Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Goldmedaille für neue
Kreissparkasse in Göppingen

Mit wissenschaftlicher Begleitung zum optimalen Prozess

Der Begriff Nachhaltigkeit wird oft inflationär verwendet – die Kreissparkasse Göppingen hat ihn im Rahmen ihres Bauprojekts in beeindruckender Manier mit Leben gefüllt. Nicht nur die Umwelt, auch Mitarbeiter und Kunden profitieren von dem Ergebnis des Neu- und Umbaus, der Energieeffizienz mit Komfort verbindet. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat den Neubau für die konsequente Umsetzung eines Green-Building-Plans sogar mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Der Umbau des bestehenden Hochhauses aus dem Jahr 1974 wurde mit Silber belohnt. Neben Konzeption und Architektur ist die intelligente Klimatechnik mit hochmodernen Wago-Steuerungen ein Herzstück des schmucken Gebäudekomplexes. Ein Novum ist die umfangreiche wissenschaftliche Begleitung des energieoptimierten Bauens.

Neben Konzeption und Architektur ist die intelligente Klimatechnik mit hochmodernen Wago-Steuerungen ein Herzstück des schmucken Gebäudekomplexes. (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Neben Konzeption und Architektur ist die intelligente Klimatechnik mit hochmodernen Wago-Steuerungen ein Herzstück des schmucken Gebäudekomplexes. (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Der Um- und Neubau ihrer Kreissparkasse war ein komplexes Unterfangen und ein Meilenstein für die Stadt im Stauferkreis. Viele Jahre waren die Mitarbeiter der Kreissparkasse auf fünf Standorte verteilt. Heute arbeiten sie in einem städtischen Karree, das den alten Bestandsbau aus dem Jahr 1974 in moderner Weise mit dem neuen Trakt kombiniert. Das Ensemble in der Marktstraße mit seiner Doppel-Fassadenkonstruktion wirkt zeitlos modern und funktional. Die Büro- und Besprechungsräume sind offen und kommunikationsfördernd gestaltet – viele Treffpunkte und sogenannte Multizonen fördern das Miteinander. Das Kundenzentrum vermittelt einen freundlichen und serviceorientierten Eindruck. Ein ganz besonderer und überraschender Blickfang ist der übergroße ‚Hirsch mit dem roten Schal‘ des renommierten Künstlers Fritz Schwegler, der im Innenhof seinen Platz gefunden hat.

Bernd Landmann:

Bernd Landmann: „Mit den HLK-Bibliotheken ist uns zum einen eine umfassende Datenbank kostenlos zur Verfügung gestellt worden, zum anderen sind wir bei der individuellen Gestaltung der Bibliothek intensiv von Wago unterstützt worden.“ (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Wissenschaftler vor Ort

Benjamin Krockenberger kennt sich aus in ’seiner‘ Kreissparkasse. Er ist mit der Technik des Gebäudes seit Jahren vertraut. Der heute bei der Kreissparkasse angestellte Ingenieur für Gebäude- und Energietechnik hat das Innenleben des weitläufigen Komplexes bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter kennengelernt; er gehörte zum Team von Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler von der Hochschule Esslingen, der das energieoptimierte Bauen der Kreissparkasse Esslingen zwischen 2012 und 2014 wissenschaftlich begleitet hat. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte der Hochschule Forschungsmittel zur Verfügung gestellt, weil der Bau energieeffizienter Gebäude für den Umweltschutz von großer Bedeutung ist. Ziel des Forschungsprojekts in Göppingen war es, die installierte Haustechnik der Kreissparkasse zu prüfen, sowie ihren Betrieb hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Werte zu optimieren und ein für Mitarbeiter und Kunden behagliches Raumklima zu schaffen. Für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts wurden in der Kreissparkasse weit über das übliche Maß hinaus Daten erhoben. Jede Minute flossen rund 2.000 Messwerte in eine Datenbank. „Temperatur, Verbräuche, Ventilstellungen, Pumpenlaufzeiten und vieles mehr sind so erfasst und später ausgewertet worden“, erklärt Krockenberger in den Kellerräumen. Dass Wissenschaftler so frühzeitig und in diesem Umfang einen Neu- und Umbau auf Energieeffizienz prüfen können, ist ungewöhnlich. Und neu waren auch die Wege, die Professor Markus Tritschler dabei mit seinem Team beschritten hat. ‚Energieoptimiertes Bauen: Monitoring und Betriebsoptimierung der Kreissparkasse Göppingen‘ lautete der Titel seines Forschungsvorhabens. Mit Methoden der statistischen Prozesskontrolle hat er die Heiz- und Regeltechnik des Gebäudes während mehrerer Jahre begleitet. Dabei hat er die von ihm erhobenen Werte gegen einen definierten Referenzprozess gemessen und konnte so bei Abweichungen früh gegensteuern, indem die Haustechnik neu konfiguriert wurde. Bereits im Vorfeld des Bauvorhabens wurden Testreihen im Labor durchgeführt, vor Ort der Heizenergieverbrauch überwacht und immer wieder die einzelnen Komponenten der HLK-Anlage justiert. „Es war schon ungewöhnlich, dass wir mit dieser Intensität gemessen, ausgewertet und einzelne Module optimiert haben“, berichtet der Wissenschaftler der Esslinger Fakultät Gebäude, Energie, Umwelt. Und auch nach Abschluss des Forschungsprojekts im Jahr 2014 geben die Wissenschaftler Flankenschutz, indem sie weiterhin Daten erheben und die Betriebsoptimierung überwachen.

