sie sich durch Anreihung nahtlos in Niederspannungsschaltanlagen, die mit dem Ri4Power-System von Rittal realisiert sind, oder auch in anderen Anwendungen, bei denen der TS 8-Schrank verwendet wird, integrieren. Benötigt der Anwender etwa ein anderes Verschluss-System oder eine andere Kabeleinführung – mit dem Programm ‚Rittal – Das System‘ bietet der Hersteller umfangreiche Zubehörlösungen an, die sich passend und schnell in die neuen Installationsverteiler einbauen lassen.

Integration in Power Engineering

Die Planung und Konfiguration der ISV Installationsverteiler erfolgt, wie bei allen Anlagen des Ri4Power-Systems, mit der Software PowerEngineering, die jetzt in der Version 6.1 erscheint. Mit der neuen Version lassen sich auch die Installationsverteiler schnell und einfach planen und konfigurieren. Nach Auswahl der Schränke werden die Module per Drag and Drop einfach im Schrank platziert. Stellt sich während der Planung heraus, dass der gewählte Schrank zu klein oder zu groß ist, lässt sich auch nachträglich noch ein anderer Schrank wählen. Alternativ kann der Installationsverteiler erweitert werden, indem man weitere Schränke anreiht. Automatische Funktionen innerhalb der Software helfen, den Engineeringprozess zu beschleunigen. Sind z.B., nachdem alle benötigten Module konfiguriert wurden, noch freie Modulflächen vorhanden, müssen die mit einer Abdeckung versehen werden. Diese muss der Anwender aber nicht einzeln auswählen – die Software plant die Abdeckung für alle noch freien Modulflächen mit einem Mausklick ein. Neben den üblichen Stücklisten erstellt die Software auch Ansichtszeichnungen, die die Ausstattung der Verteilung zeigen. Auch bei der Montage bietet die Software Unterstützung. Der Montageplan zeigt dem Monteur, welche Artikel an welchem Platz zu montieren sind. Das spart Zeit beim Aufbau und vermeidet Fehler. Die Montageanleitungen sind komplett in der Software hinterlegt. Auf Knopfdruck lässt sich somit eine Anlage spezifische Dokumentation erstellen.

Fazit

Mit dem neuen ISV-Installationsverteiler und der Software Power Engineering können Verteilungen einfach, schnell und effizient geplant und gefertigt werden. Durch die Verwendung der TS 8-Anreihschränke und AE-Wandgehäuse aus dem Standard-Programm von Rittal steht eine Vielzahl an Gehäusevarianten für die unterschiedlichsten Anwendungen zur Verfügung. Auch für raue Anforderungen steht mit dem neuen Rittal Installationsverteiler nun ein Produktportfolio zur Verfügung. Wird der Installationsverteiler in einem TS 8-Schrank aufgebaut, kann er nahtlos an eine Ri4Power-Niederspannungsschaltanlage angereiht werden.

www.rittal.de

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