Gesundes Raumklima

Kontrollierte, nutzerunabhängige Lüftung

Täglich nehmen Erwachsene 2 bis 3l Flüssigkeit und ein bis 2kg feste Nahrung zu sich. Während die Qualität unserer Nahrung höchsten Standards genügen muss, gilt dies nur bedingt für unsere Atemluft, obwohl wir täglich rund 15kg davon einatmen – 80% davon in geschlossenen Räumen. Vom Klassenzimmer bis zum Büroraum bedeutet gute Raumluft deutlich mehr als nur den Erhalt unserer Gesundheit: Schüler in Schulen mit guter Luft zeigen bessere Leistungen, während der Lehrkörper weniger Krankheitstage verzeichnet. Arbeitgeberstudien haben gezeigt, dass verbesserte Umgebungsluft direkt mit der Produktivität und Zufriedenheit von Arbeitnehmern korreliert.

 (Bild: sakura/fotolia.com)

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Die Entwicklung der letzten Jahre im Neubau und nach Modernisierungen führt zu einer immer luftdichteren Gebäudehülle. Vor diesem Hintergrund fordert die DIN 1946-6 für neu zu errichtende oder lüftungstechnisch relevant zu modernisierende Gebäude mit einem sogenannten Lüftungskonzept festzustellen, ob für die betroffenen Wohnungen eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich ist. Eine lüftungstechnische Maßnahme ist zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall und Feuchtschäden dann erforderlich, wenn ein definierter minimaler Volumenstrom zum Feuchteschutz durch den im Mittel in der Heizperiode gegebenen Volumenstrom durch Infiltration nicht mehr sichergestellt werden kann.

Temperatur und Feuchte

Es gibt einen sogenannten ‚Wohlfühlbereich‘. Durch verschiedene Faktoren erhöht sich der Feuchteeintrag in einem Gebäude. Zunächst ist es der Bewohner selbst. Ein Mensch gibt bei leichter Tätigkeit 30 bis 40g Wasser pro Stunde ab. Bei höherer Zimmertemperatur erhöht sich die Feuchteabgabe. Durch Waschen, Kochen und Duschen wird die Feuchte weiter erhöht. Nicht zu vergessen sind Pflanzen. So gibt z.B. ein Gummibaum (1m hoch) nochmal 4,4g Feuchte pro Stunde ab.

CO2-Konzentration

Kohlendioxid (CO2) entsteht durch Atmung und durch Verbrennen organischen Materials. Der deutsche Hygieniker Max von Pettenkofer hat schon vor 150 Jahren erkannt, dass beim längeren Aufenthalt in geschlossenen Räumen, z.B. einem Schulraum die Luft sich stark verschlechtert. Der nach ihm benannte Grenzwert liegt bei 0,1%vol. 0,1 Volumenprozent sind 1.000ppm (parts per million). Erhöht sich die CO2-Konzentration auf über 2.000ppm ist das hygienisch inakzeptabel!

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