Bernd Landmann, Benjamin Krockenberger und Rainer Knodel (v.l.) mit Holzpellets für die Heizungsanlage der Kreissparkasse Göppingen. Die Pelletkessel haben eine Leistung von je 300 kW. (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Bernd Landmann, Benjamin Krockenberger und Rainer Knodel (v.l.) mit Holzpellets für die Heizungsanlage der Kreissparkasse Göppingen. Die Pelletkessel haben eine Leistung von je 300 kW. (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Kommunikation auf hohem Niveau

Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik des neuen Wahrzeichens von Göppingen setzt in vielen Bereichen auf Wago-Lösungen wie den SPS-programmierbaren Feldbuscontroller BACnet/IP mit entsprechendem Konfigurator. Die integrierten Schnittstellen sorgen für die erforderliche Kommunikation in der Göppinger Heiz- und Kühlungsanlage. Kein leichtes Unterfangen in einem Gebäude, das hohen Ansprüchen moderner Gebäudeautomation entsprechen will. „Mit den intelligenten Wago-Modulen gelingt ein optimaler Austausch aller wichtigen Informationen, die bei der integrierten Gebäudeautomation ausgetauscht werden müssen“, findet Bernd Landmann, Abteilungsleiter Gebäudeautomation der Salacher Firma Heldele, die für die Konzeption und Einrichtung der modernen Leittechnik in der Kreissparkasse zuständig war.

Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Kreissparkasse Göppingen setzt in vielen Bereichen auf Wago-Lösungen, unter anderem auf den Feldbuscontroller BACnet/IP, der in Verbindung mit den I/O-Modulen für beste Kommunikation in der Heiz- und Kühlungsanlage (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Die Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Kreissparkasse Göppingen setzt in vielen Bereichen auf Wago-Lösungen, unter anderem auf den Feldbuscontroller BACnet/IP, der in Verbindung mit den I/O-Modulen für beste Kommunikation in der Heiz- und Kühlungsanlage (Bild: Oskar Eyb/vor-ort-foto.de)

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Mit seinem KNX-Dali-Gateway TW (Tunable White) bietet das Unternehmen Jung die Möglichkeit, Dali-Leuchten in einer KNX-Installation anzusteuern. Neben der Helligkeitsregelung lässt sich damit auch die Farbtemperatur dynamisch einstellen.‣ weiterlesen

Intelligent vernetzte Lösungen von Busch-Jaeger bieten Komfort und Energieeffizienz. Auch die Integration von Weißer Ware in das Smart-Home-System ist möglich.‣ weiterlesen

Anzeige

Mit den sogenannten Location-based Services können Unternehmen positionsabhängige Dienste oder Informationen zur Verfügung stellen, welche die Nutzer beispielsweise über ein Smart Device abrufen. Phoenix Contact nutzt eine solche Lösung im Bereich des Besuchermanagements und des Proximity-Marketings. Zudem soll die Navigation auf den Technikbereich ausgeweitet werden.‣ weiterlesen

Anzeige

Spricht man vom Smart Home, denkt man zuerst an ein gemütliches privates Heim. An von jedem Ort steuerbares Licht in Küche, Wohn- und Schlafzimmer, an eine Heizungsregelung, die sich auch ums Energiesparen kümmert, an eine Markise über der Terrasse, die nur vor Sonne schützt wenn nötig und bei Regen oder Sturm von selbst einfährt. Solche Projekte sind mit vielen Smart Home-Systemen realisierbar. Wenn es aber um ein Gewerbeobjekt mit vielen hundert Quadratmetern Fläche über mehrere Etagen und komplexe Lichtsteuerung mit Dutzenden von Lichtkreisen geht, stoßen diese Systeme schon lange an Grenzen. Das Local Control Network (LCN) kann jedoch eben nicht nur Smart Home, sondern auch Smart Building. Wenn gewünscht nach oben offen bis zum Bürohochhaus.‣ weiterlesen

Auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Leppe im oberbergischen Kreis entstand in den vergangenen Jahren das in dieser Form einmalige Projekt :metabolon. Statt den Deponiestandort einfach zu renaturieren, wurde das Entsorgungszentrum im Rahmen des NRW-Strukturprogramms ‚Regionale 2010‘ um Freizeit-, Informations- und vor allem Bildungs- und Forschungsmöglichkeiten erweitert. Bei der Errichtung wurde auf eine zukunftssichere Gebäudeautomation geachtet, die mit KNX-Komponenten von B.E.G. umgesetzt wurde.
‣ weiterlesen

Jeder redet über das IoT und die neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Viele Anwender und Planer von Gebäudeleittechnik und Raummonitoring-Systemen fragen sich: Wie kann ich mein System fit für das IoT machen und muss ich das überhaupt? Gibt es sinnvolle Lösungen die mir handfeste Vorteile bieten? Für den Anwendungsfall des Gebäude- und Raummonitoring kann diese Frage mit einem klaren ‚Ja‘ beantwortet werden. PcVue bietet eine drahtlose, völlig auf IoT-Sensoren und webbasierter Software beruhende Komplettlösung für eine stationäre und mobile Überwachung und Visualisierung an. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige