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Hybridsystem im Dauerbetrieb:
Leistungsfähiges Mainboard als Herzstück der Anlage
Sicherheit rund um die Uhr

Für die Entwicklung eines Hybridrekorders zur digitalen Bildaufzeichnung benötigte videotronic infosystems aus Neumünster eine stabile Industrie-PC-Plattform. In einer mehrmonatigen Evaluierungsphase testete das Unternehmen dafür zahlreiche Mainboards und entschied sich dann für das ATX-Board D2156-S21 von Fujitsu Siemens Computers. Durch den Einsatz von Longlife-Bauteilen arbeitet dieses auch unter extremen Belastungen wie 24/7-Betrieb und bei hohen Temperaturen zuverlässig. Dank einer zugesicherten Langzeitverfügbarkeit von bis zu fünf Jahren entfallen für videotronic außerdem die bisher zwei- bis dreimal jährlich notwendigen Evaluierungsphasen. Das Unternehmen kann durch die Implementierung dieser Lösung Kosten in signifikanter Höhe einsparen.
Autor: Janka Kreißl | Bilder: Fujitsu Siemens Computers / videotronic infosystems
videotronic infosystems mit Sitz in Neumünster stellt seit 30 Jahren Produkte für den CCTV-Bereich her und entwickelt Sys-teme für IP-basierte Videoüberwachungslösungen. Das Unternehmen ist seit 2004 Teil des internationalen Vicon-Konzerns, der seinen Stammsitz in den USA hat und weltweit rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Portfolio des Anbieters gehören sowohl analoge als auch digitale Videokomponenten, mit Fokus auf skalierbaren, vernetzten Lösungen. Die industrielle Videoüberwachungstechnik (digital, hybrid oder analog) wird kundenspezifisch auf individuelle Anforderungen in unterschiedlichen Branchen abgestimmt. Das Serviceangebot umfasst die planerische Unterstützung der Kunden vor Ort, technische Beratung bei der Auswahl der geeigneten Komponenten sowie die Begleitung bei der Installation und Inbetriebnahme. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 20 Mitarbeiter.

Herausforderung: Detektion, Information und Tracking optimal vereinen

Im Jahr 2005 beschloss das Unternehmen, ein Nachfolgemodell für die Eigenentwicklung NETrec, ein digitales High Speed Recording System sowie das DITrec-HQ System, ein Konzept, das digitale Bewegungserfassung im Außenbereich mit automatischer Objektverfolgung (Tracking) und professionellem Alarminformationsmanagement vereint, zu entwickeln. „Wir wollten die besten Eigenschaften beider Geräte in einem System vereinigen“, so Thore Peters, Leiter Logistik und Einkauf Videotronic. Entstanden ist dabei der Nexvs: ein Hybridsystem für digitale Bildaufzeichnung und hochwertige Außensensorik, der auf einer Industrie-PC-Plattform basiert und bis zu 64 Videosignale gleichzeitig verarbeiten kann. „Er vereint die Detektionssicherheit eines leistungsstarken Videosensors mit optionaler Trackingfunktion mit den Vorzügen eines Netzwerkrecorders und kann als Einzelplatzlösung oder über Netzwerk betrieben werden. Als Hybridsystem verwaltet der Nexvs Analogkameras und digitale Komponenten wie IP-Kameras oder Videoserver von Drittanbietern“, erläutert Peters. Für die einzelnen Komponenten wie Gehäuse, Display, Festplatte,
Framegrabber, DVD Rekorder, Betriebssystem und Mainboard wurde ein umfangreicher Aufgabenkatalog mit spezifischen Anforderungen erstellt. So ging es den Entwicklern bei der Bedienbarkeit des Gerätes vor allem um ein ästhetisches und funktionales Screen-Layout, wie es Anwender auch von Handys oder Organizern kennen. „Der Nutzer erwartet heutzutage auch von seiner Maschinensteuerung eine entsprechend informative und attraktive Anzeige auf einem Grafik-LCD anstelle einer simplen Textausgabe“, erklärt Peters. Daher entschied sich Videotronic für die Verwendung eines speziellen Mikro-Controllers, der alle benötigten Fonts, statische und animierte Grafiken, Textbausteine und Makros schnell im Flash-Speicher des Controllers ablegt und so selbst komplexe Screen-Layouts durch Senden nur weniger Bytes steuern kann.

Lösung: Mainboard für industrielle Applikationen entspricht höchsten Anforderungen

Für die Auswahl des Nexvs-Mainboards wurden in einer dreimonatigen Evaluierungsphase insgesamt acht Produkte der Anbieter Asus, Gigabyte, Shuttle und Fujitsu Siemens Computers getestet. „Das wichtigste Kriterium für uns war die Langzeitverfügbarkeit der Plattform“, erklärt Peters die Anforderungen. „Wir müssen uns darauf verlassen können, dass wir als Anbieter auch nach mehreren Jahren noch Ersatzteile für unsere Geräte liefern können. Und besonders bei asiatischen Herstellern sind bestimmte Mainboards nach Laufzeiten von nur zwölf Monaten oft nicht mehr in der ursprünglichen Variante erhältlich.“ Die geforderte Zusicherung der Verfügbarkeit konnte von allen angefragten Herstellern nur Fujitsu Siemens Computers mit einem Plattformlebenszyklus von bis zu fünf Jahren gewährleisten. „Das Mainboard D2156-S21 wurde speziell für industrielle Applikationen entwickelt und ist mit ausgewählten Longlife-Bauteilen bestückt. Es ist daher auch extremen Belastungen wie 24/7-Betrieb bei hohen Temperaturen von bis zu 60°C im Gehäuse gewachsen“, erläutert Andreas Ertel, Sales Manager Mainboards bei Fujitsu Siemens Computers. Das ATX-Board ließ sich zudem einfach in bereits vorhandene Systeme implementieren und erfüllte so alle Voraussetzungen, die für einen problemlosen Betrieb der Managementsoftware nötig waren. „Bei Tests wie denen für das Mainboard unseres Hybridrekorders legen wir natürlich mehrere Kriterien an“, erläutert Peters. „Zum einen sucht man ein stabiles und langlebiges Produkt, das nicht nach einem Jahr schon wieder evaluiert werden muss. Zum anderen sollte natürlich auch die Fehlerrate so gering wie möglich sein, schließlich will man dem Kunden höchste Qualität liefern und Reklamationen vermeiden.“ Bei den rund 300 Mainboards, die Fujitsu Siemens Computers bislang an videotronic ausgeliefert hat, gab es bisher nur einen Ausfall – dies entspricht einer Fehlerrate von 0,3%. Mit dem Intel 945G Chipsatz für Pentium Single- und DualCore-Prozessoren kann das Mainboard zudem flexibel an neue CPU-Technologien angepasst werden. „Die meisten der aktuellen Intel Core2Duo-CPUs können ohne großen technischen Aufwand integriert werden“, so Ertel.

Ausblick: Kostenersparnis durch Langzeitverfügbarkeit und Stabilität der Plattform

Nach rund neun Monaten Entwicklungsdauer die Lösung im April 2006 zur Marktreife gebracht. Eine Objektgrößenerkennung für den Außenbereich, eine Richtungserkennung für Zutrittskontrolle und das Tracking für Personenerkennung und -verfolgung wurden softwareseitig implementiert. Seitdem waren dank der Stabilität der Plattform keine Änderungen an Hardware oder Betriebssystem mehr nötig. videotronic konnte so die früher zwei- bis dreimal jährlich notwendigen Evaluierungsphasen vermeiden und dabei Kosten einsparen. Auch durch den gesunkenen Aufwand im Bereich Service und Reparatur wird seit 2006 eine Kostensenkung verzeichnet. „Wir sind sowohl mit der anwenderfreundlichen und zuverlässigen Lösung als auch mit dem Support durch Fujitsu Siemens Computers sehr zufrieden“, resümiert Peters. Bereits jetzt sind videotronics Hybridsysteme Nexvs bei Anwendern wie Reyclinghöfen, Autohäusern oder namhaften Industriebetrieben in ganz Deutschland und international im Einsatz. Dort sorgen sie für Sicherheit, auf die man sich verlassen kann – 24h am Tag, 365 Tage im Jahr.

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